Artikel-Schlagworte: „homöopathie“

Kollektives Leiden

Freitag, 6. Mai 2011

Ich hätte ja gerne diese Woche noch was Schönes geschrieben. Aber nach Termindruck und Umzugsstress musste ich dann auch ein Hospital unterhalten. 75 % der Hunde in der Villa Bunter Hund wurden vorgestern krank! Appetitlosigkeit und Apathie zeigten Murphy und Charly, bei Naddel kam sogar mehrmaliges Erbrechen dazu – eine

Armer Campino - alle seine Kumpels waren unpässlich, so musste er alleine spielen

unruhige Nacht für uns alle. Gestern mittag dann setzte ich ein Ultimatum: Wer abends nicht frißt, muss zum Tierarzt. Naddel drohte ich sogar mit der Spritze! Gemein, denn das Püppchen fängt auf dem Behandlungstisch schon an zu schreien, wenn sich ihr jemand mit Injektionsabsicht nähert! Aber siehe da – abends machten alle drei schon einen besseren Eindruck und heute morgen wurden die Töpfe zumindest schon halb geleert. Ich vermute, das lag weniger an meinen bösen Absichtserklärungen, sondern mehr an der Homöopathie und den Selbstheilungskräfen. Warum sich die Drei aufs Krankenlager zurückzogen, weiß ich nicht. Derzeit sieht es aber so aus, als hätten sie es überstanden.

Campino war zwar nicht krank, litt aber trotzdem – unter Langeweile. Keiner spielte mit ihm, keiner unterstützte ihn bei der Torwache. So sind wir jetzt alle erleichtert, dass wieder mehr Leben im Haus herrscht.  Wir wünschen Lesern allen Gesundheit und ein schönes Wochenende!

Dicker Kopp

Freitag, 1. April 2011

Kiek mal – hat Naddel sich als Rottweiler verkleidet? Karneval ist doch schon länger vorbei? Oder nennt man sowas einen dicken Kopf? Dass sie ein Dickkopf ist, wissen wir doch auch ohne sichtbare Beweise…

Spaß beiseite – wir haben einen ganz schönen Schrecken bekommen. Vorgestern war’s, als die Kleine nach dem Nachmittags-Spaziergang schon im Auto anfing, Kopf und Ohren zu reiben, ein Zeichen für Juckreiz. Als ich sie anschaute – Schockschwerenot! Der Kopf war geschwollen, dass Naddel kaum noch aus den Augen sehen konnte!

Naddel mit dickem Kopp... da hat wohl etwas zugestochen

Mein erster Verdacht: Kontakt mit der Prozessionsspinnerraupe. Die Schleimhäute an Mund und Nase waren aber nicht betroffen, denn dann hätte sie gehechelt, gespeichelt, auch Atemnot hätte eintreten können. Bis auf das Jucken aber ging es Naddelchen ganz gut. Ich versorgte sie Minuten später zu Hause homöopathisch und beobachtete sie in den nächsten Stunden sehr genau. Es wäre nicht Naddel, wenn sie nicht fürchterlich leidend und schlecht gelaunt agiert hätte, aber da ich sie schon einige Jahre kenne, merkte ich bald, dass nichts allzu Schlimmes war. Und zwei Stunden später war der Kopf schon wieder fast abgeschwollen. Nur das Doppelkinn hielt sich bis gestern abend.

Ob’s die gefährliche Raupe war, oder ob ein anders Insekt zugestochen hat – wer weiß. Kontakt mit einer giftigen Pflanze schließe ich aus, da unser Dackel-Mix-Mädchen aus alt-bekannten Gründen an der Leine und somit stramm zu meinen Füßen gegangen war.

Da solche plötzlichen allergischen Reaktionen immer mal eintreten können,  finden Sie hier Informationen zur Ersten Hilfe bei Insektenstichen . Und hier zu Verletzungen durch die Prozessionsspinnerraupe. Ganz wichtig – wenn Sie sich nicht sicher sind, fahren Sie lieber früher zum Tierarzt als zu spät.

