Futter aus dem Labyrinth

WERBUNG — Ayla frisst nicht, sie inhaliert. Schon während man ihren Napf füllt, läuft ihr links und rechts der Sabber von den Lefzen. Stellt man ihr die Schüssel hin und gibt sie frei, hat sie innerhalb von Sekunden ihre Ration verputzt – in diesem Zeitraum ist zum Beispiel Charly noch damit beschäftigt, sich ein Bild über Inhaltsstoffe, Qualität und Genießbarkeit des Menüs zu machen. Während er in aller Ruhe seinen Teller leert, muss Frauchen Ayla von Mundraub und feindlichen Übernahmeversuchen abhalten – und sich davor hüten, Aylas flehendem Blick nach „Mehr“ nachzugeben.

Ayla ist also ein echter Schlinger. Würde sie sich an einem großen Beutetier ernähren, müsste sie sich hier Stück für Stück ihrer Nahrung erarbeiten und, wenn die Stücke zu groß ausfallen, diese zerkleinern. So käme es automatisch zu einer langsameren Nahrungsaufnahme. In der Haushund-Welt aber wird sie teilweise mit gewolftem (also zerkleinertem) Fleisch, teilweise mit Selbstgekochtem, teilweise mit Fertigfutter versorgt. Da gibt es keine großen Stücke, die sie sich zwischen die Pfoten klemmen und zerteilen muss. Alles ist mundgerecht vorbereitet und kann problemlos ohne Vorarbeit geschluckt werden.

Ayla schaltet beim Fressen gerne in den Turbo-Mordus. Der Anti-Schlinger-Fressnapf zwingt zur langsamen Futteraufnahme

So wie Ayla sind viele Hunde echte Schnellfresser. Im Grunde liegt das in ihrer Natur. Wölfe befinden sich häufig in Futterkonkurrenz durch das Rudel – wer schnell frisst, bekommt von der Beute mehr ab. Nachdem sie sich den Bauch vollgeschlagen haben, erbrechen sie gerne das Futter an einem ruhigen Ort und fressen es dann noch einmal. Im modernen Haushalt ist dieses Verhalten nicht beliebt.

Das übermäßige Schlingen lässt sich nur schwer abtrainieren. Doch bei manchen Hunden verursacht es echte Probleme. Gerade beim Verschlucken größerer Mengen Trockenfutters wird kaum Speichel produziert, was den Aufwand für den Magen erhöht. Er muss viel Magensaft ausstoßen, um das Futter für die weitere Verarbeitung im Darm zu präparieren. Bei manchen Hunden belastet das die Magenschleimhaut und kann eine Gastritis auslösen. Andere Tiere verschlucken beim Schlingen Luft, was zu Bauchschmerzen, Blähungen und sogar Krämpfen führen kann. Dramatisch für Ayla ist, dass der Napf leer ist, lange bevor sie ein Sättigungsgefühl entwickeln kann. Viele Schlinger entwickeln Übergewicht, weil der Halter aufgrund der Schnelligkeit befürchtet, er habe zu wenig gegeben…

Ein guter Trick ist deswegen, das Schlingen mechanisch zu verhindern. Manche Hundebesitzer legen einige große Steine in den Futternapf. Der Hund muss dann zwischen den Hindernissen seine Futterbröckchen herausfischen, was die Nahrungsaufnahme verlangsamen kann. Alternativ gibt es spezielle Antischlingnäpfe. Wir haben einen von „peranimal“ testen dürfen.

Charly (15 kg) arbeitet noch an der richtigen Taktik

Der Hexa Anti-Schlinger-Fressnapf hat keinen glatten Boden, sondern tiefe Rillen, in denen die Futterration verteilt wird. Von oben sieht die Schüssel aus, wie ein Labyrinth. Der Hund kann deswegen nicht mit dem ganzen Maul große Happen Futter auf einmal in sich hereinschaufeln. Er muss mit der Zunge die Stückchen zwischen den Rillen herausfischen. Vor lauter Gier läuft ihm das Wasser im Maul zusammen, und so werden die einzelnen Happen vor dem Herunterschlucken gut mit Speichel benetzt. Bei unserem Sabbermäulchen Ayla ist das sehr schön zu sehen, während sich der Zeitraum ihrer Nahrungsaufnahme immens verlängert und sie gezwungen wird, ihre Portion in kleinen Häppchen zu genießen.

Der Hexa Anti-Schlinger-Fressnapf von peranimal ist aus schwerem TPR Food Safe Kunststoff. Alle Ecken sind gut abgerundet, es gibt keine harten Kanten, wo sich der Hund an Maul oder Zunge verletzen könnte. Der Napf wiegt etwas mehr als ein halbes Kilo, was zusammen mit den gummierten Füßen eine gute Standfestigkeit sichert. Es gibt nur eine Größe, die für alle Hunde geeignet ist, außer vielleicht für ganz kleine Toyrassen. Bei uns kamen sowohl Bodo mit seinen 8 Kilo als auch Charly (15 Kilo) und die Deutsch Langhaar-Hündin Ayla mit knapp 40 Kilo gut damit klar.

