Archiv für die Kategorie „Aktuelle Gäste“

Nähe erwünscht

Dienstag, 20. Juli 2010

Bevor ich mich für 10 Tage ins kühle Schottland verabschiede, ein kurzes Update: Nicht nur, dass Campinos OP-Narbe schon jetzt fast unsichtbar ist, auch die seelischen Narben heilen weiter, und zwar sehr offensichtlich. Meine Nichte, die zu Besuch ist (eine Fremde!), kann ihn streicheln, an mir geht er kaum noch vorbei, ohne sich kurz kuscheln zu lassen. Neuerdings hüpft er auch gerne mal aufs Bett: Zeit, ihm Grenzen zu setzen, was er nur widerwillig akzeptiert. Doch tut das seiner Lebensfreude keinen Abbruch.

Streicheleinheiten - ja bitte!

Wunderschön das Erlebnis vom Wochenende: Wir gingen früh morgens schwimmen mit allen Hunden. Das heißt wir Menschen und Murphy schwimmen, und die anderen Vierbeiner treiben sich auf den Felsen herum. Zeitweilig war Campino der einzige Hund, der sich noch bei uns Menschen aufhielt, die anderen drei hatten sich mal wieder verdünnisiert um zu checken, wie es im heißen Sommer um die Kaninchenpopulation steht. Es ist unübersehbar, dass Campino die Nähe zum Menschen wünscht. Seine Karriere als Straßenköter oder panisch-ängstlicher Tierheiminsasse ist definitiv Geschichte. Und so wie er zu mir ein vertrauensvolles Verhältnis aufbaut, wird er das auch mit jedem anderen Menschen schaffen. Wenn’s auch noch ein wenig Zeit braucht.

Don’t worry, be happy!

Dienstag, 13. Juli 2010

Entschuldigung! Bitte nicht mehr schimpfen – hier gibt es mal wieder Neues von Campino für seinen Fanclub. Es stimmt ja, ich war in letzter Zeit sparsam mit Bildern und Erzählungen. Das liegt unter anderem daran, dass ich nicht hauptberuflich Pflegemami bin… also auch andere Verpflichtungen habe.

Spazierausflug mit einem fröhlichen Campino - neu bei YoutTube

Egal. Am wichtigsten ist: Campino geht’s gut. Er hat die OP gut überstanden und sich sogar sehr tapfer mit dem Kragen arrangiert, der ihn davon abhält, die Nähte aufzuknabbern. Denn das versucht er, sobald man ihm die Tröte abnimmt. Daher: Keine Kompromisse. Am Donnerstag werden seine Fäden gezogen, solange muss er noch aushalten. Immerhin – die Heilung verläuft fantastisch. Und bis auf die Narbe ist Pino nicht anzusehen, dass er vor einer Woche einen schweren Tag hatte. Auch den täglichen Spaziergang macht er schon wieder mit, ich achte nur drauf, dass er unten am Meer nicht ins Wasser geht, damit die Fäden nicht aufweichen.

Wie so ein Spazierausflug mit Campino und seinen Freunden aussieht, ist seit gestern Nacht bei YouTube zu sehen. Ich habe es endlich geschafft, den Film in anständiger Qualität zu bearbeiten. Man achte ungefähr bei Sekunde 40 drauf, dass Campino nicht Murphy folgt, sondern Christian. Die Zeichen mehren sich, dass unser Füchslein eine ernsthafte Bindung zum Menschen eingeht. Natürlich noch nicht ganz ohne Vorbehalte und alte Ängste. Aber es bröckelt weiter!

Kleine Kugel gut versteckt

Dienstag, 6. Juli 2010

Wat mutt dat mutt… Wir haben es lange vor uns her geschoben, aber manche Dinge kann man nicht aussitzen. Campino ist heute morgen kastriert worden.

Die nächsten Tage wird Campino sicher mehr Zeit auf der Couch verbringen...

Unter normalen Umständen hätten wir drauf verzichtet, denn aufgrund seiner Leishmaniose hätte ich ihm den Operationsstress gerne erspart, und von seinem Verhalten her gab es keinen Grund, es machen zu lassen. Leider stellte ich schon vor einiger Zeit fest, dass in seinem Hodensack nur ein Kügelchen zu erfühlen war… Die Tierärztin in der Eurotierklinik bestätigte, dass der Hoden nicht abgestiegen war, wie es bei Hunden bis zum Alter von acht Wochen passieren sollte. Auch im Leistenraum war der Testikel nicht zu ertasten. Campino war Kryptorchide, ein Hoden versteckte sich im Bauchraum.

