Archiv für die Kategorie „Pancho“

Grüsse von Pancho

Sonntag, 19. Juli 2009
Pancho am detuschen Strand

Ein kerniger Pancho am deutschen Strand

Ich freue mich ja immer riesig über gute Nachrichten von unseren Schützlingen. Vor wenigen Tagen traf ein e-mail mit Fotos von Panchito ein.

<<<<Liebe Frau Dragun, wir sind die neuen Besitzer von Pancho und wollten Ihnen auf diesem Wege eine Nachricht von dem kleinen Kerl zukommen lassen! Pancho ist toll! Er hat sich bei uns gut eingelebt und macht uns ganz viel Spaß! Ganz liebe Grüße aus Oldenburg!>>>>

Hört sich mal wieder nach einer gelungenen Adoption an – einfach Klasse. Derweil häufen sich die Fragen, wann wir wieder ein Pflegefell zu uns nehmen. Die Antwort darauf müssen wir aber bis auf weiteres schuldig bleiben. Oder anders gesagt: Wir lassen das mal ganz in Ruhe auf uns zukommen…

Nachricht von Pancho

Samstag, 4. Juli 2009

Nach seiner Zwischenlandung  beim Pflegepapa des TIB Bremen ist Pancho jetzt endlich bei seiner Familie angekommen. Die TIB-Vorsitzende mailt:

>>>…der süße kleine Pancho zieht heute in sein neues Zuhause nach Oldenburg um. Ein wirklich nettes Paar – beide Sonderschul-Lehrer für körperbehinderte Kinder- Sie haben keinerlei Probleme mit Panchos Behinderung.

Das waren noch Zeiten - Pancho im Nahkampf mit Miesekatze Luna

Das waren noch Zeiten - Pancho im Nahkampf mit Miesekatze Luna

Wir haben Pancho noch kastrieren lassen und eine Röntgenaufnahme seiner Wirbelsäule machen lassen. Dabei hat sich herausgestellt, dass der letzte Wirbel verformt ist. Evtl. könnte eine OP bei einem Spezialisten eine Besserung bringen. Das wollen sich die neuen Besitzer überlegen. Gerne gebe ich Ihre Kontaktdaten an Frau Z. weiter, dann bleiben Sie auf dem Laufenden, wie es dem süßen Pancho geht.<<<

Jetzt hoffe ich natürlich sehr, dass es Pancho dort gut geht, und dass ich nochmal Nachrichten aus erster Hand bekomme. Dennoch, unbesehen glaube ich, dass Pancho ein sehr glücklicher kleiner Hund ist und sein Leben weiterhin genießt – so wie er es bei uns tat.

E-Mail von Pancho

Samstag, 13. Juni 2009

Inzwischen kam Post von Pancho, respektive von der Vorsitzenden des TIB, der sich um seine Vermittlung kümmert. Hört sich gut an!!!

>>>>>>>>>>>>>>Hallo, Frau Dragun,

Pancho ist gut angekommen, fühlt sich in seiner Pflegestelle sehr wohl, das Pflegeherrchen ist total begeistert von ihm. Heute waren die Interessenten für ihn da. Sie sind sehr angetan von Pancho. Sie möchten ihn zu Anf. Juli übernehmen, weil vorher ein Umzug ansteht und dann die Schulferien beginnen (beide sind Lehrer). Solange bleibt Pancho bei Herrn P. und dann zieht er in sein neues Zuhause. Die Leute sind sehr nett und machen einen wirklich guten Eindruck. Und stören
sich auch nicht an seiner Behinderung.

