Archiv für die Kategorie „Die Sozialarbeiter“

Neuer Hund, neuer Duft

Donnerstag, 8. Oktober 2009
Charly mit ohne Fell

Charly mit ohne Fell

Wir haben es getan! Charlys Flokatifell war inzwischen zu 100 Prozent unpflegbar geworden… Ich habe fast täglich gebürstet und geschnippelt, aber das Ergebnis glich immer mehr einem mottenzer-fressenen Teppich. Jetzt ist der Hund nackig! 90 Minuten brauchte der Hundefrisör im Ort, um Wolle und Kladden zu entfernen. Was ich nicht verhindern konnte: Zum Schluß sprühte der junge Mann ein Hunde-Parfum auf unseren großen blonden, Duftnote Erdbeer. Obwohl ich Charly zu Hause gleich mit dem Waschlappen bearbeitet habe, roch das ganze Haus nach übelstem Erdbeeraroma. Wir haben die Geruchsbelästigung dann noch einigermassen erfolgreich im Meer bekämpft. Mal sehen, ob das Wuschelhaar jetzt ohne Knoten und Filz nachwächst. Charly könnte jedenfalls auf einen weiteren Frisörbesuch gut verzichten!

Wer ist hier der Doofe?

Montag, 28. September 2009
charly_auto

Manche Dinge begreift der moderne Hund sofort...

Wir müssen mal über Erziehung sprechen. Vor allem, was Charly angeht. El Blondino hat nämlich dazu eine sehr konträre Meinung.
Nehmen wir mal die herkömmlichen Kommandos wie Sitz oder Platz. Wir haben wochenlanges Training mit Tonnen von Leckerlis hinter uns, doch die Fortschritte blieben bescheiden. Seit nunmehr sechs Monaten lebt der große Blonde bei uns, und erst seit wenigen Tagen legt er sich auf Kommando, ohne dass ich lange mit ihm diskutieren muss. Halt – Einschränkung: Er legt sich ohne Diskussionen NUR, wenn ich mit einem Leckerbissen drohe. Sonst…
Und ich dachte immer, Hütehunde seien gelehrig!? Zwischendurch war ich geneigt, Charly für dumm zu halten. Aber andererseits lernt er schnell… wenn ER es für sinnvoll hält. Anfangs zum Beispiel war es für ihn eine unmögliche Idee, ins Auto zu springen. Er hielt das für sehr gefährlich – konnte man denn wissen, wo das hinfuhr? Als wir ihn also zum ersten Mal mit auf einen Spazier-Ausflug nehmen wollten, mussten wir ihn in unsere rollende Hundehütte hinein heben. Auch am zweiten Tag mussten wir den Zausel noch zu zweit ins Auto hieven. Doch schon an seinem dritten Ausflug war Charly der erste aller Vierbeiner, der im Auto saß. Da war die Gleichung schon für ihn aufgegangen: Auto = Spaß.

Also kann er doch soo unbelehrbar nicht sein? Vermutlich bin ich die Doofe. Charly schaut mich an, als wolle er sagen: „Mensch Frau(chen), Leckerlis schmecken im Stehen mindestens genauso gut, wie im Sitzen oder Liegen. Und hinterher muss ich doch wieder aufstehen…“ Bestimmt verzweifelt er schon an meiner Begriffsstutzigkeit.
Wie soll ich ihm klarmachen, dass gewisse Kommandos (z.B. auf Abruf kommen) nicht meiner Eitelkeit, sondern seiner Sicherheit dienen? Eins ist klar – Zirkuskunststückchen werde ich mit diesem Dickkopf nicht trainieren. Da kriegen wir doch nur Streit. Ganz offensichtlich ist Charly ein Dackel im Flokati-Pelz. Übrigens – was die Erziehbarkeit von Dackeln angeht, gibt’s hier Aufschlußreiches.

Neulich im Koma…

Donnerstag, 27. August 2009

Naddel "im Koma" - offensichtlich lag eine anstrengende Woche hinter ihr

Ein entspannter Sonntagmorgen am Meer, und Naddelchen begnügte sich wie immer mit dem besten Platz. Knapp zwei Stunden musste meine Nichte Neele fast bewegungslos sitzen, um das Dackeltier nicht zu wecken. Arme Neele? Nein, sie genoss es. Und Naddel noch viel mehr!

