“Drachentöter”

Um 14.30 Uhr fuhr ich zum Schwimmen. Um 14.40 Uhr kam Christian nach Hause. In der Zwischenzeit muss sich ein unbeschreibliches Drama abgespielt haben.

Erst sein Rekord-Unterbiss und jetzt auch noch das...

Die Leiche lag auf dem Weg vor der Veranda.

Alle Hunde taten, als wüssten sie von nichts. Eigentlich war es also wie immer. Bis auf die Leiche.

Als ich nach Hause kam, kehrte Christian gerade mit den Hunden vom Spaziergang zurück. Während er die Halsbänder abnahm, sah ich zufällig Murphys blutendes Maul. Ich schaute genauer hin. Die Verletzung war „nicht ohne“, wie man so schön sagt. Wir konnten uns keinen Reim drauf machen, was passiert war. In der Klinik beschlossen wir, dass es sinnvoll ist, den Mundwinkel zu nähen.

Hinterher erzählte mir Christian, dass er die Leiche im Vorgarten gefunden hat. Eben auf dem Weg. „Soooo groß“. Ich konnte sie auf dem Komposthaufen bewundern, und sie war für eine Ratte wirklich „nicht ohne“, wie man so schön sagt. In beschriebenen 10 Minuten jeglicher menschlicher Abwesenheit auf unserem Grundstück muss die Ratte die Idee gehabt haben, die Weltherrschaft übernehmen zu wollen. Sie hatte nicht mit Murphy gerechnet.

Hätte ich auch nicht. Bis vor kurzem hatte Murphy Angst vor Ratten. Jedenfalls vor den Ratten (und rattenähnlichen Nagern), die Miesekatze Luna manchmal im Haus frei lässt. Aber an diesem Tag mutierte er zum Drachentöter. Unser Held.

Das Maul aufgerissen hat er vorher auch schon sehr gerne. Jetzt reißt er es, trotz Reparaturversuch, noch weiter auf. Wodurch so ein Haushund alles zu Schaden kommen kann…

Ein Gedanke zu „“Drachentöter”

  • 24. Februar 2011 um 13:49
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    Ach nee, dieser Artikel ist die Kroenung! Hat das etwas mit der Luft auf Mallorca zu tun?Ein Literaturpreis ist greifbar nah… Man sagt Lachen ist gesund, also bin ich superdupergesund! Freue mich schon auf den naechsten Artikel.

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