Natur heilt Husten

Mittwoch, 2. März 2011

Winter auf Mallorca – wir kriegen zwar selten Frost, aber bei  nur 10 Grad und Regen haut’s schon manchen um. Am Samstag überraschte uns ein Regenschauer beim Spaziergang. Gleich im Auto rubbelte ich Naddel trocken und setzte sie zu Hause vor die Heizung. Nützte aber nicht viel, am Sonntag begann sie heftig zu husten. Wie kann man nur so empfindlich sein! Nun kenne ich das Schnaddel-Naddelchen ja schon länger, deswegen stand ihre Therapie gleich fest.

Husten haut das Naddelchen um

Wärme, viel Liebe und einige Heilmittel aus der Natur-Apotheke halfen Naddel ganz schnell

Homöopathisch ist “ihr Mittel” bei Husten nach Kälte und Nässe Dulcamara. Das sollten Sie aber bitte nicht grundsätzlich bei Husten anwenden, denn neben der Causa müssen auch einige andere Dinge stimmen. Warum, erfahren Sie HIER . Zur Unterstützung wendete ich wie üblich folgendes an: Salbeitee mit Honig, Umckaloabo oder Propolis oder Echinacea, ein Schal um den Hals, keine Anstrengung und den Hund warm halten. Bingo! Schon gestern, am Dienstag, war kein Hüsteln mehr zu vernehmen.

Diese genannten Heilmittel aus der Natur empfehle ich grundsätzlich bei beginnendem Husten. Ist das Allgemeinbefinden sehr schlecht, stellt sich vielleicht sogar Fieber ein (beim Hund ab 39 Grad), sollten Sie doch Ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt konsultieren.

Und das Naddelchen kriegt ab sofort den Mantel an, wenn dunkle Wolken nahen.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Tierheilpraxis

Szenen aus dem Leben

Donnerstag, 25. November 2010

Sollten Sie jemals ein Glückskätzchen finden, behalten Sie es! Diese kleine Köhler-Liesel macht so viel Spaß… Nach wie vor ist sie E.D. – Everybody’s Darling. Sie spielt der Reihe nach alle Vierbeiner kaputt, ruht sich dann zwischen zwei Hunde gekuschelt aus, und hat schon lange begriffen, dass Menschen prima Tür- und Dosenöffner sind.

Schaaadeee, dass sie so schnell wächst. Aber in unserem Video sieht man andererseits gut, was für ein Prachtkerl Festus mit seinen sieben Monaten schon geworden ist. Da kann man doch auch stolz sein, denn der Kater war als Baby mehrmals schwer krank. Es gab Tage, da  niemand glaubte, dass er mal die Zwei-Kilo-Gewichtsklasse erreicht. Diese hat er (der Homöopathie sei Dank) schon lange überschritten – Köhler-Liesel arbeitet noch dran. Mit viel Input von den Dosenöffnern. Viel Spaß beim Video-Gucken! Hier geht’s zum Video

UPDATE eine Stunde später: Die meisten Hunde und Katzen liegen auf den Stühlen… Kann es sein, dass sie die Couch meiden, weil E.D. Köhler-L. doch irgendwie anstrengend ist? Also ich persönlich finde  ja, dass die Kratzer und Bisswunden meine Hände viel interessanter machen!

Wenn’s vorne juckt und hinten beißt

Mittwoch, 8. September 2010

Es ist zum wahnsinnig werden: Der Hund kratzt sich unaufhörlich. Links, rechts, an den Pfoten und am Hals, und zwischendurch beißt er sich in den Allerwertesten. „Bestimmt hat er eine Allergie“, vermutet die Nachbarin. Hatte ihrer schließlich auch. Ist auch möglich. Doch zunächst wird der Tierarzt abklären, ob andere Ursachen vorliegen. Parasiten, Stoffwechselstörungen, Hautentzündung, hormonelle oder psychische Probleme.

Wird dennoch eine Allergie diagnostiziert, fragt sich natürlich, wogegen. Häufig kann man schon aufgrund der Symptomatik die Art der Allergie eingrenzen: Sowohl  Kontaktallergie, Futtermittelunverträglichkeit als auch Atopie (ähnlich der menschlichen Neurodermitis) produzieren typische Beschwerden. Beispiel: Juckt sich Bello an Bauch und Pfoten, nachdem er eine neue Schlafdecke hat, stehen Diagnose und Therapie fest: Kontaktallergie gegen die neue Decke – die muss sofort raus. Wenn’s doch immer so einfach wäre! Oft genug reagiert der Vierbeiner nämlich gleich auf  mehrere Stoffe allergisch.

