Archiv für die Kategorie „Aktuelle Gäste“

Der Abschied naht

Donnerstag, 25. Februar 2010
hund Kiari im Koffer

Statt Körbchen ein Koffer - Kiari befindet sich hier schließlich auf der Durchreise. Sie liebt ihr etwas anderes Bett sehr!

Schon morgen holt Kiaris neue “Mama” unseren kleinen Pflegling ab. Zusammen verbringen sie noch einige Tage in Sa Rapita, bevor das Hundchen dann nach Deutschland auswandert. Mäntelchen und sonstiges Zubehör sind schon gekauft, und die beiden weiteren Hunde der Familie werden hoffentlich mit dem Neuzuwachs einverstanden sein.

Bei uns hat sie es richtig gut gemacht. Naddel zickte weniger als drei Tage und beschloss dann: “Das Ding spielt prima!”. Und schon waren die Beiden beste Freundinnen. Dass Charly den Gasthund quasi ganztags unter seine Fittiche nahm, war wenig erstaunlich und überaus praktisch. Den Zwingerhusten hat Kiari mit Homöopathie und Hustentee überstanden, und unsere Pflanzen stehen weiterhin im Garten (obwohl der ehemalige Besitzer sie als untragbaren Pfllanzenfresser  im Tierheim abgegeben hat).

sonnenbrillenreste nach kiaras angriff

Die Reste meiner Sonnenbrille. Ganz ohne Schaden zu hinterlassen verläßt Kiara unsere Haus dann doch nicht...

Auch sonst kann ich nicht meckern, wir haben selten so einen angenehmen Pflegehund gehabt. Einzig meine Sonnenbrille musste eines Tages dran glauben… Es sei ihr verziehen. Sie ist noch jung. Und ich weiß schon, warum ich für Sonnenbrillen nur geringe Beträge investiere – normalerweise verliere ich sie oder setze mich drauf!

Ich freue mich riesig, dass diese kleine liebenswerte Hündin so viel Glück hat und wünsche ihr und “Mama” Kirsten ein tolles Leben!

PS – Unsere Katze Luna bleibt verschwunden -  seit 13 Tagen

Auf der Durchreise

Freitag, 12. Februar 2010

Seit zwei Tagen gibt es einen neuen Gast in der Villa Bunter Hund: Kiari macht hier Zwischenstation… Ich hatte im Mallorca Forum gepostet, dass im Tierheim Son Reus wieder Hunde eingeschläfert werden, wenn sie nicht kurzfristig adoptiert werden. Super – alle auf der bösen Liste wurden rechtzeitig heraus geholt. Gleichzeitig rief mich Kirsten aus Deutschland an: “Ich komme in 2 Wochen nach Mallorca und habe den Rückflug schon mit Hund gebucht. Ich will einen Hund aus Son Reus… Kannst du mir helfen?”  Ic h konnte. Mit ihrer Liste mit möglichen Kandidaten von der Website des Tierheims recherchierten Christian und ich vor Ort, was aktuell zu haben war. Am Telefon besprachen Kirsten und ich dann, welcher es sein soll. Und diesen konnten wir gleich mit nach Hause nehmen.

kiari1

Raus aus dem Zwinger, rein ins Grüne: Kiaris erster Ausflug nach dem Knastaufenthalt

Die kleine Terrier-Mix-Dame war von ihren Besitzern abgegeben worden, angeblich, weil sie Pflanzen frisst… Mit ihren 10 Monaten bin ich persönlich erleichtert, wenn sie NUR Grünzeug annagt und dafür Schuhe, Möbel und Teppiche verschont. Bei uns ist sie einfach nur lieb und fröhlich. Naddel ist noch in der “Ich werde dir zeigen, wer hier Chef ist”-Phase, wird aber schon gelassener. Murphy lässt sich von Gästen traditionell nicht stören. Und Charly beweist sich wieder als perfekter Babysitter -  He’s got the licence to play :-) .

Ach so – Kirsten war nach ersten Bildern und telefonischer Beschreibung begeistert und freut sich riesig auf ihr neues Familienmitglied. Und in Son Reus ist einer weniger in Gefahr…

Abschied

Freitag, 5. Juni 2009

Das war noch ein Hin und Her diese Woche… Eine Dame aus Berlin hatte sich vor 10 Tagen gemeldet, die Pancho auf einer Vermittlungsseite im Internet gefunden und sich sofort in den kleinen Wonneproppen verliebt hat. Nun musste ihr Mann noch zustimmen, und genau das ging schief. Sonst hätte Pancho schon heute sagen können: “Ich bin ein Berliner!”, denn ein Flugpate war schon organisiert.

