Archiv für die Kategorie „Vermittlungs-Felle“

Wie man auf Mallorca eine Zucht auflöst

Freitag, 6. August 2010

Schon seit Jahren existiert in einem Park an der Playa de Palma eine kontrollierte Katzenkolonie. Etwa 30 Tiere wurden hier kastriert, erhalten regelmäßig Futter und Frischwasser und werden medizinisch betreut. Vor einigen Tagen aber hat sich der Bestand über Nacht verdreifacht: Als einer der Pfleger zum morgendlichen Füttern kam, erwarteten ihn zusätzlich zu der bekannten Kolonie rund 60 neue Samtpfoten.

Ein Teil von rund 60 Katzen, die jemand in einem Park an der Playa de Palma entsorgt hat. Private Tierschützer bitten um Hilfe

Es scheint, als hätte jemand auf diese unfeine Art seine Hobbyzucht aufgegeben, denn die meisten der Neuankömmlinge sind Siamesen. Wunderschöne Tiere, gesund, gut genährt. Und sie sind handzahm, was den Verdacht stärkt, dass sie aus einem privaten Haushalt kommen. Doch warum jemand 60 gepflegte Katzen aussetzt, kann man nur vermuten. Wirtschaftliche Probleme? Die Wohnsituation? Fakt ist, dass keines der Tiere kastriert ist. Logische Folge: Mehrere säugende Mütter mit ihren teils nur wenige Wochen alten Welpen leben jetzt an dem Parkplatz, in Tuchfühlung zu der alten Kolonie. Plötzlich leben viel zu viele Katzen an dieser Stelle, was die Gefahr von Krankheiten und aggressiven Rangordnungs-Kämpfen mit Verletzungen erhöht.

Eine kleine Zahl von Privatleuten kümmert sich regelmäßig um die Tiere. Sie sind verzweifelt: „Wir haben es mit Geduld und Mühe geschafft, dass unsere Arbeit hier unterstützt und respektiert wird“. Früher hatten immer neue Streuner ihren Nachwuchs in dem Park aufgezogen, häufig gab es Seuchen, weil sich die verwilderten Tiere nicht behandeln ließen. Jetzt ist die Zahl stabil, durch konsequente Kastrationen wurde die Vermehrung gestoppt. Die Tiere wirken gesund und entspannt, sind überwiegend handzahm. Aushänge an Bäumen klären Spaziergänger und Jogger über die kontrollierte Population auf – und weil das Konzept auch Laien schlüssig ist, wird die kleine Katzengruppe akzeptiert und nicht gestört.

Ende einer Hobbyzucht? Viele Siamkatzen sind unter den Neuzugängen im Park

Durch die große Zahl der neu hinzugekommenen Katzen ist jetzt auch der alte Bestand gefährdet. Die privaten Mittel der freiwilligen Pfleger – es gibt keine finanzielle Hilfe durch Vereine oder Gemeinde (Ayuntamiento) – reichen kaum für die Fütterung. Doch mindestens ebenso dringend müssen die Neuankömmlinge kastriert werden. Es sind viele Kater dazwischen und sowohl junge als auch alte weibliche Katzen – also alle vermehrungsfähig. Wenn nicht umgehend eingegriffen wird, explodiert der Bestand.

Nur kleine Vermittlungserfolge gibt es bisher. Einige Katzen würde ein  Tierschutzverein in Deutschland übernehmen. „Doch das kostet viel Geld: Wir müssen die Tiere impfen, mit dem Mikrochip versehen, müssen Transportkästen kaufen, nicht zuletzt fallen Flugkosten an…“ Die engagierten Tierschützer sind dankbar, dass der neue „Fressnapf“ Tiermarkt in Santa Ponca seine Unterstützung zusagt. Doch bisher ist nicht abzusehen, womit die aufkommenden Kosten gedeckt werden sollen. Die Katzenschützer bitten dringend um Hilfe: „Wir wollen natürlich alle Kätzchen in gute Hände abgeben. Wer darüber hinaus helfen möchte, kann Tierarztkosten übernehmen.“ Auch Sachspenden – Futter, Medikamente wie Parasitenschutz, Transporttaschen – werden laufend benötigt.

Wer ein Kätzchen adoptieren oder anders helfen will, möge Susanne Hoppe kontaktieren: Telefon (0034)971 740669, mobil (0034)647 916 558.

