Frohe Ostern!

Schokohasen für Naddel? Natürlich nicht. Nur fürs Foto schnupperte sie mal dran, freute sich anschließend über einen gesunden Hundekeks. Denn Schoko ist giftig für Hunde (und Katzen), neben weiteren Lebensmitteln, die man für harmlos halten könnte. Welche das im einzelnen sind,  erfahren Sie hier

Tierische Webinare

Banner zur Tierischen Webinarwoche

Vom 7. bis 14. Mai bietet Communicanis interessante Webinare für Tierhalter – kostenlos!

Sie möchten mehr über Ihr Tier lernen? Über bestimmte Krankheiten? Über Therapien? In der Tierischen Webinarwoche von Communicanis haben Sie dafür jede Menge Chancen. Und das ganz bequem von zu Hause aus, denn alle Vorträge werden live übers Web ausgestrahlt. Sie brauchen für die Teilnahme nur einen Computer mit Internetanschluss und Lautsprechern.

Aus der Themenvielfalt: Schmerzen bei Tieren, Mykotherapie, Tierkommunikation, Kotwasser bei Pferden, Fütterung und Krankheit, Darmparasiten… Ich selbst bin ebenfalls als Referentin dabei, und zwar am Samstag, 13. Mai, um 17 Uhr zur Problematik von „Allergien bei Hunden“. Das komplette Programm finden Sie durch Klick auf das Bild, und dort können Sie sich auch anmelden. Meine Kolleginnen und ich freuen uns auf Sie!

Watt’n Dreck

Unsere vierbeinigen Immigranten am Wattenmeer

Nordfriesland zeigt sich von seiner freundlichsten Seite. Es wird Frühling! Narzissen und Krokusse schmücken das Flachland mit fröhlichen Farbklecksen, Lämmer tollen über die Wiesen und die Feldlerchen jubeln im lauen Wind. Lauer Wind! Nach gefühlten wochenlangen Stürmen war gestern endlich ein Tag, an dem Mann nicht sein Toupet festhalten musste und Frau den Rock entspannt um die Beine schmeicheln ließ. Ein perfekter Tag für einen Ausflug an die Nordsee. Ans Wattenmeer.

Vorab eine Warnung: Lassen Sie Ihren Hund am Watt nicht frei herum laufen, wenn Sie

  • auf einen gepflegten Innenraum Ihres Autos wert legen und/oder
  • noch Termine drücken und/oder
  • empfindliche Kleidung tragen und/oder
  • keine Luste haben, das Bad zu putzen…
  • (die Regeln zum Schutz der Vögel und Wildtiere sind selbstverständlich besonders zu beachten, d.h. es herrscht überwiegend Leinenzwang)
Hund Charly in der Wanne

Die Modderschicht weichte in der Wanne nur langsam auf

Es war der erste Besuch meiner Powerpfoten am Nordseedeich, und sie ließen es richtig krachen. Der endlose Rasen lädt zum Rasen förmlich ein. Erst als am nächsten Deichabschnitt Schafe in Sicht kamen, leinten wir die Bande an. Natürlich hatte Charly vorher einen Fehltritt in ein triefes Modderloch geschafft, war bis zur Brust tiefschwarz, klebrig und müffelte nach fischiger alter Erde. Da er Körperkontakt liebt, war auch unsere Kleidung bald mit Wattspuren übersät. Dabei hatten wir noch Glück, dass es nicht alle vier Hunde trotz Ebbe aufs Watt zog.Die grauschwarze feuchte Fläche kam unseren Vierbeinern mit Migrationshintergrund wohl spanisch vor. Oder eben nicht?

Zu Hause angekommen, war der Schlamm natürlich korrekt getrocknet, so dass die Badewannenarie sich übelst in die Länge zog. Fazit: Das nordfriesische Wattenmeer ist nicht das Mittelmeer…

Die wilden Podencos von Ibiza

Unter Tierschützern sind sie seit vielen Jahren bekannt: Die Podencos von Es Cubell auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza. Die aktuelle Entwicklung löste mehrere Anfragen bei uns aus: Werden jetzt Hunde getötet? Wie kann man helfen?

abgemagerte Podencos auf Ibiza

Unsägliche Haltungsbedingungen wurden über viele Jahre immer wieder durch Fotos dokumentiert. Die hier gezeigten Bilder stammen vom Tierschutzverein Duo Ibiza e.V.

Der Hintergrund: Schon im Januar 2003 wurden vom „Hundezüchter“ B. 60 seiner Hunde beschlagnahmt aufgrund unsäglicher Haltungsbedingungen. Die Tiere waren abgemagert, teilweise dehydriert, viele waren krank und offensichtlich permanent durch Parasiten belastet. Seit vielen Jahren erstatteten Einheimische und Tierschutzorganisationen immer wieder Anzeige gegen den Halter, der angeblich ein gutes Geschäft mit den beliebten Jagdhunden machte. Seine ausgemergelten Hündinnen produzierten einen Wurf nach dem anderen, und die überlebenden Welpen gingen für gutes Geld an Jäger und andere „Liebhaber“ der Rasse. Die Haltung der Tiere ließ sich B. nicht viel kosten. Gefüttert wurden sie überwiegend mit trockenem Brot und Abfällen – und dem, was sie sich selbst aus den Mülltonnen der Umgebung holten.