Ich halte Sie weiter auf dem Laufenden.<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Abschied

Freitag, 5. Juni 2009

Das war noch ein Hin und Her diese Woche… Eine Dame aus Berlin hatte sich vor 10 Tagen gemeldet, die Pancho auf einer Vermittlungsseite im Internet gefunden und sich sofort in den kleinen Wonneproppen verliebt hat. Nun musste ihr Mann noch zustimmen, und genau das ging schief. Sonst hätte Pancho schon heute sagen können: “Ich bin ein Berliner!”, denn ein Flugpate war schon organisiert.

pancho_tasche

Kurze Trockenübung mit der Tragetasche - passt! Später flossen dann doch die Tränen

Also Plan B wie Bremen. Bereits vor einigen Wochen fragte ich vorsichtig beim dortigen Tierschutzverein TIB an, ob die eine Möglichkeit sähen und bekam gleich positive Antwort. Zwischendurch gab ich wieder Entwarnung, weil ja mit Panchitos Probefamilie in Palma eine große Chance bestand, dass er doch unter südlicher Sonne bleiben kann. Am Montag dann meldete ich den Kleinen endgültig in Bremen an. Dass gestern ein Freund nach Bremen flog, war günstig. Noch kurze Trockenübung mit der Reisetasche, nachmittags zum Abschied unseres Freundes den Grill angeworfen (wovon Pancho nicht viel hatte, damit ihm im Flieger nicht übel wird) … und ab.

Wieder einmal war ich baff, wie cool der Lümmel die ganze Aufregung wegsteckte. Autofahren war er ja gewohnt, aber der Lärm und die vielen Menschen auf dem Flughafen machten ihm überhaupt nichts aus. Wie immer und überall schaute er sich interessiert um: Party? Fressen? Und während des Fluges, so erfuhr ich,  hat er sich so ruhig verhalten, als wäre die Tasche schon immer sein liebster Platz gewesen.

Pancho ist jetzt vorübergehend bei einer Pflegefamilie des Vereins und soll – wenn diesmal alles klappt – Anfang Juli an den endgültigen Besitzer übergeben werden. Ich bleibe ran. Gut, dass er Veränderungen genießt! (“Hauptsache, es gibt was Freßbares.”)

Da isser wieder!

Sonntag, 31. Mai 2009

Panchito ist zurück. Nach rechtzeitiger Ankündigung wurde er heute von seiner Fast-Familie bei uns abgeliefert, unter Tränen, aber endgültig. Der Alltag mit dem Kleinen war doch nicht so zu schaffen wie erhofft, Panchito wäre zu häufig zu kurz gekommen, er hätte zu oft zu lange alleine bleiben müssen, und dem wollte die Familie ihn nicht aussetzen. Damit haben wir das Ziel der Probezeit erreicht, nämlich festzustellen, ob es für alle ein tolles Zusammenleben gibt. Gut, dass wir diese Möglichkeit hatten, und schade, dass es nicht geklappt hat.

Er muss schon wieder aufs Rudel aufpassen: Pancho mit neuem Halsband

Er muss schon wieder aufs Rudel aufpassen: Pancho mit neuem Halsband

Gina und Familie haben sich prima um den kleinen Kerl gekümmert, er ist gepflegt, fröhlich und rundum gut beisammen (was nicht heißt, dass er zu dick geworden wäre, im Gegenteil, Pancho präsentiert sich in Top-Bikini-Figur). Er sieht allerdings ein wenig erwachsener aus. Vom Verhalten her hat er sich allerdings nicht geändert, und das Sozialarbeiter-Rudel nebst Nanny Charly hat ihn völlig problemlos wieder integriert.

Warum wir die Probezeit mit zwei Wochen doch recht kurz gehalten haben? Weil es schon sehr bald Neuigkeiten gibt. Meine Aktivitäten, die richtigen Adoptions-”Eltern” zu finden, versprechen Erfolg zu haben.

The Pancho-News… in Kürze hier!

Probezeit für Pancho

Montag, 18. Mai 2009

Panchito ist umgezogen! Ich war am Samstag auf einer (sehr schönen) Party zwecks Grundstückseinweihung, und die Einladung lautete ausdrücklich: Mit Hunden. Was meine vier und weitere sechs Fellträger sehr genossen. Als dann mehrere Familien mit Kindern auftauchten, wurden natürlich vor allem die kleinen Hunde pausenlos bespielt und bekuschelt. Bald sprach sich herum (so ein Zufall aber auch), dass Pancho eine neue Familie sucht. Und Gina, die mit ihrer Familie in Palma lebt, wünscht sich schon so lange einen Hund…

Da war es um Gina und um Pancho geschehen...