Dringendst Pflegestellen gesucht

Mittwoch, 21. April 2010

Ich zitiere aus einem e-mail vom heutigen Abend von Baldea:

Mallorquinische Haltung von Zuchthunden

“Liebe Tierfreunde,

BALDEA KONNTE HEUTE EINEM ZÜCHTER DAS HANDWERK LEGEN – LEIDER MUSSTEN WIR ALLE TIERE SOFORT MITNEHMEN, DA DIE GEFAHR BESTAND, DASS DER ZÜCHTER DIESE EINFACH IRGENDWIE VERSTECKEN; UMBRINGEN ODER SONST ETWAS WÜRDE: AUCH SIND 5  WILDSCHWEINE DABEI -

WIR SUCHEN DAHER ÜBERGANGSWEISE SOFORT PFLEGESTELLEN FÜR DIE KLEINEN HUNDE: PINSCHER; RATEROS; DACKEL UND AUCH FÜR DIE PODENCOS.

BITTE SETZT EUCH MIT Maxi – KOORDINATORIN BALDEA (672 043919) oder ELSA – SEKRETARIN BALDEA (687 752594) IN VERBINDUNG – ES IST ECHT SUPER DRINGEND!!!!!!!!!!!!”

… und würde mich freuen, wenn über pfotenpower.com jemand helfen kann! Infos zu Baldea, Dachverband der Balearischen Tierschutzvereine

Wer sucht, der findet

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Das gilt hoffentlich auch für die drei VermittlungsFELLE, die ich hier vorstelle. Pepe, Summer und Nico sind derzeit noch bei ihren Besitzern oder in Pflegefamilien, müssen aber alle aus den unterschiedlichsten Gründen neue Familien finden. Nähere Auskünfte zu den Vierbeinern gibt Susanne Hoppe unter Tel. (+34)971740669 oder e-mail susanne-hoppe(at)telefonica.net.


Gerettete Welpen suchen Zuhause

Mittwoch, 2. September 2009

welpen 09 005Seit sechs Wochen kümmert sich Monja um eine Handvoll kleine Welpen – eine Handvoll ist gut, denn es sind insgesamt fünf, und jeder einzelne passt noch auf eine normale Erwachsenenhand. Die Kleinen haben tierisch Schwein gehabt. In einem Pappkarton neben der Mülltonne gefunden, gab sie jemand bei der Polizei ab. Zufällig hatte Monja dort etwas zu erledigen und hörte die Kleinen winseln. Auf die Frage, was damit geschehe, bekam sie die Auskunft: Die Welpen seien abgegeben worden und übers Wochenende hätten die Tierheime zu, also…welpen 09 001

Gerade mal einen Tag waren sie alt, was für Monja wochenlange Tag- und Nachtschichten bedeutete, um die Mama zu ersetzen. Sie hat einen Super-Job gemacht, alle fünf sind zu echten Wonneproppen herangewachsen, die jetzt eine  Familie suchen. Die kleinbleibenden Ratero-Mixe (mallorquinische Pinscher, typischerweise schlau und treu) werden ab sofort gegen eine Schutzgebühr von 100 Euro abgegeben mit Erst-Impfung, Entwurmung und Mikrochip. Monja erreichen Sie unter (+34)608525729.

Katzenbabies suchen Zuhause

Samstag, 15. August 2009

Susanne (Tel.  971740669, mail: susanne-hoppe@telefonica.net) päppelt gerade fünf Stubentiger auf – sechs weitere sind bei einer Bekannten zur Aufzucht. Auf dem Foto fehlt von der Fünfergruppe nur ein kleines Siames-Mix.

susanne_katzen

In Natura noch niedlicher als auf diesem Foto!

Wie sie an die Fünferbande kam, ist leider mal wieder typisch Mallorca: “Mein Mann ist gerade am arbeiten, kommt eine Spanierin vorbei, und fragt ihn, ob er ein Kätzchen haben will. Da wir gerade sechs kleine mutterlose Kätzchen aufpäppeln, war unser Bedarf gedeckt. Er sagt “nein”.  Aber denkt sich, was macht die Frau da? Sieht, wie sie einen Wurf süßer, gesunder Kätzchen neben dem Stromhäuschen “entsorgt”. Was tun? Karton suchen Kätzchen einpacken, versuchen die in der Nähe lauernde Mutterkatze auch einzufangen. Tierärztin kam gleich. Alle fünf supergepflegt von der Mutter, kugelrund und süß…” Was ich nur bestätigen kann.

Wer gerade Platz für eine Samtpfote hat, melde sich bitte direkt bei ihr. Das Alter liegt bei ca 3 Wochen, sie fangen gerade an, feste Nahrung zu fressen. Da Susanne in einer Woche verreist, wäre auch ein Pflegeplatz für den Übergang bis zur Vermittlung toll!

Visite bei Pancho

Samstag, 11. April 2009

Besuch für Pancho: Die Frau, die ihn vor sechs Wochen in Palma in ihrem Hauseingang sitzend gefunden hatte, kam heute mit Tochter Paloma und deren Freund zu uns. Sie hatten wiederholt angerufen, um zu erfahren, wie es ihrem Schützling geht. Klar, dass wir sie einluden, Klein-Pancho zu sehen und sich zu überzeugen, dass es ihm gut geht.

Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende: müder Welpe Pancho

Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende: müder Welpe Pancho

Alle drei waren begeistert. Panchito präsentierte sich  vergnügt und fröhlich, und der Rest der vierbeinigen Rasselbande war ebenfalls verschmust und gastfreundlich. Maria und Familie genossen es, den Welpen ausgiebig zu knuddeln, und waren hoch erfreut, wie gut er sich entwickelt. Als sie ihn das letzte Mal sahen, war er krank und apathisch. “Jetzt bin ich erleichtert”, freute sich Paloma. Am liebsten hätten sie ihn mitgenommen, aber in ihrer kleinen Wohnung ist kein Platz und wegen der Arbeit bleibt zu wenig Zeit für einen Hund. Aber sie haben angekündigt, den Wonneproppen schon bald wieder zu besuchen.

Pancho rennt

Donnerstag, 9. April 2009

Klein Pancho entwickelt sich! Er ist ein wahres Energiebündel inzwischen und immer hungrig. Vier Mahlzeiten am Tag tragen Früchte, er ist nicht mehr so mager und baut auch Muskulatur an der “Hinterkarre” auf. Sein Laufen ist zwar immer noch seltsam, aber wir stellen fest, dass es sich verbessert. Er klettert nicht mehr mühsam die Treppenstufen herauf, sondern schafft sie schon fast wie ein “normaler” Hund zu springen. Langsames Gehen hat er aus dem Programm verbannt, Pancho rennt. Zwar fliegt ihm noch häufig das Hinterteil aus der Kurve, aber vielleicht fehlt auch hier vor allem Übung, um die Fliehkraft zu beherrschen.

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Charly liebt seine Rolle als Nanny

Zuständig für ausdauernde Trainingseinheiten ist vor allem Charly, der sich vom Welpen mit einer Engelsgeduld bespielen läßt. Pfotenbeißen, Fangen, Wettrennen – der Große bietet dem Kleinen das volle Programm und ist nicht einmal böse, wenn Pancho ihn unsanft am Fell zieht. Wenn ich mit dem Welpen meine Runden ums Haus drehe, ist Charly selbstverständlich immer dabei. Die Nachbarn fragen sich sicher schon, warum die komische Tante ständig mit den Hunden ums Haus herum geht… Aber da Pancho noch unter Resthusten leidet, waren bisher Spaziergänge in der großen Welt noch nicht angesagt. Vielleicht nehmen wir ihn heute mit, das Wetter ist schön, und wenn’s zu viel wird, packen wir ihn in die Tragetasche.

Traumhund sucht Traumfamilie

Montag, 6. April 2009

Es gab jetzt mal einige Tage nichts Neues aus der Villa Bunter Hund. Was sooo nicht stimmt – Neues gibt es immer. Ich hatte aber eine Schreibblockade, weil wir beschlossen hatten, eine Entscheidung hinsichtlich Charly zu fällen. Der ist uns richtig ans Herz gewachsen, und das gilt für alle Zwei- und Vierbeiner. Die Frage war also: Behalten wir ihn? Werden wir unserem Grundsatz untreu?

Auch wenn's schwer fällt - Charly ist bereit für ein neues Leben

Auch wenn's uns schwer fällt - Charly ist bereit für ein neues Leben

Am Samstag, nach langem Überlegen, hat der Familienrat  besprochen, ihn abzugeben. Zwei feste Hunde sind genug, denn gelegentlich zieht es uns auch in die Ferne, und es ist schon kompliziert genug, drei Sozialarbeiter (Naddel, Murphy und die Miesekatze Luna) versorgen zu lassen. Mit einem weiteren Hund vergrößern sich die Schwierigkeiten. Aber das ist nicht alles. Wir wollen auch weiterhin die Möglichkeit haben, pflegebedürftige Hunde aufzunehmen, zu päppeln, zu sozialisieren und ihnen ein gutes neues Heim zu suchen. Wie wir es mit Charly auch gemacht haben. Bei drei festen Hunden wird’s schon langsam voll hier, und auch unsere Zeit ist begrenzt.

Schweren Herzens geben wir also Charly zur Adoption frei. Ein Traumhund! Er hat sich komplett erholt von seinen Verletzungen und dem Zwingerhusten. Er hat fast 2 Kilo zugenommen, wiegt jetzt 13 kg und ist rundum gesund und gut drauf. Er ist entwurmt und seit heute geimpft und gechipt. Soweit die “technischen Daten”.

