Wonne oder Ohnmacht?

28. Februar 2011

Kiki, die hier ihren Hund Luki frisiert, schickte mir das Foto. Sie behauptet dazu, der Hund sei während der Prozedur vor Wohlfühl-Wonne in den Schlaf gesunken. Ich hätte  ja vermutet, er ist in Ohnmacht gefallen, als er sein Frauchen mit der Schere nahen sah… Vielleicht hat ihm jemand gesteckt, wie unser Murphy aussah, als wir ihn noch selbst gestylt haben. Wir waren nicht wirklich talentiert, das gebe ich zu. Das Ergebnis von Luki und Kiki schaue ich mir zeitnah an und nehme Taschentücher mit. Ob’s Lachtränen werden oder ob mich das Mitleid übermannt, sehen wir dann ;-)

“Drachentöter”

22. Februar 2011

Um 14.30 Uhr fuhr ich zum Schwimmen. Um 14.40 Uhr kam Christian nach Hause. In der Zwischenzeit muss sich ein unbeschreibliches Drama abgespielt haben.

Erst sein Rekord-Unterbiss und jetzt auch noch das...

Die Leiche lag auf dem Weg vor der Veranda.

Alle Hunde taten, als wüssten sie von nichts. Eigentlich war es also wie immer. Bis auf die Leiche.

Als ich nach Hause kam, kehrte Christian gerade mit den Hunden vom Spaziergang zurück. Während er die Halsbänder abnahm, sah ich zufällig Murphys blutendes Maul. Ich schaute genauer hin. Die Verletzung war „nicht ohne“, wie man so schön sagt. Wir konnten uns keinen Reim drauf machen, was passiert war. In der Klinik beschlossen wir, dass es sinnvoll ist, den Mundwinkel zu nähen.

Hinterher erzählte mir Christian, dass er die Leiche im Vorgarten gefunden hat. Eben auf dem Weg. „Soooo groß“. Ich konnte sie auf dem Komposthaufen bewundern, und sie war für eine Ratte wirklich „nicht ohne“, wie man so schön sagt. In beschriebenen 10 Minuten jeglicher menschlicher Abwesenheit auf unserem Grundstück muss die Ratte die Idee gehabt haben, die Weltherrschaft übernehmen zu wollen. Sie hatte nicht mit Murphy gerechnet.

Hätte ich auch nicht. Bis vor kurzem hatte Murphy Angst vor Ratten. Jedenfalls vor den Ratten (und rattenähnlichen Nagern), die Miesekatze Luna manchmal im Haus frei lässt. Aber an diesem Tag mutierte er zum Drachentöter. Unser Held.

Das Maul aufgerissen hat er vorher auch schon sehr gerne. Jetzt reißt er es, trotz Reparaturversuch, noch weiter auf. Wodurch so ein Haushund alles zu Schaden kommen kann…

Splish splash I was taking a bath…

13. Februar 2011
nasse Katze Luna

Springt doch heute morgen eine klatschnasse Katze durchs Fenster ins Schlafzimmer. Da wir zwei schwarze Katzen haben und selbige selten triefend antreffen, musste ich zwei Mal hinschauen, um Luna zu identifizieren. Diese war nicht nur pitschnass, sondern auch äußerst schlecht gelaunt. Vermutlich ist sie auf der Baustelle nebenan in den unfertigen Pool gefallen. Dieser ist zum Glück mit einer breiten Treppe ausgestattet. Da er nur zu einem Drittel gefüllt ist, wäre er sonst eine Todesfalle für Katzen. Warum ich glaube, dass unsere Miesekatze in diesem Loch war und nicht in einem anderen Schwimmbecken in der Nachbarschaft? Ganz klar - sie roch nach Brackwasser, nicht nach Chlor. Wir haben ihr dann zum Trocknen einen Stuhl vor den Heizkörper gestellt - gleich, nachdem ich das Foto geschossen habe ;-) . Tja, freilaufende Katzen leben gefährlich - aber natürlich.

All-Inclusive im Katzenzimmer

6. Februar 2011

„Ich glaube, wir werden ausgenutzt“, warnt mich Christian vor wenigen Tagen. Dass ich nicht lache…

Wilma im Katzenzimmer. Freundlich oder gar dankbar guckt anders, oder?

