Archiv für die Kategorie „Die Sozialarbeiter“

Lieber Frühling, komm doch bald

Montag, 8. März 2010

Wieder ein Rückfall in den Winter! Ich weiß, in Norddeutschland ist wieder Schnee gefallen (worauf dort nicht einmal mehr Kinder Lust haben), in Berlin ist es offensichtlich so kalt, dass die Leute mit Skimasken bekleidet zum Pokerspiel gehen – vielleicht sollte ich hier auf Mallorca nicht zu laut jammern. Aber mal ehrlich – 8 Grad Tageshöchsttemperatur ist auch nicht gerade preisverdächtig, vor allem, wenn man sich schon mental auf Frühling eingestellt hatte. Ich sitze also wieder mit Daunenweste im Büro, und Naddel “macht

Heute mal wieder im Selbstgestrickten. Wir warten alle auf wärmeres Wetter.

Püppchen” , um sich ihren Strick- pullover anziehen zu lassen. Diesen haben ihr vor drei Jahren zu Weihnachten meine Nichten gestrickt, inklusive Mütze und Schal. Bevor ich Naddel kannte, fand ich es ja albern, Hunde anzuziehen… Aber wenn ein Tier so wenig Fell hat wie Naddel und quasi den ganzen Tag mit Zittern (= Wärmeproduktion) beschäftigt ist, muss man seinen Standpunkt überdenken. Und nachdem ich gerade einen Jogger sah, der seinen Sport mit Mütze und Handschuhen ausübte – im März! auf Mallorca! – muss mir nichts mehr peinlich sein.

PS - Tag 24, nichts Neues von Luna

Wo steckt Luna?

Montag, 15. Februar 2010

Unsere Miesekatze ist weg! Seit Freitag Mittag hat sie sich hier nicht mehr blicken lassen. Und das im Winter… Wenn sie in den warmen Monaten mal einen Tag weg ist, macht sich niemand Sorgen. Aber im harten mallorquinischen Winter verbringt sie die Nächte drinnen – bei uns im Bett.

Luna_Garten1Was kann passiert sein? Sie liegt nicht in der Umgebung überfahren auf der Strasse. Geklaut? Von Tierfängern? Gibt’s die noch? Oder fand sie jemand nett und hat sie einfach mitgenommen? Immerhin hat Luna als Import-Katze einen Chip. Das wird andererseits bei Katzen selten überprüft, weil es eher selten ist. Wir rufen sie also weiter, stellen Futter bereit, hängen noch mehr Suchanzeigen ins Dorf und hoffen das Beste.

Narben-Naddel

Freitag, 5. Februar 2010

Es schlagen – ach – zwei Herzen in ihrer Brust. Wer Naddel zu Hause erlebt, sieht eine Prinzessin, ein Püppchen, Muddis Beste, einen nicht ernst zu nehmenden Schoßhund, ein fröstelndes Weichei… Dass diese Schnaddeline in freier Wildbahn zum Tier wird, kann sich kaum jemand vorstellen. Aber es gibt Beweise – ihren Bauch! Die Unterseite der kleinen Draufgängerin ist nur kläglichst behaart, zudem ist Naddel ja tiefer gelegt… Wenn sie mit Höchstgeschwindigkeit durch die Pampa galoppiert, durch Büsche, über Dornengräser und Felsen, dann bringt sie schon mal den einen oder anderen Kratzer nach Hause. Das macht ihr erstaunlicherweise nie etwas aus. Sie trägt die Zeugnisse ihres Tuns gelassen, wie ein ganzer Kerl.

Naddels Bauch - eine Landkarte aus alten Narben. Auch wenn's hier so ausseiht: Übergewicht hat sie nicht! Sie hat woch gerade tief eingeatmet...

Naddels Bauch - eine Landkarte aus alten Narben. Auch wenn's hier so aussieht: Übergewicht hat sie nicht! Sie hat wohl gerade tief eingeatmet...

Vorgestern morgen dagegen, als sie mit Murphy und Charly eine fremde Katze in unserem (ihrem) Garten zu verhaften versuchte, versenkte diese ihre Krallen im Hinterbein des Dackeltiers. Ich habe selten einen Hund so leiden sehen. Allerdings glaube ich, dass die körperlichen Schmerzen nicht das Schlimmste waren. Die Katze entkam, für Naddel verheerend. Und weil in dem kurzen Getümmel eine ordentliche Portion Katzenkot auf Naddels Rücken landete, musste sie auch noch duschen. Unerträglich.

Da sie bis zum Nachmittag humpelte, ließ ich sie nicht am Ausflug teilnehmen. Alles in einem fand Naddel:  ein Sch…-Tag. Kannste abschreiben, vergessen, abhaken. Folge: Dienstag war sie wieder ganz die Alte, von Humpeln und Selbstmitleid keine Spur.