Charly ist ein super lieber Hund. Verspielt. Verschmust. Toll im Umgang mit Hunden und Katzen. Läuft auf Spaziergängen problemlos frei. Bleibt ruhig draussen tagsüber und schläft nachts ruhig durch (ok, auf der Couch, aber er jammert nicht ;-) ).  Er  benimmt sich im Auto ebenso wie an der Leine. Also, absolut pflegeleicht und eine große Freude. Wir haben jedenfalls viel Spaß mit ihm.

Und jetzt kommen Sie – helfen Sie uns, für diesen Traumhund eine tolle Familie zu finden, die ihn verdient. Am besten mit Finca oder Garten, und bestimmt würde er vierbeinige Gesellschaft auch weiterhin sehr genießen. Sie erwartet ein ausgeglichener Charmeur, der Ihnen garantiert viel Freude machen wird. Dass er auch tanzen kann, verrate ich erst demnächst!

Endlich macht sich einer nützlich

Montag, 30. März 2009

Und damit meine ich Pancho, unseren ungeplanten Neuzugang. Er war vor einigen Wochen gefunden und ins Centro Canino gebracht worden. Leider ist er nicht gesund. Er läuft, als wäre er total betrunken! Hat seine Hinterkarre nicht unter Kontrolle. Diverse Untersuchungen konnten keine Klarheit darüber bringen, ob das die Folge einer Wirbelsäulenverletzung ist oder einer Infektionskrankheit, oder ob er schon bei der Geburt Schaden erlitten hat. Man muss derzeit davon ausgehen, dass er immer ein behinderter Hund bleiben wird.

Der Kleine ist zum Anbeißen süß!

Der Kleine ist zum Anbeißen süß!

Und jetzt die gute Nachricht: Pancho macht sich da wenig draus, der ist ein fröhlicher und verspielter kleiner Kerl mit Riesenappetit. Vorgestern kam er zu uns und hat mir gleich im Garten geholfen. Endlich macht sich mal einer nützlich… Leider ist er ein lausiger Gärtner. Ob er das noch lernt?

Ansonsten können wir nach zwei Tagen noch nicht viel sagen. Er hat sich sofort eingewöhnt und orientiert, wußte ganz schnell wo Wasser und Futter zu finden sind, und durch welche Türen man gehen muss, um beim Rudel zu bleiben. Stubenrein ist er auch schon fast! Dabei ist er erst fünf oder sechs Monate alt und hat die letzten vier Wochen im Tierheim oder in der Klinik verbracht, weil ihn auch noch ein schwerer Zwingerhusten erwischt hatte. Den hat er aber schon fast auskuriert.

Wir suchen jetzt ein gutes Zuhause für den Kleinen. Gut wäre ein treppenloser Haushalt, obwohl er wenige Stufen bewältigen kann, wenn auch mit Mühe. Pancho ist klein, zur Zeit vielleicht 5 Kilo schwer, und wird auch nicht viel größer. Seine Figur ist vom Dackel, das Fell eher nicht. Jedenfalls ist er ein super süßer kleiner Kerl, der überhaupt keine Scheu vor Menschen hat und sich auch mit den anderen Hunden und der Katze prima versteht.

Wie gesagt, ob sich sein Zustand bessert, ist fraglich. Ich hoffe, dass sich zumindest durch den Aufbau der Muskulatur noch etwas mehr Stabilität entwickelt. Die grundsätzliche Frage war, ob der Kleine ein lebenswertes Leben führen kann, sonst hätte man ihn eingeschläfert. Wir sagen nach zwei Tagen: Der Kleine geht seinen Weg. Wenn auch etwas wackelig.

Hier klicken, um ein kurzes Video mit Pancho zu sehen

Und hier gibt es noch einen kurzen Film mit einem spielenden Panchito

Cocker-Welpen-Hoax

Montag, 23. März 2009

Aus wikipedia.de: “Als Hoax (engl. für Jux, Scherz, Schabernack; auch Schwindel) wird heute meist eine Falschmeldung bezeichnet, die per E-Mail, Instant Messenger oder auf anderen Wegen (z. B. SMS und MMS) verbreitet, von vielen für wahr gehalten und daher an Freunde, Kollegen und andere Personen weitergeleitet wird.”

Warum ich das hier zitiere? Weil der Cocker-Welpen-Hilferuf ein Hoax war… Das gleiche Foto wurde schon im Februar 2008 in ein spanisches Forum im Internet gestellt mit einem ähnlichen Aufruf – “ich kenne einen, der kennt einen… der…” und so weiter.

Also, keine kleinen vom Tode bedrohten Welpen… zumindest nicht in diesem Fall. Leider hätte die Geschichte aber durchaus wahr sein können, wir haben in der Tierklinik schon manchmal Hundebesitzer gehabt, die genau so mit dem Welpen-”Problem” umgingen: Wenn sie keiner will, dann müssen sie eben (anders) weg. Würg…