Ganz offensichtlich hatte sie eine anstrengende Woche hinter sich…

Das verrückte Deckenspiel

Sonntag, 16. August 2009

Es ist Murphys liebstes Hobby. Er fordert es jeden Tag. Er spielt es zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Nie muss man ihn lange drum bitten – im Gegenteil, abends bin ich froh, wenn er es einmal nicht spielt.  Am besten geht es mit einer möglichst blickdichten Decke, aber Murphy ist flexibel -  er macht’s auch mit einem Kissen, meinem Rock, meinen Knien… Wer’s genau wissen will: auf play klicken

This movie requires Flash Player 9

Scary Movie

Mittwoch, 15. Juli 2009

Wenn ich nicht gerade unsere Futterrationen verdiene oder  Gassi gehe, beschäftige ich mich mit meinem Fernstudium. Letzter Teil: Flash. Macht Spaß! Hier ist mal eine praxisnahe Übung, mein persönlicher “Scary Movie”. Darsteller:  Cats Horror Naddel, Murphy the Mittelmeermonster und El Blondino Charly.

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Naddel schwimmt

Sonntag, 28. Juni 2009

Zitat aus Pfotenpower.com, Datum 4. März 2009: >>>Nehmen wir mal eine Umfrage an: „Wie sehr liebt Ihr Hund Wasser“? Nehmen wir an, mögliche Antworten lägen von 1 = “kein bisschen” bis 10 = “über alle Maßen”. Naddels Antwort läge grob geschätzt bei MINUS 15  = “igitt, brrrr, wollt ihr mich veralbern?, was für ‘ne Frage, seid ihr noch ganz *$§$” !!!<<<

Und jetzt das:

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Naddel schwimmt! Seit die Wassertemperatur über 23 Grad stieg, begleiten wir unser Rudel täglich zum Puig de Ros, 5 Minuten Autofahrt von zu Hause. Hier gibt es Felsplatten, mehrere Hundert Quadratmeter groß, auf denen das Wasser zwischen 5 und 35 Zentimeter hoch steht, und auf denen man prima plantschen kann. Und, was niemand erwartet hätte, trat ein. Naddel fand Gefallen daran, sich nach 15 Minuten Spaziergang die Füße zu kühlen. Bald darauf traute sie es sich schon, den Bauch nass zu machen. Und gestern  kam es zur dramatischen Premiere: Naddel wollte zu uns, aber die Pfütze zwischen ihrem und unserem Standort war mehr als 20 Zentimeter tief. Anstatt, wie noch am Tag zuvor, sich einen einfacheren oder trockeneren Weg zu suchen, drückte sich das Naddelchen zart am Stein ab und schwamm die enorme Distanz von einem halben Meter zu uns herüber. Und heute morgen schwamm sie schon mehrere Meter weit!!! Die Muddi ist soooo stolz ;-)

Dass wir nicht nur plantschen, sondern auch richtig ins Wasser gehen, können Sie sich hier anschauen: Fotoalbum . Murphy ist der Schwimmer schlechthin, und der geht nicht ins Wasser wie ein Mädchen, sondern stürzt sich mit einem “Köpper ” in die Fluten. Charly traut sich derzeit noch nicht so ganz, schaut aber schon immer ganz genau, wie wir anderen es machen… Vielelicht ahmt er uns ja eines Tages nach? Wenn sogar ein Wasserfeind wie Naddel – nach zweieinhalb Jahren guten Zuredens – dem Schwimmsport frönt, geben wir bei El Blondino die Hoffnung noch lange nicht auf.

Alarmanlage

Sonntag, 21. Juni 2009

Als ich gemütlich durch meinen Garten schlendere, ruft plötzlich jemand über die Mauer: „Hola, Señora…“

Zwei junge Männer stehen auf dem Bürgersteig und machen ein verbindliches Vertretergesicht. Schon sind meine drei Hunde um mich herum und beschützen mich lautstark. Gegen den Lärm anschreiend, wedelt der eine Mann mit einem Prospekt: „Sind Sie die Hausbesitzerin?“ verstehe ich mit Mühe. Ihm jetzt zu erklären, dass ich nur zur Miete wohne, wäre zu anstrengend bei drei aktiven Kläffern, also nicke ich nur und werfe einen Blick auf das Papier, während ich versuche, mit Händen und Stimme die Hunde zur Ruhe zu bekommen. Was nicht wirklich klappt.