Und wie kann man dem Tier helfen? Ein Angebot aus der Naturheilkunde ist die Gegensensibilisierung, die sich besonders bei multiplen Allergenen anbietet, die nicht vorher bestimmt werden müssen. Hier wird ein wenig Blut des Allergikers modifiziert und homöopathisch aufbereitet. Die entstandenen stark verdünnten und potenzierten Lösungen werden dem Patienten nach einem genauen Therapieplan in Form von Injektionen oder Tropfen verabreicht. Diese Therapie bietet den Vorteil, dass die allergische Reaktion selbst, die ja eine Überreaktion des Immunsystems ist, gemildert oder beseitigt wird, egal gegen wie viele Substanzen sie sich richtet. Zur Unterstützung der Gegensensibilisierung wird das Tier homöopathisch behandelt. Auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel können Linderung schaffen.

Genau wie Menschen können auch Haustiere auf verschiedenste Stoffe - darunter viele pflanzliche - allergisch reagieren

Eine homöopathische Behandlung sollte der Besitzer eines Allergikers auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Der Weg ist vielleicht nicht kurz, aber keine schulmedizinische Therapie geht das Problem an der Wurzel an und heilt, anstatt zu unterdrücken. Wichtig ist, zu einem Therapeuten zu gehen, der klassisch homöopathisch arbeitet. Viele Tierärzte und auch manche Tierheilpraktiker arbeiten nur mit vorgefertigten Komplexmitteln, deren Wirkung nicht ausreichend ist.

Schulmedizinisch wird gelegentlich eine Desensibilisierung versucht: Im Verlauf einer Injektions-Kur wird der Organismus mit immer größeren Mengen des Allergens konfrontiert, an die er sich schließlich gewöhnen soll. Das dauert viele Monate und die Erfolge sind meist eher bescheiden.

Wenn wirklich überhaupt nichts hilft, bleibt nur noch, den Juckreiz mit Medikamenten zu unterdrücken, etwa mit Anti-Histaminika und Kortisonen. Ein dermatologisch versierter Tierarzt weiß diese Medikamente so einzusetzen, dass die Nebenwirkungen vertretbar bleiben.

Stellt sich die Frage, ob man Allergien vorbeugen kann. Wichtig ist, das Immunsystem zu trainieren. Wenn bei jeder Kleinigkeit Antibiotika und andere unterdrückende Medikamente gegeben werden, wird die körpereigene Abwehr unterfordert. Als Folge kann passieren, dass sie überreagiert und sich die Abwehr gegen ungefährliche Stoffe richtet – das ist dann die allergische Reaktion. Eine homöopathische Therapie regt das Immunsystem an und trainiert es.

Noch zwei Tipps: Kaufen Sie keine Tiere von Rassen, bei denen die Anfälligkeit für Allergien bekannt ist. Ihr Tierarzt kann Sie beraten. Und: bei der Hygiene nicht übertreiben. Ein Hund ist kein Kind und muss nicht wöchentlich oder gar täglich gebadet werden. Im Gegenteil – das ist höchst schädlich für seine Hautflora, die zu den wichtigsten Immun-Organen gehört. Daher: Einen gesunden Hund badet man höchstens zweimal im Jahr (und natürlich, wenn er sich in Aas gewälzt hat…).

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Erste Hilfe bei Insektenstichen