Der Anti-Schlinger-Fressnapf ist geeignet für große wie für kleine Hunde (links: Ayla, 40 kg, rechts: Bodo, 8 kg)

Natürlich ist der Napf spülmaschinenfest. In der Anleitung steht „im oberen Korb bei niedriger Temperatur“. Wir spülen ihn bei 50 Grad, was er bisher gut wegsteckt. Man sollte ihn einigermaßen schräg stellen, weil sonst zu viel Wasser in der nach oben gekehrten Unterseite stehenbleibt. Hier wäre vielleicht ein Loch zur Entwässerung sinnvoll gewesen. Die glatte Kunststoffoberfläche ist aber gut zu säubern, auch eingetrocknete Nassfutterreste sind nach dem normalen Spülprogramm restlos verschwunden. Die Reinigung per Hand empfiehlt sich mit einer Spülbürste, um gut in alle Winkel vorzudringen.

Ayla hat sich gut dran gewöhnt, aus dem Labyrinth zu futtern und somit nicht mehr zu schlingen. Als echter Schlingel hatte sie zunächst versucht, den Napf von der Erhöhung zu schubsen und das Futter dann vom Fußboden aufzunehmen. Das hat sich aber offenbar nicht bewährt, inzwischen akzeptiert sie den Anti-Schlinger-Fressnapf sehr gut. Ich gebe dem Napf ein volles Empfehlenswert!

Erhältlich ist der Hexa Anti-Schlinger-Fressnap im online-shop von peranimal . Geben Sie bei Ihrer Bestellung den Rabattcode Raeuber  ein und sparen Sie 10 % !!

edogs suchte die Top-Blogger des Jahres, und pfotenpower.com war dabei. Nach unserem Erfolg aus dem Jahr 2011, als wir Superblog wurden, stellten wir uns gerne der Konkurrenz. Die ist natürlich gewachsen. Die Menge der Blogs rund um den Hund hat enorm zugenommen, und ich kenne mehrere fantastische Webauftritte dieser Art. Für den Sieg hat es pfotenpower denn auch nicht gereicht, aber wir sind in den Top-25 gelandet – nicht schlecht, oder?

Neuer Ratgeber für Oldies

Gerade noch rechtzeitig, um auf dem weihnachtlichen Gabentisch einen zentralen Platz zu erhaschen, erscheint mein neues Buch. “Tierisch Grau – So bleibt der Seniorhund gesund” ist jetzt für 17,90 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich (ISBN: 978-3750406070).

Worum geht’s? Die Lebenserwartung unserer Hunde steigt, und damit ändern sich ihre Bedürfnisse. Nicht alle Grauschnauzen bleiben gesund: Erkrankungen wie Arthrosen, Demenz und Organinsuffizienzen belasten Hund und Halter.

Doch es gibt Möglichkeiten, die typischen Altersleiden zu vermeiden, zu vermindern oder hinauszuschieben. Dieses Buch zeigt vielfältige, alltagstaugliche Wege, um deinen Hund ins Alter und hindurch zu begleiten. Neben Tipps zur seniorengerechten Ernährung erklärt es die wichtigsten geriatrischen Erkrankungen und wie sie zu behandeln sind. Vor allem aber findest du viele Ratschläge zur Vorbeugung. Mit ebenso einfachen wie effektiven Mitteln kannst du für deinen Hund schon früh die Weichen für viele schöne, gemeinsame Lebensjahre stellen.

Wenn du einen alten Hund hast oder wenn du willst, dass dein Hund gesund alt wird, ist dies dein Buch.

 

Besuch aus der Vergangenheit

Was für eine Freude! 2005 gaben wir die schwarze Hündin Sombra an eine junge Tierärztin, die mit ihrem Mann am Bodensee lebt. Und jetzt kamen sie uns besuchen – im entgegengesetzten Teil Deutschlands.

Tina, Eberhard, Sombra und ihr vierbeiniger Kollege Henry verbrachten ihren Urlaub an der Nordsee, in Sankt Peter Ording (wird unter Hundehaltern häufig empfohlen wegen der traumhaften Hundestrände). Das ist immerhin schon im gleichen Kreis (Nordfriesland), wenn auch immer noch 80 Kilometer entfernt. Trotzdem folgten sie meiner Einladung, kamen vorbei und stellten ihr altes Mädchen vor. Um die 16 Jahre alt ist sie, genau wie mein Naddelchen. Schade, dass wir es verpasst haben, ein Foto von beiden grauhaarigen Hundedamen zusammen zu machen.

Unter diesem Link habe ich die Geschichte von Sombra geschrieben. Was für einen lieblosen Start ins Leben sie gehabt haben muss – sie macht es richtig, lässt ihr Happy End extra viele Jahre dauern.