Wenn ich das Katzen-Kinderzimmer betrete, wo die verwilderte Hauskatze Wilma(ma) von uns genötigt wurde, ihre Brut aufzuziehen (damit die fünf Welpen nicht im Nachbargarten vom Hund getötet werden), wo jetzt immer reichlich Futter bereit steht, damit die beiden „Restposten“ aus Wilma(ma)s Wurf sowie Everybody’s Darling Köhler, unser Nesthäkchen, unbehelligt von unseren Hunden ihre Figur pflegen können, wo eigentlich Wilma(ma) nichts mehr zu suchen hat, denn sie hat ja näheren Kontakt zu uns offensichtlich verweigert, und darüber hinaus mich ständig behandelt wie eine äußert unbeliebte Putzfrau, wenn ich also das Zimmer betrete – wen treffe ich dort an? Richtig. Wilma(ma). Sie hat’s begriffen: Das Fenster immer geöffnet, Futter vorrätig und das Katzenklo gepflegt (welcher Stubentiger will schon bei Regen nach draussen gehen?), dazu gibt es ein weiches Bett und Kommunikation mit Kindern und Artgenossen. Wilma(ma) ist quasi bei uns eingezogen. Und hat All-Inclusive gebucht.

Nun gut, wenn das alles wäre. Da wir Wilma(ma) vor nunmehr 9 Monaten mit ihren Nachkömmlingen vorübergehend in Schutzhaft nahmen, gestehen wir ihr das Recht zu, sich weiterhin an unseren Futternäpfen zu nähren. Doch vor einigen Tagen ging Christian ins Zimmer, um die Näpfe korrekt zu befüllen, und sieht was? Ein riesengroßer roter Kater flitzt aus dem Zimmer! Und Wilma unters Bett. Schlechtes Gewissen? Ich amüsiere mich köstlich, als Christian mir die Begebenheit erzählt. Zum Glück haben wir ja die Wilma letztes Jahr kastrieren lassen, so dass kein weiterer Nachwuchs ins Haus steht. Aber sie scheint sich inzwischen sehr heimisch zu fühlen, da sie sich sogar traut, Besuch zum Essen einzuladen!

Der Hammer aber passierte gestern Abend. Wir saßen gemütlich mit Freunden nach dem Essen im Wohnzimmer. Plötzlich erscheint ein heller Schatten im Fenster. Dort, wo normalerweise Luna, Festus, Momo und auch Köhler Einlass begehren, wenn keine Tür geöffnet ist. Doch bei näherem Hinsehen entdecken wir was? Richtig. Es schaut nicht eine der unseren, sondern eine fremde Katze ins Zimmer! Groß, grau-weiß gescheckt und sehr gut genährt. Wollte sie checken, ob alle Hunde im Wohnzimmer sind, so dass die „Luft rein“ ist, sie also unbehelligt den Vorgarten durchqueren und an den Futternapf im Katzenzimmer gelangen kann?

Tja. Mir scheint auch, wir werden ausgenutzt. Wilma behandelt mich übrigens weiterhin wie eine ganz Blöde, ganz Doofe, mit der man das prima machen kann.

Alle Jahre wieder

3. Februar 2011

Da sind sie wieder, die Raupen der Prozessionsspinner. Bedrohlich aufgrund der kleinen Haare, die extreme allergische Reaktionen auslösen können. Und leider auf Mallorca sehr verbreitet. Typisch sind die Kokon-Nester, die von weitem aussehen wie in Pinien hängende, schmutzige Wattebäusche. Ebenso die Fortbewegung, für die sich die Raupen wie Kettenglieder aneinander reihen. Vorsicht – fassen Sie keine Raupen an und verhindern Sie, dass Ihr Tier dran schnuppert oder sie gar in den Mund nimmt. Vor allem Hunde- und Katzenwelpen sehen die Raupen als spannendes Spielzeug an – was äußerst gefährlich werden kann. Ausführliche Infos zu Erste-Hilfe-Maßnahmen finden Sie hier .

Vierbeiner zum Kennenlernen

13. Januar 2011

Single-Portals im Internet haben Hochkonjunktur – aber es ist möglich, abseits vom Bildschirm, im wahren Leben, Menschen kennen zu lernen. Besonders, wenn man einen Hund mit sich führt.