Auch nach 2003 gab es wiederholt Nachrichten zu den Podencos Ibicencos. Mal wurden Dutzende eingefangen, dann wieder ein Gerichtstermin gegen den Eigentümer verschoben, weil er noch einen Psychiater suchte, der ihm Unzurechnungsfähigkeit attestierte. Nie war klar, wie viele Hunde B. hielt. Angeblich gab es sogar ein Zucht- und Haltungsverbot, das er aber umging, indem ein Familienmitglied die „Zucht“ übernahm. Zwischenzeitlich hieß es sogar mal, die Hunde seien gar nicht seine, er duldete sie nur auf seiner Finca…

abgemagerte Podenco Ibicenco Hündin mit großem Gesäuge

Vermutlich musste diese Hündin jahrelang einen Wurf nach dem anderen produzieren. Wurde eine Hündin unfruchttbar und damit wertlos, soll der Besitzer sie erschlagen oder erschossen haben. Foto: Duo Ibiza e.V.

2012 wurden in einer weiteren Amtsaktion Dutzende der vernachlässigten Hunde eingefangen und nach Mallorca in das als Tötungsstation bekannte Tierheim Natura Parc gebracht. Es gibt keine verlässlichen Zahlen, wie viele der Hunde vermittelt werden konnten, noch über die Anzahl der verstorbenen oder getöteten Tiere.

Nun ist B. gestorben, und es tobt der Streit um seinen vierbeinigen Nachlass. Mindestens 100 Podencos sollen sich weiterhin auf und nahe dem Grundstück aufhalten. Nicht kastriert oder in irgendeiner Art medizinisch versorgt, unterernährt, die meisten als wild zu bezeichnen, da sie einen vertrauensvollen Kontakt zu Menschen über Generationen nicht kannten. Alte und junge, tragende Hündinnen. Dahin vegetierend, wie schon so lange kaum mit dem Nötigsten versorgt. Wieder plant das Ayuntamiento (Amt), die Funcacion Natura Parc mit dem Einfangen und Vermitteln zu beauftragen. Ein Kostenvoranschlag seitens des Tierheimbetreibers beläuft sich auf 15.000 Euro. Tierschützer schlagen Alarm: Diese Perrera sei ohnehin überfüllt – wie sollten dort über 100 zusätzliche Hunde untergebracht und angemessen versorgt werden? Wer soll sich um die Sozialisierung kümmern, wer eine verantwortungsvolle Vermittlung organisieren?

Gleichzeitig bietet der Tierschutzverein Can Dog an, die Ibicencos vor Ort zu übernehmen, für Rehabilitierung und Sozialisierung zu sorgen und sie in gute Hände zu vermitteln. Die Möglichkeiten bezüglich Platz und Personal bestünden. Gespräche dazu stehen an. Ob jetzt das letzte Kapitel zu den Podencos von Es Cubells geschrieben wird?

HIER klicken um eine Petition für die Rettung der Hunde zu unterschreiben

Spanische Wurzeln

Kampf gegen Windmühlen? Bodo gewöhnt sich an friesische Energielieferanten

Vom Mittelmeer an die winterliche Nordsee – unsere Hunde und wir befinden sich im Klimaschock. Naddel möchte trotz Flauschmantels mehr weniger spazieren… also eigentlich gar nicht. Die Jungs sind da etwas flexibler. Nur vor einigen Tagen, als wir im strömenden Regen los liefen, machte Bodo nach knapp 150 Metern Strecke eine Kehrtwendung und raste im Schweinsgalopp nach Hause… Das war deutlich.

Wenn es aber „nur“ kalt, diesig und windig ist, finden Charly, Campino und Bodo es doch ganz schick, durch den Koog zu rasen. Immer noch wirken sie fasziniert von den vielen unbekannten Gerüchen. Sie kannten bisher weder Rehe noch Pferde, und auch die Hinterlassenschaften von Wildgänsen, Schwänen oder Schafen ziehen sie magisch an. Aber sie gewöhnen sich schnell – Bodo hat sogar schon eingesehen, dass sein Gebell Windmühlen nicht beeindruckt… Was eigentlich schade ist, denn er erinnerte mit dieser Albernheit so nett  an Don Quichote, der bekanntermaßen gegen Windmühlen kämpfte. Bodos Wurzeln liegen definitiv in Spanien!

 

 

Cool wie die Vielflieger

Letzte Aufnahme aus Mallorca, Flughafen San Son Juan: Charly und Campino sind schon eingekistet, Bodo und Naddel wirken verunsichert. Doch haben alle den Flug nach Hamburg und die anschließende Autofahrt Richtung dänische Grenze gut überstanden – der Umzug nach Nordfriesland ist geschafft. Wir Zweibeiner sind stolz auf unsere coolen Vierbeiner. Ohne chemische Beruhigungsmittel steckten sie den anstrengenden Tag weg, als wären sie Vielflieger. Natürlich hatte ich sie mit einer geeigneten Bachblüten-Rezeptur auf den Streß vorbereitet. Und mit Mänteln und Pullis auf die norddeutschen Temperaturen. Nun ist Einleben angesagt – Fortsetzung folgt!