Zwischen den Krisen

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Gestern war Naddels Tag – Abflug in Hamburg bei null Grad und Schneefall, Ankunft in Palma bei 20 Grad und Sonne. Mantel aus! Sonnenbrille auf!

naddel_schnee

Naddel im Schnee. Nein wirklich, das muss sie nicht haben...

Die Ankunft vor 9 Tagen in Norddeutschland stellte unsere kleine Frostködelin auf eine harte Probe. Die ersten 24 Stunden ging sie höchstens einen Meter vor die Haustür und stakste dann wie ein Storch im Salat durch den Schnee. Danach taute sie ein wenig auf und arrangierte sich mit der Wetterlage. Aber es ist ganz klar zu erkennen: Naddel ist und bleibt ein Südländer. Ihretwegen könnten wir gerne irgendwo hin ziehen, wo es im Winter warm ist. Also jedenfalls wärmer als auf Mallorca.

Die nächste Krise steht unmittelbar bevor: Die ersten Böller sorgten jetzt schon dafür, dass Charly unter dem Küchenschrank verschwindet. Platzangebot: Höhe 20 Zentimeter, Breite 40 Zentimeter. Da passt ein 15-Kilo-Hund nicht drunter – dachten wir. Ich überlege noch, ob ich die Tipps aus dem Internet umsetze, nämlich den Hund mit Eierlikör abzufüllen. Angeblich schläft der dann um Mitternacht seinen Rausch aus und verpennt das Feuerwerk. Im Fach-Forum streiten sich die Mitglieder noch, ob Alkohol schädlicher ist als pharmazeutische Beruhigungsmittel. Bis das geklärt ist, verabreiche ich Charly Bachblüten-Notfalltropfen. Ach ja, und Naddel auch. Während sie aber auf meinem Schoß Schutz sucht, läßt Charly sich kaum von uns beruhigen. Der braucht Hütte. Oder Alkohol? Nur Murphy kann die Ballerei nicht schocken. Hauptsache, es gibt pünktlich zu fressen.

Nun, wir werden es überstehen – ich hatte schon früher Hunde, die um Silvester herum bis zu 48 Stunden nicht einmal hinaus “mussten”. Allen Pfotenpower-Besuchern einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr!

Neuer Hund, neuer Duft

Donnerstag, 8. Oktober 2009
Charly mit ohne Fell

Charly mit ohne Fell

Wir haben es getan! Charlys Flokatifell war inzwischen zu 100 Prozent unpflegbar geworden… Ich habe fast täglich gebürstet und geschnippelt, aber das Ergebnis glich immer mehr einem mottenzer-fressenen Teppich. Jetzt ist der Hund nackig! 90 Minuten brauchte der Hundefrisör im Ort, um Wolle und Kladden zu entfernen. Was ich nicht verhindern konnte: Zum Schluß sprühte der junge Mann ein Hunde-Parfum auf unseren großen blonden, Duftnote Erdbeer. Obwohl ich Charly zu Hause gleich mit dem Waschlappen bearbeitet habe, roch das ganze Haus nach übelstem Erdbeeraroma. Wir haben die Geruchsbelästigung dann noch einigermassen erfolgreich im Meer bekämpft. Mal sehen, ob das Wuschelhaar jetzt ohne Knoten und Filz nachwächst. Charly könnte jedenfalls auf einen weiteren Frisörbesuch gut verzichten!

Wer ist hier der Doofe?

Montag, 28. September 2009
charly_auto

Manche Dinge begreift der moderne Hund sofort...

Wir müssen mal über Erziehung sprechen. Vor allem, was Charly angeht. El Blondino hat nämlich dazu eine sehr konträre Meinung.
Nehmen wir mal die herkömmlichen Kommandos wie Sitz oder Platz. Wir haben wochenlanges Training mit Tonnen von Leckerlis hinter uns, doch die Fortschritte blieben bescheiden. Seit nunmehr sechs Monaten lebt der große Blonde bei uns, und erst seit wenigen Tagen legt er sich auf Kommando, ohne dass ich lange mit ihm diskutieren muss. Halt – Einschränkung: Er legt sich ohne Diskussionen NUR, wenn ich mit einem Leckerbissen drohe. Sonst…
Und ich dachte immer, Hütehunde seien gelehrig!? Zwischendurch war ich geneigt, Charly für dumm zu halten. Aber andererseits lernt er schnell… wenn ER es für sinnvoll hält. Anfangs zum Beispiel war es für ihn eine unmögliche Idee, ins Auto zu springen. Er hielt das für sehr gefährlich – konnte man denn wissen, wo das hinfuhr? Als wir ihn also zum ersten Mal mit auf einen Spazier-Ausflug nehmen wollten, mussten wir ihn in unsere rollende Hundehütte hinein heben. Auch am zweiten Tag mussten wir den Zausel noch zu zweit ins Auto hieven. Doch schon an seinem dritten Ausflug war Charly der erste aller Vierbeiner, der im Auto saß. Da war die Gleichung schon für ihn aufgegangen: Auto = Spaß.