Donnerstag, 9. Juli 2009
wespennest

Spielzeug für manche Tiere, kann aber schmerzhaft werden: die Wespe

Früher Abend auf der schattigen Veranda. „Charly hat was“, unterbreche ich unsere Unterhaltung. El Blondino reibt mit seiner Pfote an der Nase, schüttelt den Kopf, schleckt immer wieder mit der Zunge über den Nasenspiegel. Ein Blick, tatsächlich – ich finde einen Stachel, winzig klein, aber doch zu sehen. „Na, haben wir wieder Insekten gejagt?“ Der Stachel lässt sich ohne Pinzette entfernen und Charly ist wieder beruhigt. Wir zunächst auch.
Eine halbe Stunde später ist seine Schnauze auf beinahe doppelte Größe angeschwollen. Durch das rechte Nasenloch kann er kaum noch atmen. Wenn die Schwellung noch zunimmt… wenn sie auch den Rachenraum betrifft – er könnte ersticken. Schnell greife ich zur homöopathischen Notfallapotheke. Einige Globuli Apis in eine Kanüle und 2 ml Wasser dazu. Durch Schütteln erreiche ich, dass sich die Kügelchen schneller auflösen. Und zack, die Lösung pur ins Maul. Inzwischen hat Christian schon eine Kühlpackung in ein Geschirrtuch gewickelt und kühlt damit vorsichtig Charlys Riesenschnute, was sich dieser gern gefallen lässt.
Mir fällt ein Erlebnis mit einem Wespennest ein, das ich eines Tages vor Jahren an der Gartenbank fand. Im gleichen Moment, als ich es entdeckte, hatte schon Dackel Felix seine Nase vorwitzig Richtung Nest gesteckt und musste sofort büßen. Ich schnappte ihn mir zwecks homöopathischer Erstversorgung. In der Zwischenzeit muß wohl Dackel Einstein geschaut haben, was los ist. Er saß plötzlich mit hängenden Ohren, vorwurfsvoll den Kopf schüttelnd neben meinen Füßen.  Während ich Einstein behandelte, war Kater Anton neugierig geworden. Schon rieb auch er vorwurfsvoll sein Näschen mit der Pfote – mein nächster Patient. und noch bevor ich mit Anton fertig  war, trat schon Kater Winzig auf den Plan. Autsch! Auch ihm verabreichte ich die aufgelösten Apis-Globuli.

Von der Wirkung der Homöopathie war ich an diesem Tag – mal wieder – selbst fasziniert. Keines meiner vier Wespenopfer entwickelte eine auffällige Schwellung, und auch die lokalen Schmerzen schienen schnell zu verschwinden. Um das Wespennest machten machten fortan dennoch alle einen großen Bogen.

Zurück zu Charly. 15 Minuten nach erster Gabe der Apis-Lösung wird seine Schnauze schon wieder kleiner. Auch die Nase ist wieder geöffnet. Das Kühlen akzeptiert er jetzt nicht mehr, er möchte jetzt bitte beleidigt, leidend und bemitleidet auf den Fliesen liegen. Lange hält er das nicht durch – als Naddel und Murphy lautstark kundtun, dass ein fremder Hund am Haus vorbeiläuft, vergisst der Blonde sein Leiden und schließt sich der Torwache an – als wäre nichts gewesen.
Und hier ist die Einkaufsliste für die Hausapotheke:
Das beschriebene Apis ist das am besten wirkende Mittel bei Insektenstichen, die eine ödematöse Schwellung, lokale Hitze und Schmerz zur Folge haben.
Ledum gibt man, wenn später entdeckt wird, dass es an der Stichstelle zu einer Verhärtung oder auch bläulichen Verfärbung kommt und wenn Druckschmerz festzustellen ist.
Bei Staphisagria herrscht starker Juckreiz vor, der auf eine Insektenstichallergie schließen lässt. Die Schmerzempfindlichkeit des Patienten ist sehr groß.
Urtica urens zeigt ein Bild wie nach Brennesselkontakt mit juckenden kleinen Bläschen.
Alle Mittel sollten in kleiner Potenz (Spanien: 5CH, Deutschland: D6) als Globuli griffbereit stehen. Im Notfall löst man 5 – 6 Globuli auf in 1 bis 2 ml Wasser (das geht gut in einer Spritze ohne Nadel) und tröpfelt die Lösung pur ins Maul.

Und hier noch Tipps zu Zeckenbissen, Dornenstichen und Hotspots

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Tierheilpraxis

Ohrenentzündungen – häufiges Problem

Mittwoch, 18. Februar 2009

„Ohrenzwang“ sagen viele Hundebesitzer, wenn ihre Tiere sich auffällig oft an den Ohren kratzen, eventuell dabei Schmerzäußerungen von sich geben. Die tierärztliche Diagnose lautet in den meisten Fällen Otitis externa, äußere Gehörgangsentzündung, und die Ursachen sind vielfältig.