Und dort lag er – im Vergleich zum Hodensack – zu warm, was das Risiko einer tumorösen Entartung immens vergrößert. Zudem können derart warm liegende Keimdrüsen mehr Testosteron produzieren, weswegen diese Rüden im Alter zu Aggressionen neigen können. Es gibt keine Therapie, um die Lage zu normalisieren… Grund genug für den operativen Eingriff, befand auch der FAAM, Campinos Tierschutzverein.

Soeben erhielt ich den Anruf aus der Tierklinik, dass die OP gut verlaufen ist. Jetzt lassen wir Campino ausschlafen und heute abend hole ich ihn nach Hause und verwöhne ihn in den nächsten Tagen ganz ganz doll.

Sie rocken die Bude

Donnerstag, 17. Juni 2010

Ich Tarzan - du Jane?

… und für die anderen geht das Leben weiter. Beziehungsweise fängt erst richtig an. Festus (ehemals Stoffel) und Schwesterchen Mohrle (ist ja nur ein “Arbeitstitel”…) rocken die Bude, und die Wil-Mama ist immer wieder entsetzt, dass die Kleinen kein bisschen Respekt vor Menschen oder Hunden zeigen.  Fotos von einem ganz normal verrückten Katzen-Kinder-Spiel-Abend gibt’s im Picasa-Webalbum

Traurig

Montag, 14. Juni 2010

Wir haben Abschied genommen von der kleinen Tiger-Lilly.  Als ich sie vor wenigen Tagen in die Klinik brachte, ging es ihr stündlich schlechter. Wir haben sie abends nach Hause geholt, niemand konnte ihr mehr helfen. Machs gut, Kleine.

Aus Schrat wurde Lucky

Donnerstag, 10. Juni 2010

Zweimal haben wir schon Abschied genommen: der kleine Kater Schrat und das Glückskätzchen sind in neue Familien umgezogen. Vom Schrat haben wir bereits Feedback – er heißt jetzt Lucky, weil er seine Familie glücklich macht. So argumentierte seine neue sechsjährige Besitzerin, einfach toll, oder? Die größte aus dem Wurf, das dreifarbige Mädchen, empfahl sich gestern weiter, nicht ohne mich zum Abschied noch einmal ordentlich zu kratzen. Sie war Wil-Mamas Liebling und wollte mit uns nicht immer so viel zu tun haben, wie wir mit ihr – ganz die Mama. Diese war gestern ebenfalls ausserhäusig: Wir haben es endlich geschafft, sie zu fangen und zur Kastration zu bringen.

Kitten am Fressnapf

Da waren es noch vier... Inzwischen hat Löwenmama Wilma nur noch drei Babies zu beschützen

Wilma hatte also einen harten Tag, auch heute ist sie noch recht wackelig auf den Beinen, faucht mich aber schon wieder an. Es tut mir ja leid für die Löwenmutter… Aber es wäre unverantwortlich, sie intakt zu lassen: Geht man davon aus, dass eine Katze zweimal jährlich die Welt mit zwei weiblichen, fortpflanzungsfähigen Nachkommen beglückt, hat man im siebten Jahr gut 78.000 Mutterkatzen beisammen. Puh… Für Wilma hat sich das also erledigt. Sie kann jetzt frei entscheiden, ob sie weiterhin bei uns leben möchte. Sollte sie ihre Unabhängigkeit vorziehen, kann trotzdem jeder sehen, dass sie kastriert ist: Ihr Ohr wurde gekennzeichnet mit einem kleinen, gut sichtbaren Cut. Jeder Tierarzt weiß dadurch, dass diese Katze steril ist.

Auch heute führt mich der Weg in die Tierklinik: die kleine Tiger-Lilly hat immer wieder Diarrhoe und nimmt dadurch nicht genug zu. Egal was ich mache, einen Tag geht es ihr besser, dann hockt sie wieder mit Durchfall und Bauchweh in der Kiste. Da müssen wir mal ran. Hoffentlich geht es ihr schnell besser!

Freigänger

Mittwoch, 2. Juni 2010

Kurze Zwischeninfo zu unserem Campino: Seit einigen Tagen läuft er auf unseren Spaziergängen überwiegend frei. Um uns allen Sicherheit zu geben, zieht er eine ca. drei Meter lange Schleppleine mit sich. Im Normalfall kommt Campino auf Abruf und läßt sich gut von uns anleinen. Das Problem entsteht, wenn etwas ihm Angst einflöst oder uns nervös macht. Der Kleine hat immer noch megalange Antennen für Störungen aller Art…

Bei einem früheren Versuch begann ein Gewitter, als wir zum Auto zurück kamen, und es war verflixt schwer, den fast panischen Campino ohne Leine wieder ins Auto zu locken. Mit der Schleppleine kann man ihn “einfangen”, ohne ihn mit hektischen Aktionen noch mehr zu verstören. Da er zudem sein Tempo selbst bestimmen kann, seine Schnupperpausen beliebig lange ausdehnen darf, ist er schon wieder entspannter drauf… wir übrigens auch, wer will schon immer warten! Und schön ist, dass Campino ganz genau weiß, welches Rudel seines ist. Jeden Hund, den wir treffen, begrüßt er äußerst vergnügt, findet aber dann ganz schnell wieder den Weg zu uns.