In Hunde-Begleitung lernt es sich besser kennen - WENN man die richtige Rasse an der Leine hat

„Ach Gott, ist der Süß!“ So fängt es häufig an. Wer mit seinem Hund unterwegs ist, muss sich nicht schminken oder stylen. Der erste Blick gilt sowieso immer dem Vierbeiner. Gerade deswegen sind Hunde sehr gute Flirthilfen – DIE Chance für Singles auf Partnersuche.

Durch den Hund kommt man schnell ins Gespräch, und auch das Thema steht sofort fest – der Vierbeiner nämlich. Harmonieren zwei Menschen auf diesem Gebiet, dann kann man sich langsam an andere Inhalte wagen.

Doch bevor Sie sich jetzt irgendeinen Carnivoren (= Fleischfresser) bei entfernten Bekannten borgen – Vorsicht! Nicht jeder Pfiffi eignet sich gleichermaßen zum Flirten. Hier ist die Liste der Top-Single-Leben-Beender:

Am erfolgreichsten begleiten Sie einen Golden Retriever durch den Stadtpark. Sage und schreibe 71 Prozent aller Befragten einer Umfrage fanden dieses Rasse attraktiv. Und diese Sympathie wird häufig auf den Halter übertragen. Dalmatiner werden immerhin noch von der Hälfte aller Befragten als flirttauglich angesehen. Nur knapp dahinter landete der allseits bekannte Deutsche Schäferhund, und auch Dackel haben einen großen Fanclub.

So weit die geschlechtsneutralen Flirt-Hilfen. Beim Jack-Russel-Terrier sind 45 Prozent aller Männer der Meinung, „das Frauchen kann man mal ansprechen“. Doch ein Mann mit Terrier ist nur für wenige Frauen ein attraktives Objekt. Mops-Besitzer gewinnen gar nur 13 Prozent der Frauen-Herzen – umgekehrt läuft es deutlich besser. Und Pudel-Herrchen… gehen schon gar nicht (bitte jetzt nicht steinigen, ich bin nur der Überbringer der Nachricht!).

Völlig egal ob Mann oder Frau – ganz übel schneiden Zwergpinscher und die „Kampfhunde-.Rassen“ ab. Wer also jemanden kennen lernen will, sollte diese Rasseangehörigen besser zu Hause lassen (natürlich erst nach einem ausgiebigen Spaziergang).

Mit einer Einschränkung – Welpen sind immer hilfreich, um Leute kennen zu lernen. Da ist die Rasse egal, denn junge Hunde wie kleine Kinder sind immer „süß“.

Wehe, wenn sie los gelassen

29. Dezember 2010

Unter uns Zweibeinern hält sich das Gerücht, WIR würden unsere Vierbeiner erziehen. Andersrum wird gelegentlich eher ein Schuh draus. So konditionierten uns die Sozialarbeiter der Villa Bunter Hund erfolgreich auf regelmäßige Futter- und Ausflugszeiten. Und Naddel hat es sogar geschafft, uns beizubringen, an der Leine zu gehen.

Es brauchte natürlich mehrere Schlüsselerlebnisse, bis sie uns so weit hatte. Jedes dauerte mehrere, das längste sogar über sechs Stunden – in denen wir Naddel und Murphy suchten. Denn im vergangenen Sommer konnten wir uns auf wenig verlassen, außer dass uns unsere Hunde verlassen, wenn wir Naddel die Kontrolle überlassen.

Inzwischen bevorzugen wir daher die physische Verbundenheit mittels Brustgeschirr und Flexi-Leine. „La princesa“ hat darauf nicht immer Lust, kann uns aber nur noch selten zum Verzicht überreden. Am vergangenen Wochenende, bei strahlendem Sonnenschein auf Mallorca, trauten wir uns mal wieder.

