Februar 5th, 2010
Es schlagen – ach – zwei Herzen in ihrer Brust. Wer Naddel zu Hause erlebt, sieht eine Prinzessin, ein Püppchen, Muddis Beste, einen nicht ernst zu nehmenden Schoßhund, ein fröstelndes Weichei… Dass diese Schnaddeline in freier Wildbahn zum Tier wird, kann sich kaum jemand vorstellen. Aber es gibt Beweise – ihren Bauch! Die Unterseite der kleinen Draufgängerin ist nur kläglichst behaart, zudem ist Naddel ja tiefer gelegt… Wenn sie mit Höchstgeschwindigkeit durch die Pampa galoppiert, durch Büsche, über Dornengräser und Felsen, dann bringt sie schon mal den einen oder anderen Kratzer nach Hause. Das macht ihr erstaunlicherweise nie etwas aus. Sie trägt die Zeugnisse ihres Tuns gelassen, wie ein ganzer Kerl.

Naddels Bauch - eine Landkarte aus alten Narben. Auch wenn's hier so aussieht: Übergewicht hat sie nicht! Sie hat wohl gerade tief eingeatmet...
Vorgestern morgen dagegen, als sie mit Murphy und Charly eine fremde Katze in unserem (ihrem) Garten zu verhaften versuchte, versenkte diese ihre Krallen im Hinterbein des Dackeltiers. Ich habe selten einen Hund so leiden sehen. Allerdings glaube ich, dass die körperlichen Schmerzen nicht das Schlimmste waren. Die Katze entkam, für Naddel verheerend. Und weil in dem kurzen Getümmel eine ordentliche Portion Katzenkot auf Naddels Rücken landete, musste sie auch noch duschen. Unerträglich.
Da sie bis zum Nachmittag humpelte, ließ ich sie nicht am Ausflug teilnehmen. Alles in einem fand Naddel: ein Sch…-Tag. Kannste abschreiben, vergesen, abhaken. Folge: Dienstag war sie wieder ganz die Alte, von Humpeln und Selbstmitleid keine Spur.
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Januar 26th, 2010

Wie in einer Prozession bewegen sich die Raupen des Prozessionsspinners hintereinander her
Während in Deutschland die Kältewelle anhält, gibt es hier auf Mallorca bei milden 12 bis 16 Grad schon wieder Raupenalarm: Die Procesionaria ist unterwegs. Der Kontakt mit den Härchen kann bei Mensch und Tier gefährliche allergische Reaktionen auslösen. Ausführliche Informationen und welche homöopathischen Arzneimittel in der Notfallapotheke verfügbar sein sollten, lesen Sie hier
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Dezember 31st, 2009
Gestern war Naddels Tag – Abflug in Hamburg bei null Grad und Schneefall, Ankunft in Palma bei 20 Grad und Sonne. Mantel aus! Sonnenbrille auf!