Unsere Alarmanlage: altmodisch und wartungsintensiv, aber durchaus effizient

Unsere Alarmanlage: altmodisch und wartungsintensiv, aber durchaus effizient

„Ich habe hier ein hervorragendes Angebot für Sie, eine Alarm- anlage“, schreit der junge Mann mich an, und die Hunde werden noch lauter. Unwillkürlich muss ich lachen: „Vielen Dank, sehr freundlich, aber ich brauche wirklich keine Alarmanlage“, freue ich mich und zeige auf meine Vierbeiner.

„Aber es ist günstig wie nie zuvor, und es ist sicher, und Sie hätten direkte Verbindung zum Schutzdienst!“ Mein neuer Sicherheitsberater, überzeugt von seinem Produkt, will noch lange nicht aufgeben. „Nein, wirklich, kein Bedarf – ich habe drei Hunde!“ Zwar will ich nicht unfreundlich sein, aber er muss doch einsehen, dass er keine automatische Alarmanlage an die Frau bringen kann, während ihre drei Hunde die erweiterte Nachbarschaft mobil machen? Ich nicke noch einmal freundlich und gehe ins Haus.

Später am Nachmittag kommen die beiden noch einmal am Gartentor vorbei, als ich gerade den Briefkasten leere. Da meine 12beinige Alarmanlage wieder routiniert angeschlagen hat, grinsen sie mich nur nett an und setzen ihre Route fort.

Neulich Nacht im Bad

Sonntag, 24. Mai 2009

Ich erwache mitten in der Nacht durch ein Klirren. Kurze gedankliche Analyse: Einbrecher kommen bei uns nicht durchs Fenster, weil Gitter davor sind, und die Tür ist aus Holz. Was also schepperte? Leiser Blick ins Wohnzimmer: Die beiden Pflegefelle blinzeln mich verschlafen an, sehen zu 100 Prozent unschuldig aus. Ich tappe barfuss durch die anderen Zimmer, alles ruhig, alles normal. Zuletzt ins Bad. Da – auf dem Spiegel stehen ein paar Dinge die der Mensch nicht braucht, vertrockneter Nagellack, kleine Dekor-Teile… Und ein Porzellanhündchen steht nicht mehr oben, sondern liegt in mehreren Teilen auf dem Fußboden. Ich konnte es noch nie leiden, und vielleicht sich hat meine Abneigung in drei Jahren so konzentriert, dass sich das hässliche Ding freiwillig entsorgt hat. Ich sammle die Scherben ein und, wo ich schon mal da bin, setze ich mich aufs Klo.

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Miesekatze Luna - wo ist meine Beute?

Rückblende: Einige Tage zuvor finde ich Miesekatze Luna auf dem Duschteppich, sie macht einen amüsierten Eindruck und will nur sehr ungern das Bad verlassen (was ich grundsätzlich ignoriere, das Bad habe ich gerne frei von Katzenhaaren. Am Tag danach meint Christian, dass das Klo leck ist, weil’s drum rum nass war. Wir finden aber kein Leck und lassen die Sache auf sich beruhen.

Und jetzt sitze ich mitten in der Nacht entspannt und verschlafen auf dem Porzellanthron, als plötzlich mir schräg gegenüber eine Ratte vom Hochregal klettert. Mir bleibt fast das Herz stehen. Die Ratte, groß, ausgewachsen, und sicher sehr hungrig, läuft direkt auf mich zu. Anstatt zu hyperventilieren, beschließe ich zu schreien. „Christiaaaaaan!!!!!!!!!!!!“ Zwar ist die Ratte inzwischen abgebogen und unters Waschbecken geflüchtet, aber man weiß ja nie. Gleichzeitig springe ich von der Schüssel auf. Böser Fehler. Ich meine, stellen Sie sich mal vor, Sie sitzen da und haben die Schleusen geöffnet, und plötzlich kriegen Sie den Schreck Ihres Lebens und springen auf… Glauben Sie etwa, SIE hätten Ihren Blasen-Schließmuskel unter Kontrolle?