Leinenzwang für Naddel - sicher ist sicher

Die Vorbereitung: Jeder hat sein Handy dabei und niemand Termine bis in den Abend hinein. Zudem wählten wir ein Gelände weit abseits jeglicher menschlicher Besiedlung, denn im Gegensatz zu früheren Aktionen, die sich mehr auf wild lebende Kaninchen konzentrierten, hat Naddel heute vorwiegend Katzen im Kopf. Und die leben in kleinen Gruppen in einigen Urbanisationen in unserer Nähe. Naddel kennt diese Kolonien. Alle. Und sie ist überzeugter Verfechter von regelmäßigen Inventuren.

Aber zurück zur Versuchsanordnung. Wir gehen zwei Tage nacheinander die gleiche Strecke. Am ersten Tag halten wir die kleine Hunde-Chefin konsequent am Band. Das ist zwar beim Gang über schmale, dicht bewachsene Trampelpfade an der Steilküste mühsam und nervig, aber sicher. Die drei Jungs bleiben brav in unserer Nähe. Wenn sie mal übermütig zu weit vorpreschen, kommt immer binnen weniger Minuten einer zurück, um zu schauen, ob wir Gottähnlichen noch dabei sind.

Am nächsten Tag lassen wir Naddel los, wenn auch erst in sicherer Entfernung von mit Katzen bewohntem Gebiet. Anfangs bleibt sie in meiner Nähe. Kommt noch einmal fröhlich wedelnd zurück zu uns und macht einen auf „treuester Hund von Welt“. Dann sehen wir sie weit, weit vor uns. Die Jungs im Gefolge. Dann sehen wir sie nicht mehr. Keinen von den Vieren. Ziemlich lange.

Wir synchronisieren:

Naddel: „Los Jungs, gebt Gas. Wir sind frei!!! Frei frei frei!!!“

Murphy (der Naddel schon immer hörig war): „Aye Aye, Käptn… volle Kraft voraus!“

Alle rennen weiter.

Charly: „Wo sind denn die Götter?“

Naddel: „Egal! Die kommen schon klar ohne uns. Los, weiter!“

Campino (der sich endlich bei Menschen sicher fühlte): „Ich weiß ja nicht… Wenn die den Weg nicht finden? Ich fand die inzwischen ganz nett.“

Charly (der grundsätzlich gerne drei Kilometer extra rennt): „Ich lauf schnell zurück und schau nach ihnen!“

Naddel: „Schnauze und hier geblieben! Ihr Schisser!!! Feiglinge! Vorwärts!!!“

Mit dieser oder ähnlicher Diskussion brettern sie durch die Landschaft, bis Chefin Naddel sich auf eine Kaninchenfährte konzentriert und sich die Jungs unauffällig davon stehlen können. Wir treffen sie wenige Kilometer weiter, und zumindest Charly und Campino wirken ziemlich erleichtert. Naddel holt uns später ein, als wir schon auf dem Rückweg sind. Sie tut so, als wäre sie sehr, sehr froh, uns zu sehen. Schauspielerin. Denn hätten wir nicht inzwischen Murphy angeleint, wäre der wieder mit ihr unterwegs in Richtung Dorf – Katzen zählen. Zum Glück geht unsere Prinzessin aber ungern ohne Gefolge…

Frohe Feste!

22. Dezember 2010

Allen Freunden

der Villa Bunter Hund

wünschen wir ein

wunderschönes

Weihnachtsfest

und für das neue Jahr

viel Pfotenpower,

Glück und Gesundheit!

“Bock” auf Golden Retriever Darko?

15. Dezember 2010

Wieder einmal ein Hilferuf - ich zitiere: "Dieser Goldschatz heisst Darko, er ist fast vier Jahre alter Golden (Rüde, nicht kastriert). Meine Nachbarin kennt den Besitzer und er möchte den Hund abgeben, da er "kein Bock" mehr auf ihn hat. Er hat Darko wohl damals für seine Enkelkinder gekauft, aber jetzt stört der Hund. Darko ist mit Kindern aufgewachsen und daher sehr kinderlieb." Pfotenpower würde es toll finden, wenn jemand "Böcke" auf diesen tollen Hund hätte. Bitte mit Dolores per e-mail in Verbindung setzen (deutsch, spanisch, englisch): d.cecilia(at)hotmail.com

Schöner wohnen mit Kater Festus

11. Dezember 2010
Kater Festus im Brotkorb

Wenn alle Schlafkörbchen besetzt sind, geht Kater Festus in den Brotkorb


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