Also kann er doch soo unbelehrbar nicht sein? Vermutlich bin ich die Doofe. Charly schaut mich an, als wolle er sagen: „Mensch Frau(chen), Leckerlis schmecken im Stehen mindestens genauso gut, wie im Sitzen oder Liegen. Und hinterher muss ich doch wieder aufstehen…“ Bestimmt verzweifelt er schon an meiner Begriffsstutzigkeit.
Wie soll ich ihm klarmachen, dass gewisse Kommandos (z.B. auf Abruf kommen) nicht meiner Eitelkeit, sondern seiner Sicherheit dienen? Eins ist klar – Zirkuskunststückchen werde ich mit diesem Dickkopf nicht trainieren. Da kriegen wir doch nur Streit. Ganz offensichtlich ist Charly ein Dackel im Flokati-Pelz. Übrigens – was die Erziehbarkeit von Dackeln angeht, gibt’s hier Aufschlußreiches.

Neulich im Koma…

Donnerstag, 27. August 2009

Naddel "im Koma" - offensichtlich lag eine anstrengende Woche hinter ihr

Ein entspannter Sonntagmorgen am Meer, und Naddelchen begnügte sich wie immer mit dem besten Platz. Knapp zwei Stunden musste meine Nichte Neele fast bewegungslos sitzen, um das Dackeltier nicht zu wecken. Arme Neele? Nein, sie genoss es. Und Naddel noch viel mehr!

Ganz offensichtlich hatte sie eine anstrengende Woche hinter sich…

Das verrückte Deckenspiel

Sonntag, 16. August 2009

Es ist Murphys liebstes Hobby. Er fordert es jeden Tag. Er spielt es zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Nie muss man ihn lange drum bitten – im Gegenteil, abends bin ich froh, wenn er es einmal nicht spielt.  Am besten geht es mit einer möglichst blickdichten Decke, aber Murphy ist flexibel -  er macht’s auch mit einem Kissen, meinem Rock, meinen Knien… Wer’s genau wissen will: auf play klicken

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Scary Movie

Mittwoch, 15. Juli 2009

Wenn ich nicht gerade unsere Futterrationen verdiene oder  Gassi gehe, beschäftige ich mich mit meinem Fernstudium. Letzter Teil: Flash. Macht Spaß! Hier ist mal eine praxisnahe Übung, mein persönlicher “Scary Movie”. Darsteller:  Cats Horror Naddel, Murphy the Mittelmeermonster und El Blondino Charly.

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Naddel schwimmt

Sonntag, 28. Juni 2009

Zitat aus Pfotenpower.com, Datum 4. März 2009: >>>Nehmen wir mal eine Umfrage an: „Wie sehr liebt Ihr Hund Wasser“? Nehmen wir an, mögliche Antworten lägen von 1 = “kein bisschen” bis 10 = “über alle Maßen”. Naddels Antwort läge grob geschätzt bei MINUS 15  = “igitt, brrrr, wollt ihr mich veralbern?, was für ‘ne Frage, seid ihr noch ganz *$§$” !!!<<<

Und jetzt das:

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Naddel schwimmt! Seit die Wassertemperatur über 23 Grad stieg, begleiten wir unser Rudel täglich zum Puig de Ros, 5 Minuten Autofahrt von zu Hause. Hier gibt es Felsplatten, mehrere Hundert Quadratmeter groß, auf denen das Wasser zwischen 5 und 35 Zentimeter hoch steht, und auf denen man prima plantschen kann. Und, was niemand erwartet hätte, trat ein. Naddel fand Gefallen daran, sich nach 15 Minuten Spaziergang die Füße zu kühlen. Bald darauf traute sie es sich schon, den Bauch nass zu machen. Und gestern  kam es zur dramatischen Premiere: Naddel wollte zu uns, aber die Pfütze zwischen ihrem und unserem Standort war mehr als 20 Zentimeter tief. Anstatt, wie noch am Tag zuvor, sich einen einfacheren oder trockeneren Weg zu suchen, drückte sich das Naddelchen zart am Stein ab und schwamm die enorme Distanz von einem halben Meter zu uns herüber. Und heute morgen schwamm sie schon mehrere Meter weit!!! Die Muddi ist soooo stolz ;-)

Dass wir nicht nur plantschen, sondern auch richtig ins Wasser gehen, können Sie sich hier anschauen: Fotoalbum . Murphy ist der Schwimmer schlechthin, und der geht nicht ins Wasser wie ein Mädchen, sondern stürzt sich mit einem “Köpper ” in die Fluten. Charly traut sich derzeit noch nicht so ganz, schaut aber schon immer ganz genau, wie wir anderen es machen… Vielelicht ahmt er uns ja eines Tages nach? Wenn sogar ein Wasserfeind wie Naddel – nach zweieinhalb Jahren guten Zuredens – dem Schwimmsport frönt, geben wir bei El Blondino die Hoffnung noch lange nicht auf.