Die Situation ist so skurril, dass ich vor Lachen schon wieder auf die Brille gesunken bin, als Christian das Bad betritt… Er denkt bestimmt, ich drehe jetzt endgültig durch: Da schreit die Frau um Hilfe, und was hat sie? Einen Lachanfall! Es dauert eine lange Weile, bis ich ihm erklären kann, was passiert ist. In der Nacht können wir natürlich nicht viel machen. Die Ratte sitzt unterm Waschtisch und lässt sich nach so viel Alarm nicht blicken. Also Tür zu, trockene Pyjama-Hose an und zurück ins Bett.

Soviel ist klar – das Deko-Hündchen hat uns nicht aufgrund von Telekinese verlassen. Und neben der Toilette war es nass, weil die Ratte mal trinken musste, dabei wohl abgerutscht ist, und nach ihrem Vollbad wieder auf den Fliesen landete, pitschnass.

Wir sperren Luna am nächsten Tag ins Bad, die soll gefälligst ihre Beute wieder wegräumen. Ohne Erfolg, sie albert nur stundenlang auf der Duschmatte rum. Ich kaufe nachmittags schließlich eine Rattenfalle, und in der folgenden Nacht erledigt sich das Problem damit endgültig. Jedenfalls, bis Luna das nächste Mal Spielzeug ins Haus bringt. Grrrrrrrrrrrrrr….

Neuer Hund gewünscht?

Freitag, 22. Mai 2009
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Murphy vorher im Winterpelz

Wenn Sie mal einen neuen Hund möchten – schicken Sie den alten doch einfach zum Frisör! Das ist fast wie Überraschungsei öffnen. Aus Murphy wird jedes Mal eine andere Rasse. Einmal bekamen wir einen reinrassigen Schnauzer zurück,

Unser neuer Hund, oder das, was uns der Frisör zurück gab

Unser neuer Hund, oder das, was uns der Frisör zurück gab

ein andermal einen Teddybären, und der letzte Besuch beim Hundefrisör endete mit einem Mix aus Löwchen und Affenpinscher. Na gut, das war nicht unbedingt das beste Ergebnis. Zum Glück wächst das Haar schnell!

Nach der Schur mussten wir dann auch noch feststellen, dass Murphy sich eine kleine Wampe angefressen hat, unter dem langen Winterpelz war die natürlich gut kaschiert. Jetzt ist der Arme auf Diät…

Unser Dritthund – Rasseraten

Mittwoch, 20. Mai 2009

Jawohl: Das Recht eines jedes Menschen ist es, seine Meinung zu ändern. Vor allem, wenn dadurch eine Verbesserung erzielt wird. Unser Dritthund heißt Charly. Oder andersrum – aus dem Pflegefell ist jetzt doch ein neues Familienmitglied mit Festvertrag geworden. Wir mögen uns nicht mehr von ihm trennen, und da die Schutzgebühr eh niemand zahlen will… Vielleicht liegt es daran, dass wir diese auf 10.000 Euro erhöht haben? ;-)   Man muss eben geschäftstüchtig sein.

Tänzer Charly macht sich einfach gut in unserem Pfotenpower-Team

Tänzer Charly macht sich einfach gut in unserem Pfotenpower-Team

Noch ungelöst ist die Frage, welcher Rasse(n) er entstammt. Inzwischen gibt es zwei Favoriten: den Gos d’Atura (oder Pastor Catalan / Katalanischer Schäferhund) und den Irish Soft Coated Wheaten Terrier. Beides nicht unbedingt weit verbreitete oder sehr bekannte Rassen. Vom Aussehen und Verhalten her tendieren wir dazu, einen Teil von Charlys Vorfahren in Katalanien zu vermuten. Ganz zu klären ist die Frage sicher nie. Und sooo wichtig ist es ja auch nicht… Mix bleibt Mix und das sind häufig die Besten. Allerdings kann man manchmal mit einzelnen Verhaltensweisen des Hundes besser umgehen, wenn man weiß, welcher Gruppe er entstammt, also ob Hüte- oder Herdenschutzhund, Jagd- oder Kampfhund usw. So wie Charly mit uns umgeht, ist er ganz klar Hütehund.

Das Rasseraten von Murphy haben wir übrigens früh beendet. Er ist und bleibt ein reinrassiger Alles.