Naddel im Schnee. Nein wirklich, das muss sie nicht haben...
Die Ankunft vor 9 Tagen in Norddeutschland stellte unsere kleine Frostködelin auf eine harte Probe. Die ersten 24 Stunden ging sie höchstens einen Meter vor die Haustür und stakste dann wie ein Storch im Salat durch den Schnee. Danach taute sie ein wenig auf und arrangierte sich mit der Wetterlage. Aber es ist ganz klar zu erkennen: Naddel ist und bleibt ein Südländer. Ihretwegen könnten wir gerne irgendwo hin ziehen, wo es im Winter warm ist. Also jedenfalls wärmer als auf Mallorca.
Die nächste Krise steht unmittelbar bevor: Die ersten Böller sorgten jetzt schon dafür, dass Charly unter dem Küchenschrank verschwindet. Platzangebot: Höhe 20 Zentimeter, Breite 40 Zentimeter. Da passt ein 15-Kilo-Hund nicht drunter – dachten wir. Ich überlege noch, ob ich die Tipps aus dem Internet umsetze, nämlich den Hund mit Eierlikör abzufüllen. Angeblich schläft der dann um Mitternacht seinen Rausch aus und verpennt das Feuerwerk. Im Fach-Forum streiten sich die Mitglieder noch, ob Alkohol schädlicher ist als pharmazeutische Beruhigungsmittel. Bis das geklärt ist, verabreiche ich Charly Bachblüten-Notfalltropfen. Ach ja, und Naddel auch. Während sie aber auf meinem Schoß Schutz sucht, läßt Charly sich kaum von uns beruhigen. Der braucht Hütte. Oder Alkohol? Nur Murphy kann die Ballerei nicht schocken. Hauptsache, es gibt pünktlich zu fressen.
Nun, wir werden es überstehen – ich hatte schon früher Hunde, die um Silvester herum bis zu 48 Stunden nicht einmal hinaus “mussten”. Allen Pfotenpower-Besuchern einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr!
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Dezember 22nd, 2009
Super schönes Hunde-Video mit echten Super-Talenten, deren Spaß mitreißt:
http://www.youtube.com/profile?user=norcsii#p/u/0/pkPNa4DBFHI
Angucken!
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Dezember 21st, 2009
Kurz vor dem Start in den Weihnachtsurlaub noch schnell Grüße und gute Wünsche an alle Pfotenpower-Interessierten. Die letzten Monate gingen in viel Arbeit unter, wodurch meine Aktivitäten hier auf der Site leider etwas zu kurz kamen. Da haben wir ihn schon, den guten Vorsatz fürs neue Jahr!
Ihnen allen ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest und für 2010 Gesundheit, Liebe und alles, was Sie sich wünschen!
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Dezember 3rd, 2009
Das gilt hoffentlich auch für die drei VermittlungsFELLE, die ich hier vorstelle. Pepe, Summer und Nico sind derzeit noch bei ihren Besitzern oder in Pflegefamilien, müssen aber alle aus den unterschiedlichsten Gründen neue Familien finden. Nähere Auskünfte zu den Vierbeinern gibt Susanne Hoppe unter Tel. (+34)971740669 oder e-mail susanne-hoppe(at)telefonica.net.
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November 11th, 2009
Hundeleute wissen ja, ein Dackel gehorcht immer – wenn man das Kommando richtig gibt: „Komm her oder komm nicht“… Dann kommt er, oder er kommt nicht. Ich bin mit Dackeln aufgewachsen, ich habe als Erwachsener Dackel gehalten (Naddel hat was!), ich liebe Dackel – auch und gerade, weil sie so dickköpfig sind.

Liebenswert und meistens stur: Der Dackel
Erziehung hat mit Konsequenz zu tun, und der Teckel verlangt an Konsequenz permanente hundert Prozent. Damit kann man ihn zu einem leistungsfähigen Jagdgesellen erziehen, und ich habe Gerüchte gehört, dass schon Dackel die Begleithundprüfung bestanden haben. Hut ab!
Ich weiß aber auch aus sicherer Quelle, dass ein halbes Dutzend Dackel einem Zirkusdirektor den letzten Nerv geraubt haben. Dieser Mann hatte sich über Jahrzehnte einen Namen in der Tierausbildung gemacht. Er hatte Großkatzen dressiert, Jagd- und Beutetiere gemeinsam in der Manege vorgestellt, er war mit Vierbeinern jeder Größe und jeglicher Herkunft und sogar mit Geflügel aufgetreten. Unser Zirkusdirektor suchte sein Leben lang neue Herausforderungen. Und er hatte noch ein ganz spezielles Lebensziel: Eine Zirkusnummer mit einer Gruppe Teckel auf die Beine zu stellen, das hatte noch keiner geschafft. Er wollte beweisen, dass es möglich war.
Schon in fortgeschrittenem Alter suchte er sich die vermeintlich passenden krummbeinigen Kandidaten zusammen und begann das Training. Kollegen von nah und fern rieten ab. Sämtliche Warnungen wie auch Häme ließ er an sich abprallen und investierte täglich viel Zeit für die Dackeldressur. Anfangs schauten täglich Kollegen ins Rund, um die Fortschritte zu begutachten. Bald ließ das Interesse merklich nach. Nur noch selten kam die Frage, wie es denn laufe. „Nicht mehr lange, dann treten wir auf“, versuchte der Direktor sich und alle anderen zu überzeugen.
Machen wir’s kurz: Der Mann trainierte und trainierte… doch der Öffentlichkeit präsentierte er die Dackelnummer nie. Vorher verabschiedete er sich unauffällig in die Rente. Mir erzählte Jahre später sein Kollege, ein weiterer Profi im Zirkusrund, die Geschichte: „Er war ein begnadeter Dompteur. Und es ist wirklich schade um ihn. Hätte er sich die Nummer mit den Dackeln erspart, wäre er zehn Jahre länger aufgetreten.“
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Oktober 8th, 2009