Da war es um Gina und um Pancho geschehen...

Langer Rede, kurzer Sinn: schon am nächsten Tag kam die komplette Familie und packte Pancho ein. Da es der erste eigene Hund ist, haben wir eine Probezeit von rund 10 ‘Tagen vereinbart, um den Alltag mit einem Wackel-Welpen zu testen. Wenn alle miteinander glücklich sind, hat Pancho sozusagen eine Stellung auf Lebenszeit. Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt!

Lustig – knapp zwei Stunden nach Abreise schon der erste Anruf: “Hat er wirklich schon was zu Fressen bekommen heute? Pancho ist soooo hungrig!” Klare Antwort: Pancho ist immer hungrig. Und zwar sehr hungrig.

Mein Klotz am Bein

Donnerstag, 14. Mai 2009

So ein Welpe macht schon Spaß. Panchito hat, seinem Alter entsprechend, nichts als Flausen im Kopf. Und Pfeffer im Ar… Sobald sich eine Tür öffnet, ist Pancho durch geflitzt. Hinter jeder Tür vermutet er entweder etwas sehr Spannendes oder etwas Fressbares. Und die Gartenpforte verspricht Abenteuer – nur zu gern mogelt er sich durch, um einen Ausflug zu starten. Wir nehmen ihn jetzt gelegentlich mit auf Spaziergänge, das genießt er natürlich. Wenn unsere Strecke zu steil oder zu steinig ist, packen wir ihn kurzerhand in die Tasche und tragen ihn ein Stück. Aber er entwickelt sich weiter, rennt, spielt, schmust.

Mein Klotz am Bein

Spielzeug ist tabu - Pancho muss andere Beute machen

Mit seinen acht Monaten ist er natürlich auch vergnügungssüchtig ohne Ende. Glücklicherweise ist Charly wieder so fit, dass er den Kleinen bespielen kann. Einige Tage hatte ich nämlich einen ganz schönen Klotz am Bein – Pancho liebt es, in meine Hosen zu beißen und seine Kräfte zu messen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass er sehr gelehrig  ist. Ganz schnell hat er die Bedeutung der Wörter “Aus”, “Pfui” und “Aua” gelernt und läßt sofort los. Natürlich versucht er es immer wieder, aber welcher Junghund würde das nicht?

Nachhaltigsten Erfolg mit der Erziehung hat Naddel. Sie hat Pancho mehrmals angeknurrt, wenn er ein Spielzeug nehmen wollte. Jetzt verzichtet er komplett auf  Spielsachen – mit der Chefin legt er sich nicht mehr an.

Pancho und die große Welt

Montag, 27. April 2009

Es war etwa 17 Uhr, als Christian von einigen Besorgungen zurück kam. “Ist Pancho bei dir?”, rief er ins Büro. “Nein”, antwortete ich verwundert.

“Die Gartenpforte war offen. Pancho ist weg.”

Alarm. Der Welpe ist verschwunden.

Regel Nummer eins: Keine Panik.

Regel Nummer zwei: Keine Panik.

Chris setzte sich gleich wieder auf den Motorroller und fuhr die Umgebung ab. Ich durchsuchte noch einmal Haus und Garten. Lief die nahe gelegenen Straßen ab. Nach einer Stunde unser gemeinsames Fazit: Der Welpe ist weg. Die Gartenpforte hatte offen gestanden, zum ersten Mal seit wir hier wohnen, seit über zwei Jahren. Die drei erwachsenen Hunde waren noch hier. Pancho nicht.

Regel Nummer drei: Bloß keine Panik.

Ich übernahm das Moped. Mit einer schnell zusammengeschusterten Suchanzeige Richtung Tierarzt. Noch im Wartezimmer rief ich “meine” Tierklinik zwei Orte weiter an: “Falls jemand mit Pancho kommt…”. Durch seine seltsame Gangart wirkt er immer wie frisch angefahren, vielleicht hatte ihn ja jemand auf der Straße aufgelesen und zum Veterinär gebracht. Ohnehin konnten wir uns nicht vorstellen, dass Pancho weit gelaufen war – so wie der läuft.