Rein äußerlich ist vielleicht gar nichts zu sehen, vielleicht aber fällt an der äußeren Hörmuschel Dreck ins Auge. Auf keinen Fall sollte der Besitzer jetzt versuchen, das Ohr mit Wattestäbchen zu reinigen. Durch die Anatomie des Gehörgangs kommt man mit diesem Hilfsmittel sowieso nicht tief genug. Andererseits schiebt man damit den Dreck weiter nach innen und verschließt den Gehörgang noch mehr, was die Entzündung verschlimmern kann.

hundekopf

Hält der Hund den Kopf schrägt und zeigt ausserdem, dass er Schmerzen hat, könnte ein Fremdkörper im äußeren Gehörgang sitzen

Also – wenn sich der Vierbeiner häufig am Ohr oder an beiden Ohren kratzt, den Kopf schüttelt oder schief hält, eventuell auch Dreck zu sehen ist – ab zum Fachmann. Mit dem Otoskop kann er den Gehörgang bis zum Trommelfell begutachten, was manchmal schon reicht, um die Diagnose zu stellen. Auch die Farbe und Beschaffenheit der Absonderungen gibt Hinweise. Im Zweifel helfen Mikroskopische Untersuchungen weiter.

Und dies sind die häufigsten Ursachen für die Otitis externa:

Ohrmilben sind mit dem Otoskop meist zweifelsfrei festzustellen. Man bezeichnet den Befall auch als Ohrräude. Neben der Reinigung des Ohres empfiehlt sich der Einsatz eines Antiparasitikums. Heutzutage sind das meist Drop-On-Präparate, also Tropfen, die auf den Nacken des Hundes aufgetragen werden und innerhalb weniger Tage für Beschwerdefreiheit sorgen. In der Regel sind beide Ohren betroffen.

Das gilt auch für bakterielle Entzündungen. Durch das Otoskop sieht der Tierarzt, dass die Schleimhaut in den Ohren gerötet ist, vielleicht tritt Eiter aus. Bei fortgeschrittener Entzündung fällt sogar auf, dass die Ohren und die nähere Umgebung sich heiß anfühlen. Dieser Patient hat mit Sicherheit Schmerzen. Schulmedizinisch wird eine derartige Infektion mit Antibiotika behandelt. Aus naturheilkundlicher Sicht ist dies zu vermeiden, denn das bedeutet, die Erkrankung zu unterdrücken. Der Tierheilpraktiker versucht daher, die Ursache zu finden. Das kann zum Beispiel eine Allergie sein. Besonders bei immer wiederkehrenden Ohrenentzündungen ist das Problem unbedingt ursächlich zu behandeln, denn die lokale bzw. äußere Therapie durch antibiotische Salben und Spülungen ebenso wie die generalisierte Therapie mit Antibiotika als Spritzen oder Tabletten heilt nicht die Ursache, sondern bekämpft nur vorübergehend die Symptome, nämlich die Entzündung.

Ob nur einmal oder immer wieder auftretend, homöopathisch ist die Otitis gut therapierbar. Das richtige Mittel zur richtigen Zeit heilt nachhaltig, und bis zur Besserung muss es keinesfalls länger dauern, als bei einer schuldmedizinischen Behandlung.

Auch durch Pilze können Ohrenbeschwerden ausgelöst werden. Da ein Pilz grundsätzlich Zeichen eines schwachen Immunsystems ist, genügt es auch hier nicht, lokal zu behandeln. Man sollte unbedingt durch Homöopathie oder Phytotherapie (Kräuterheilkunde / Nahrungsergänzungsmittel) die körpereigene Abwehr unterstützen.

Es gibt noch den Spezialfall, dass der Hund nur auf einer Seite Ohrenprobleme zeigt, kann ein Fremdkörper Schuld sein. Wenn das Tier ganz plötzlich den Kopf schief hält und beim Anfassen Schmerzen zeigt, dann steckt vielleicht (typisch für Mallorca im Frühsommer) eine Granne im Gehörgang oder ein anderer Fremdkörper. Dieser muss unbedingt entfernt werden, was möglicherweise nur unter Narkose möglich ist. Wird kein Fremdkörper gefunden, kann es sich auch um einen Insektenstich handeln.