Charly mit ohne Fell
Wir haben es getan! Charlys Flokatifell war inzwischen zu 100 Prozent unpflegbar geworden… Ich habe fast täglich gebürstet und geschnippelt, aber das Ergebnis glich immer mehr einem mottenzer-fressenen Teppich. Jetzt ist der Hund nackig! 90 Minuten brauchte der Hundefrisör im Ort, um Wolle und Kladden zu entfernen. Was ich nicht verhindern konnte: Zum Schluß sprühte der junge Mann ein Hunde-Parfum auf unseren großen blonden, Duftnote Erdbeer. Obwohl ich Charly zu Hause gleich mit dem Waschlappen bearbeitet habe, roch das ganze Haus nach übelstem Erdbeeraroma. Wir haben die Geruchsbelästigung dann noch einigermassen erfolgreich im Meer bekämpft. Mal sehen, ob das Wuschelhaar jetzt ohne Knoten und Filz nachwächst. Charly könnte jedenfalls auf einen weiteren Frisörbesuch gut verzichten!
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September 28th, 2009

Manche Dinge begreift der moderne Hund sofort...
Wir müssen mal über Erziehung sprechen. Vor allem, was Charly angeht. El Blondino hat nämlich dazu eine sehr konträre Meinung.
Nehmen wir mal die herkömmlichen Kommandos wie Sitz oder Platz. Wir haben wochenlanges Training mit Tonnen von Leckerlis hinter uns, doch die Fortschritte blieben bescheiden. Seit nunmehr sechs Monaten lebt der große Blonde bei uns, und erst seit wenigen Tagen legt er sich auf Kommando, ohne dass ich lange mit ihm diskutieren muss. Halt – Einschränkung: Er legt sich ohne Diskussionen NUR, wenn ich mit einem Leckerbissen drohe. Sonst…
Und ich dachte immer, Hütehunde seien gelehrig!? Zwischendurch war ich geneigt, Charly für dumm zu halten. Aber andererseits lernt er schnell… wenn ER es für sinnvoll hält. Anfangs zum Beispiel war es für ihn eine unmögliche Idee, ins Auto zu springen. Er hielt das für sehr gefährlich – konnte man denn wissen, wo das hinfuhr? Als wir ihn also zum ersten Mal mit auf einen Spazier-Ausflug nehmen wollten, mussten wir ihn in unsere rollende Hundehütte hinein heben. Auch am zweiten Tag mussten wir den Zausel noch zu zweit ins Auto hieven. Doch schon an seinem dritten Ausflug war Charly der erste aller Vierbeiner, der im Auto saß. Da war die Gleichung schon für ihn aufgegangen: Auto = Spaß.
Also kann er doch soo unbelehrbar nicht sein? Vermutlich bin ich die Doofe. Charly schaut mich an, als wolle er sagen: „Mensch Frau(chen), Leckerlis schmecken im Stehen mindestens genauso gut, wie im Sitzen oder Liegen. Und hinterher muss ich doch wieder aufstehen…“ Bestimmt verzweifelt er schon an meiner Begriffsstutzigkeit.
Wie soll ich ihm klarmachen, dass gewisse Kommandos (z.B. auf Abruf kommen) nicht meiner Eitelkeit, sondern seiner Sicherheit dienen? Eins ist klar – Zirkuskunststückchen werde ich mit diesem Dickkopf nicht trainieren. Da kriegen wir doch nur Streit. Ganz offensichtlich ist Charly ein Dackel im Flokati-Pelz. Übrigens – was die Erziehbarkeit von Dackeln angeht, gibt’s hier Aufschlußreiches.
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September 2nd, 2009
Seit sechs Wochen kümmert sich Monja um eine Handvoll kleine Welpen – eine Handvoll ist gut, denn es sind insgesamt fünf, und jeder einzelne passt noch auf eine normale Erwachsenenhand. Die Kleinen haben tierisch Schwein gehabt. In einem Pappkarton neben der Mülltonne gefunden, gab sie jemand bei der Polizei ab. Zufällig hatte Monja dort etwas zu erledigen und hörte die Kleinen winseln. Auf die Frage, was damit geschehe, bekam sie die Auskunft: Die Welpen seien abgegeben worden und übers Wochenende hätten die Tierheime zu, also…
Gerade mal einen Tag waren sie alt, was für Monja wochenlange Tag- und Nachtschichten bedeutete, um die Mama zu ersetzen. Sie hat einen Super-Job gemacht, alle fünf sind zu echten Wonneproppen herangewachsen, die jetzt eine Familie suchen. Die kleinbleibenden Ratero-Mixe (mallorquinische Pinscher, typischerweise schlau und treu) werden ab sofort gegen eine Schutzgebühr von 100 Euro abgegeben mit Erst-Impfung, Entwurmung und Mikrochip. Monja erreichen Sie unter (+34)608525729.
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