Familienbande

Freitag, 28. Mai 2010

Unsere Babies wachsen und gedeihen! Ich war übers vergangene Wochenende verreist und konnte bei meiner Rückkehr einen deutlichen Wachstumsschub feststellen. Und das Foto beweist, dass die Bande der Wil-Mama langsam über den Kopf wächst. Sie löst es auf ihre Weise: Tagsüber ist sie die Super-Mama und nachts, wenn unsere Hunde den Garten nicht mehr bewachen, geht sie auf Streife. Pünktlich zum Frühstück ist sie immer zurück, und sie zeigt keine Ambitionen mehr, ihren Nachwuchs zu verschleppen. Sicherheit und Vollpension haben durchaus Vorteile, findet Wilma. Wer die Bande in Action erleben will, darf uns gerne in der Villa Bunter Hund besuchen oder auf dem Video bei Youtube .

Putzen, füttern, spielen

Mittwoch, 19. Mai 2010

Der kleine Schrat auf der Briefwaage - noch ist er kein Pfunds-Kerl...

Unsere Katzenfamilie hält uns auf Trab, deswegen findet derzeit weniger Blog-Aktivität statt. Aber die Pflege lohnt sich, wie die heutige Wiegeaktion bewies. Die beiden Jungs haben in den 10 Tagen bei uns weit über 100 Gramm zugenommen,  die drei Mädchen wachsen und gedeihen ebenfalls und Mama Wilma entspannt sich zusehens. Ausser Putzen und Füttern steht natürlich auch Spielen mit den Welpen auf dem Tagesprogramm. Die beiden Jungs kommen sofort angeflitzt, wenn man das Katzenzimmer betritt, und verlangen Unterhaltung. Sehr gerne lassen sie sich auch von Naddel herzen, was diese prima findet! Und ich verbringe meine Pausen gerne vor dem Fenster zum Katzenreich und schaue mit Naddel “fern”… Katzenwelpen im Alter von vier Wochen sind einfach mega-putzig.

Dennoch – wir werden uns von der Bande trennen. Wer also ein Kätzchen sucht, darf mich gerne kontaktieren. Anfang, Mitte Juni sind sie alle groß genug, um in ein neues Zuhause zumzuziehen.

Oh Mama Naddel!

Donnerstag, 13. Mai 2010

Naddel: Alles meins!

Langsam hat sich Mutterkatze Wilma mit ihrem vorübergehenden Zuhause arrangiert. Sie faucht kaum noch, wenn man das Zimmer betritt, und frisst sogar, während wir dabei stehen. Allerdings sieht sie ihre Kleinen immer noch in Gefahr, wenn sie uns zu nahe kommen. Problem – der kleine weißschwarze Kater, der schon zwei Tage vor ihr in der Villa Bunter Hund eingezogen ist, findet es einfach klasse, mit uns zu spielen. Sobald wir die Zimmertür öffnen, kommt er angeflitzt und will raus. Die Wil-Mama hat bei ihm nix mehr zu melden.

Naddel dagegen ist begeistert: Sobald Klein-Stoffel in den Flur abbiegt, wird er von der Adoptiv-Mutter in Empfang genommen, geputzt, beschleckt, geherzt. Und er liebt es! Ausserdem will er was sehen von der Welt, also wenigstens alleine durchs Haus streifen. Was er dann macht, Naddel im Gefolge. Die gut aufpasst, dass ihn keiner von den anderen Hunden auch nur anschaut.

Leider erlauben wir den beiden wir im Moment nur wenige Minuten miteinander, damit sich Wilma langsam daran gewöhnen kann, dass Sohnemann früh selbständig wird. Den restlichen Tag verbringt Naddel mit dem Versuch, mich zu überreden, ihr doch die Tür zum Katzenzimmer zu öffnen. Selbst nachts sitzt sie mindestens einmal vor der Tür und verlangt Einlass. Naddel, meine vierbeinige Schlafstörung.

Mama Naddel im YouTube-Video – hier klicken