Gibt der Tierheilpraktiker oder der Tierarzt Anweisung, die Ohren regelmäßig zu reinigen, empfehlen sich zwei Rezepte aus der Kräuterküche. 20 Tropfen Calendula-Tinktur auf 100 ml Wasser oder Kochsalzlösung reinigt, beruhigt die Schleimhaut und wirkt antibakteriell. Auch ein Teil Apfelessig mit zwei Teilen Wasser ergibt eine wirkungsvolle Ohrspülung. Nur wenn das Trommelfell unbeschädigt ist, gibt man mit Hilfe einer Einwegspritze einige Milliliter der Lösung in den Gehörgang und verteilt durch sanfte Massagen am unteren Ohransatz die Lösung im ganzen äußeren Gehörgang. „Bitte zurücktreten“ empfehle ich, wenn sich der Hund anschließend schüttelt…

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Fit im Alter mit Homöopathie

Sonntag, 1. Februar 2009

Altwerden ist keine Krankheit, aber leider kommt häufig das Eine nicht ohne das Andere. Was kann man tun, um seinem Vierbeiner das Altern zu erleichtern? Die Homöopathie bietet bewährte Mittel.

Wichtig ist beim alternden Haustier ein regelmäßiger Check beim Tierarzt, mindestens einmal jährlich. Dabei wird der Vierbeiner sprichwörtlich auf Herz und Nieren untersucht. Denn diese Organe leiden am häufigsten an Abnutzung oder Ermüdung.

Vor allem für alte Tiere ist Gesundheit wichtig

Vor allem für alte Tiere ist Gesundheit wichtig

Doch nun zu den gewöhnlichen altersbedingten Problemen: Wenn Ihr alternder Liebling einen insgesamt schlappen Eindruck macht und eine spezielle Ursache vom Tierarzt ausgeschlossen wurde, kann Arnica C200 vitalisierend wirken. Nur einmal wöchentlich gibt man dem Hund davon zehn, der Katze fünf Globuli ein (in wenig Wasser auflösen und pur ins Maul).

Altert das Tier nach einer überstandenen Krankheit sehr schnell, wirkt es ausserdem erschöpft, sieht struppig aus, sucht die Wärme und ist nachts unruhig, kann Arsenicum album C30 für neue Lebenskraft sorgen. Crataegus D1 wird gegeben, wenn das Herz Schwächen zeigt. Auch Kalium carbonicum D4 wirkt kräftigend auf Herz und Niere, auch begleitend zur schulmedizinischen Therapie, etwa wenn sich infolge der Herzschwäche Wasser in Lunge oder Bauchhöhle sammelt.

Hat das Tier auffallend stärkeren Durst als früher, kann dies auf Mercurius hinweisen. Sollte der Tierarzt in diesem Zusammenhang eine Niereninsuffizienz diagnostizieren, ist diese Arznei angezeigt. Bei Nierenschwäche ohne Durst kommt eher Lycopodium C30 in Frage. Auffallend ist hier, dass der Patient immer schon nach wenigen Bissen satt ist, der Kot knollig und die Blähungen kaum zu ignorieren.

Kommt es bei Ihrem Vierbeiner zu Altersvergeßlichkeit, besonders bei früh alternden Rassen, ist er ausserdem launisch und träge, dann gibt Barium carbonicum D12 noch eine Gnadenfrist. Es kann sehr gut durch Ambra D6 ergänzt werden. Die Vergesslichkeit kann sich zum Beispiel äußern dadurch, dass das Tier nicht mehr weiß, auf welcher Seite sich die Tür öffnet. Oder die Katze vergisst, wo ihr Klo steht. Oder wie eine Patientenbesitzerin  über ihren Hund erzählt: „Da hat er auch manchmal plötzlich auf der Strasse gestanden, komisch geguckt, die Richtung gewechselt und ist ganz treu und doof anderen Leuten hinterher gelaufen…“

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Unterstützung für die Rekonvaleszenz

Sonntag, 1. Februar 2009

Natürlich macht sich jeder Hunde- oder Katzenbesitzer Sorgen, wenn eine Operation seines Vierbeiners ansteht, zum Beispiel eine Kastration. Die Homöopathie bietet Möglichkeiten, den Eingriff für Hund und Katze erträglicher zu machen.