Der hiesige Tierarzt erkannte Pancho vom Foto sofort: “Ja, hier war eine Frau mit ihm. Sie ist hier in der Nähe…”

Wie, keine Telefonnummer?   “Suchen Sie weiter, der Kleine ist hier in den Straßen”. Ich wieder aufs Moped. Straße rauf, Gasse runter, einmal ums Rondell – DA! Unser Welpe steht am Straßenrand und schnuppert rum. Ich stoppe direkt neben ihm, rufe erfreut: “Panchito!!!!”

Der freut sich nicht einmal. Als wolle er sagen: “Alles okidoki, komm mal später wieder, ich kann gerade nicht”. Christian kommt mit dem Auto, ein kurzes Foto – und endlich ist Klein-Pancho verhaftet. Zum Glück…

Nicht dass Sie jetzt denken, der Kleine sei müde gewesen. Zu Hause tollte er erstmal locker zwei Stunden weiter mit Super-Nanny Charly und den Sozialarbeitern. Und das, nachdem er einen guten Kilometer durch die Gegend gewatschelt ist. Ich denke, ich kann ihn doch demnächst mitnehmen auf einen strammen 6-Kilometer-Walk.

pancho_zurueck1

Verhaftet! Panchitos erster Ausflug in die große, weite Welt.

Zwergenaufstand

Samstag, 25. April 2009
Vor wenigen Tagen noch war er ein Baby (was Frauen lieben)...

Vor wenigen Tagen noch war er ein Baby (was Frauen lieben, siehe Verena)...

Es ist so weit! Irgendwann zwischen gestern und heute hat Panchito seinen letzten Milchzahn verloren. Endlich – das Ding war nadelspitz und er hielt es grundsätzlich für am besten platziert in meinem Daumen. Autsch! Jetzt hat er also sein Erwachsenen-Gebiß. Und schon wird er frech.

Nachmittags im Garten: Naddel sitzt in der Sonne, das Spielholz zu ihren Füßen. Kommt Pancho vorbei und denkt: “Meins!” Irrtum. Schon hat Naddel ihn auf den Rücken geworfen. Aber nicht, dass sich der Kleene gleich unterwirft. Pancho wird erstmal kiebig, knurrt, schnappt. Pech für ihn, falscher Gegner. Naddel (immer noch der Chef, jawohl) klärt ihn auf: Nicht jetzt. Nicht hier. Und nicht mit mir! Und schon gar nicht so ein kleiner Scheißer.

...aber kaum ist er die Milchzähne los, wird er frech

...aber kaum ist er die Milchzähne los, wird er frech

Das Zusammentreffen endet mit einem am Boden zerstörten Pancho, der – jetzt wieder ganz Welpe – mit hängendem Kopf das Weite sucht.

Ich bin gespannt, wie lange die Lektion wirkt. Aber Sorgen mache ich mir nicht: Pancho ist jung und muss seine Stellung im Rudel finden. Kleine Auseinandersetzungen gehören dazu, der Welpenschutz gilt nicht ewig. Naddel ist erfahren und gut ein gut sozialisierter Sozialarbeiter. Sie wird ihn in seine Schranken weisen, aber dass sie ihm ernsthaft zusetzt, ist nicht zu erwarten. Und umgekehrt schon gar nicht. Aktuell (23 Uhr) träumen sie nebeneinander auf der Couch…

Er ist ein Blumenkind

Donnerstag, 23. April 2009
Mein kleiner Hilfsgärtner - immer aktiv. Und sooo romantisch! Immer will er Blumen pflücken. Ob ich das als Hilfe sehen kann... naja. Aber wenn er in den Wasserstrahl aus dem Schlauch beißt, muss ich doch wieder lachen

Mein kleiner Hilfsgärtner - immer aktiv. Und sooo romantisch! Immer will er Blumen pflücken. Ob ich das als Hilfe sehen kann... naja. Aber wenn er in den Wasserstrahl aus dem Schlauch beißt, muss ich doch wieder lachen