 

Unsere Geschichte der O.

Sie denken vielleicht, das ist alles ganz einfach und geht seinen natürlichen Gang. Huhn frisst und legt Eier. Huhn brütet und bekommt Kinder. Kinder wachsen, werden Hühner, fressen, legen Eier, brüten… Soweit die Idealvorstellung. Im vergangenen Jahr klappte das auch einigermaßen. Es endete damit, dass sich zwei Hühner das Sorgerecht für fünf Küken teilten. Immerhin.

Mit ein wenig Nachhilfe zum “Bruterfolg” – Madame O.

In diesem Jahr begann das Drama im Februar, als Madame O. beschloss zu brüten. Nach zehn Tagen stellte ich fest, dass unser Hahn zwar wunderschön war, aber offenbar nicht sehr fruchtbar. Ich entsorgte also die Eier und holte die Henne zurück in die Realität. Vor drei Wochen beschloss sie erneut, Mutter werden zu wollen. Guuuut, dachte ich… und kaufte Bruteier. Leider war Madame O. unkonzentriert. Mehrmals irrte sie sich bei der Rückkehr von ihrem täglichen Versorgungsausflug (auch werdende Mütter müssen einmal täglich picken und trinken) im Nest und setzte sich neben ihre Eier. Diese blieben zu lange kalt. Wieder war kein Bruterfolg abzusehen. Dummes Huhn…

Aber sie wollte nicht aufgeben und brütete stur weiter auf eingebildeten Eiern. Und auch ich hatte mich sooo auf die kleinen Küken gefreut. Das Ende vom Lied? Nicht allzuweit entfernt bot jemand Orpington-Küken zum Kauf an. Noch ganz jung und somit zur Adoption geeignet. Und mit Adoption kenne ich mich aus dem Tierschutz doch aus.

Ich betete, dass Madame O. mit dieser Aufgabe nicht überfordert wäre und brachte sie mit sieben Zwergen im Extra-Stall unter. Anfangs guckte sie völlig erschreckt. Irgendwie kam ihr das nun zu plötzlich. Aber dann steckte ich ihr ein kleines Flauschbällchen unter einen Flügel. Und wenige Stunden später ein zweites (die anderen wärmten sich derweil unter einer Rotlichtlampe). Und dann ein drittes. Am zweiten Vormittag schob ich Madame O. ganz vorsichtig das vierte Küken unter. Als ich wenige Stunden später mein hoffnungsvolles Werk fortsetzen wollte, kam ich zu spät. Die Henne hatte offensichtlich den Überblick verloren und konsequent alle sieben adoptiert. Tschilp und tschacka!!!

Freude am Leben

Das Thema Abschied verfolgt mich weiter. Heute mit einem eher skurrilen Erlebnis.

Wir besuchten Freunde an der Ostsee und nutzten den trockenen Himmel für einen Spaziergang am Hundestrand. Nur nebenbei bemerkte ich eine Gruppe von Leuten, die von einem Parkplatz aus aufs Wasser zuliefen. Es waren Erwachsene, Kinder und Teenager, und einige trugen Blumen in der Hand. Als die erste Frau eine Nelke warf, war es schon zu spät. Bodo trippelte kurz hin und her, ihm schwante wohl, dass die Ostsee eher kalt ist, dann überwand er sich und schwamm los. Was ein echter Apportierjunkie ist, lässt sich von norddeutschen Temperaturen nicht blockieren. Brav nahm er die Nelke ins Maul und brachte sie an Land, um sie vorbildlich der Frau zu Füßen zu legen mit der ganz deutlichen Aufforderung: Nochmal bitte.

Erst jetzt ging mir auf, dass die Gruppe offensichtlich eines Verstorbenen gedenken wollte. Bodo paddelte schon wieder vergnügt hinaus, um weitere Blumen zu holen, und ich war jetzt so nah an der Gruppe, dass ich ihre Gespräche hören konnte: „Guck mal, was der Hund schafft. Jetzt müssen wir lachen, obwohl wir so traurig sind“, erklärte ein Erwachsener einem jungen Mädchen. Jemand anders meinte: „Unser Abschied von Opa wird ein unvergessliches Erlebnis…“ Manche der Anwesenden versuchten sichtlich Fassung zu wahren, konnten sich aber das Lachen über Bodos Übereifer nicht verkneifen. Ich entschuldigte mich und meinte: „Hoffentlich mochte die Person, von der Sie sich verabschieden, Hunde!“

Es war eine seltsame Situation, aber den Trauernden schien Bodos unbändige Lebensfreude, sein unschuldiger Spieltrieb gut zu tun. Dennoch versuchte ich diskret, ihn wegzurufen. Bodo wollte natürlich weiterhin Blumen apportieren – erst mein Stöckchenwurf konnte ihn überzeugen, sich uns wieder anzuschließen. Ich hoffe, sein Einsatz als Zeremonienmeister bleibt in guter Erinnerung.