Als gute Operationsvorbereitung geben Sie Ihrem Vierbeiner beginnend zwei Tage vorher abwechselnd Arnika D6 und Hyperikum D6. Der Abstand zwischen den einzelnen Gaben sollte idealer Weise drei Stunden betragen, wenn dies nicht praktikabel ist, empfehle ich die Verabreichung wenigstens 3 mal täglich. Auch nachdem der Patient aus der Narkose erwacht ist, fährt man mit dieser Kur fort, hier sind häufige Gaben besonders wichtig. Zwei Tage nach der OP vergrößert man die Abstände auf 2 bis 3 mal täglich und macht so noch 5 Tage weiter.

Was das bewirkt: Arnika verringert Blutungen und Blutergüsse sowie Schwellungen. Zudem hat es eine kreislaufstützende Wirkung. Hyperikum vermindert die Schmerzhaftigkeit. Beides zusammen bewirkt eine schnellere Regeneration des Gewebes und beschleunigt damit die Heilung. Diese Kur ist deshalb vor und nach allen operativen Eingriffen (auch Zahnextraktionen) ebenso wie nach Unfällen sinnvoll.

Mit homöopathischen Mitteln läßt sich die Heilung nach Verletzungen, Operationen oder Krankheiten beschleunigen

Mit homöopathischen Mitteln läßt sich die Heilung nach Verletzungen, Operationen oder Krankheiten beschleunigen

Auch andere Homöopathika sind empfehlenswert, um einen tierischen Patienten nach Krankheiten oder Verletzungen wieder auf die Beine zu bringen. China hat sich bewährt zur Rekonvaleszenz nach starkem „Säfteverlust“, verursacht durch Blutungen, Erbrechen oder Diarrhoe. Man gibt es zweimal täglich in der Potenz C30. Ist das Tier nach einem schweren Eingriff besonders schwach, hilft ihm Acidum phosphoricum, bei auffallender Blässe der Schleimhäute gibt man besser Ferrum phosphoricum, das die Blutbildung anregt. Um nach lang andauernden und hoch dosierten Medikamentengaben die Leberfunktion zu unterstützen, empfehlen sich Lycopodium oder Arsenicum album. Auch Carduus marianus ist ein gutes Leberschutzmittel, das schon begleitend zu anderen Medikamenten vorbeugend einzusetzen ist.

Nach Knochenbrüchen oder Knochenoperationen verstärkt Symphytum die Heiltendenz. Schlecht heilende Wunden brauchen Calendula-Salbe äußerlich und Staphisagria C30 innerlich. Eine hervorragende Unterstützung bietet hier die Therapie mit Laserlicht, das die Zellteilung und damit die Heilung des Gewebes beschleunigt. Wenn man die Operations- oder Wundnarbe mehrmals mit Laserenergie bestrahlt, beugt man ausserdem energetischen Beeinträchtigungen durch das Granulationsgewebe vor.

Auch aus dem Bereich der Bachblütentherapie gibt es wirksame Rezepte, um Krankheits- oder Operationsfolgen zu beeinflussen. Wenn zum Beispiel das Tier sich selbst aufgibt, keinen Lebenswillen mehr zeigt, kann die richtige Blütenmischung seinen Lebensmut wieder aktivieren. Auch Spätfolgen wie Ängste durch schlechte Erfahrungen lassen sich mindern. Sprechen Sie darüber mit einem Therapeuten.

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Homöopathie für Tiere

Sonntag, 25. Januar 2009
Homöopathie - die Kraft der kleinen Kügelchen

Homöopathie - die Kraft der kleinen Kügelchen

Der eine oder andere von Ihnen hat sicher schon von Homöopathie gehört.  Zu Recht wird sich mancher von Ihnen inzwischen die Frage stellen: Was ist das eigentlich? Wie sehen Globuli aus? Und warum helfen diese winzigen Zuckerkügelchen bei Krankheiten?

Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. Das ist die Simileregel, das Gesetz der Homöopathie, Ende des 18. Jahrhunderts vom Arzt Samuel Hahnemann formuliert, und seitdem in unzähligen Fällen erfolgreich praktiziert. Genauer gesagt heisst es, dass ein Arzneimittel die Symptome, die es bei einem Gesunden auslöst, bei einem Kranken heilen kann. Hahnemanns erster Selbstversuch ist das beste Beispiel: Er nahm Chinarinde ein und bekam die Symptome des Wechselfiebers, der Malaria. Als er  unabhängig davon einen richtigen Malariaschub bekam, heilte er sich mit eben dieser Chinarinde.

Um die Symptome, die das Arzneimittel erregen kann, herauszufinden, führt man auch heute noch Arzneimittelprüfungen an gesunden Probanden durch. Diese nehmen kleine Dosen des Arzneimittels über einen bestimmten Zeitraum ein und geben exakt die entstehenden körperlichen und seelischen Veränderungen an. Als Ergebnis dieses Versuchs steht das Arzneimittelbild, sozusagen ein Katalog der Symptome.

Aus einer genauen Anamnese, also einer eingehenden klinischen Untersuchung und einer tiefgreifenden Befragung (beim Tier natürlich des Besitzers!), gehen die Symptome des Patienten hervor. Wenn diese Symptome sich in einem Arzneimittelbild wiederfinden, hat man die heilende homöopathische Arznei gefunden.

Da bei puren Substanzen schon bei der Arzneimittelprüfung natürlich die Nebenwirkungen erheblich wären – schließlich gibt es homöopathische Arzneien wie Arsen oder Quecksilber -, verdünnte Hahnemann die Mittel und potenzierte die Wirkung durch eine spezielle Verschüttelung. So nahm er ein Teil der Ursubstanz zusammen mit zehn Teilen des Verdünners (Wasser, Alkohol o.ä.), verschüttelte dieses (= potenzieren) und gewann damit die Potenz D1. Diese widerum mit zehn Teilen Verdünner verschüttelt ergab die D2. Und so fort: Erstaunlicherweise ist die heilende Wirkung der Homöopathie am stärksten in den sogenannten hohen Potenzen, wo von der eigentlichen Arznei chemisch nichts mehr nachzuweisen ist! Es gibt 1000er Potenzen und sogar Verdünnungen zu 50.000!!! Um C-Potenzen herzustellen, ist der Ablauf gleich, nur mischt man grundsätzlich 1 : 100 Teile.

Es heisst wegen dieser Verdünnung immer, dass die Homöopathie eine Therapie ohne Nebenwirkungen ist, die „sanfte Medizin“. Womit der Patient aber eventuell konfrontiert wird, ist die sogenannte Erstreaktion, auch häufig als Erstverschlimmerung bezeichnet. Sie lässt einzelne Symptome scheinbar schlimmer werden, insgesamt aber fühlt sich der Kranke deutlich besser. Auch kann passieren, dass manche „alte“, schon fast vergessene Krankheitszeichen wieder auftauchen. Dies ist ein gutes Zeichen in der homöopathischen Therapie, denn der Heilungsverlauf soll rückwärts verlaufen und wird dann alle bisher aufgetauchten Symptome nicht nur unterdrücken, sondern heilen.

Wichtig zu wissen ist noch, dass etwa 3000 Substanzen in homöopathischer Form als Arzneimittel erhältlich sind. Entsprechend kniffelig ist die Aufgabe, für das Tier das entsprechende Mittel herauszufinden. In einzelnen Arzneimittelbildern finden sich 1000 und mehr Symptome, die mit einem vorliegenden Fall abzugleichen sind. Durchfall zum Beispiel ist nicht gleich Durchfall: Hier unterscheidet man Farbe, Konsistenz, Geruch, Beimengungen wie Blut oder Schleim, die Tageszeit mit den heftigsten Beschwerden, die auslösende Ursache, verbessernde oder verschlimmernde Verhältnisse, u.s.w. Besonders bei langwierigen chronischen Krankheiten sind also detaillierte Angaben des Besitzers zu ihrem Tier für den Homöopathen sehr wichtig, um aus dem Patienten wieder ein gesundes Familienmitglied zu machen.

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