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Kurze Trockenübung mit der Tragetasche - passt! Später flossen dann doch die Tränen

Also Plan B wie Bremen. Bereits vor einigen Wochen fragte ich vorsichtig beim dortigen Tierschutzverein TIB an, ob die eine Möglichkeit sähen und bekam gleich positive Antwort. Zwischendurch gab ich wieder Entwarnung, weil ja mit Panchitos Probefamilie in Palma eine große Chance bestand, dass er doch unter südlicher Sonne bleiben kann. Am Montag dann meldete ich den Kleinen endgültig in Bremen an. Dass gestern ein Freund nach Bremen flog, war günstig. Noch kurze Trockenübung mit der Reisetasche, nachmittags zum Abschied unseres Freundes den Grill angeworfen (wovon Pancho nicht viel hatte, damit ihm im Flieger nicht übel wird) … und ab.

Wieder einmal war ich baff, wie cool der Lümmel die ganze Aufregung wegsteckte. Autofahren war er ja gewohnt, aber der Lärm und die vielen Menschen auf dem Flughafen machten ihm überhaupt nichts aus. Wie immer und überall schaute er sich interessiert um: Party? Fressen? Und während des Fluges, so erfuhr ich,  hat er sich so ruhig verhalten, als wäre die Tasche schon immer sein liebster Platz gewesen.

Pancho ist jetzt vorübergehend bei einer Pflegefamilie des Vereins und soll – wenn diesmal alles klappt – Anfang Juli an den endgültigen Besitzer übergeben werden. Ich bleibe ran. Gut, dass er Veränderungen genießt! (“Hauptsache, es gibt was Freßbares.”)

Da isser wieder!

Sonntag, 31. Mai 2009

Panchito ist zurück. Nach rechtzeitiger Ankündigung wurde er heute von seiner Fast-Familie bei uns abgeliefert, unter Tränen, aber endgültig. Der Alltag mit dem Kleinen war doch nicht so zu schaffen wie erhofft, Panchito wäre zu häufig zu kurz gekommen, er hätte zu oft zu lange alleine bleiben müssen, und dem wollte die Familie ihn nicht aussetzen. Damit haben wir das Ziel der Probezeit erreicht, nämlich festzustellen, ob es für alle ein tolles Zusammenleben gibt. Gut, dass wir diese Möglichkeit hatten, und schade, dass es nicht geklappt hat.

Er muss schon wieder aufs Rudel aufpassen: Pancho mit neuem Halsband

Er muss schon wieder aufs Rudel aufpassen: Pancho mit neuem Halsband

Gina und Familie haben sich prima um den kleinen Kerl gekümmert, er ist gepflegt, fröhlich und rundum gut beisammen (was nicht heißt, dass er zu dick geworden wäre, im Gegenteil, Pancho präsentiert sich in Top-Bikini-Figur). Er sieht allerdings ein wenig erwachsener aus. Vom Verhalten her hat er sich allerdings nicht geändert, und das Sozialarbeiter-Rudel nebst Nanny Charly hat ihn völlig problemlos wieder integriert.

Warum wir die Probezeit mit zwei Wochen doch recht kurz gehalten haben? Weil es schon sehr bald Neuigkeiten gibt. Meine Aktivitäten, die richtigen Adoptions-”Eltern” zu finden, versprechen Erfolg zu haben.

The Pancho-News… in Kürze hier!

Probezeit für Pancho

Montag, 18. Mai 2009

Panchito ist umgezogen! Ich war am Samstag auf einer (sehr schönen) Party zwecks Grundstückseinweihung, und die Einladung lautete ausdrücklich: Mit Hunden. Was meine vier und weitere sechs Fellträger sehr genossen. Als dann mehrere Familien mit Kindern auftauchten, wurden natürlich vor allem die kleinen Hunde pausenlos bespielt und bekuschelt. Bald sprach sich herum (so ein Zufall aber auch), dass Pancho eine neue Familie sucht. Und Gina, die mit ihrer Familie in Palma lebt, wünscht sich schon so lange einen Hund…

Da war es um Gina und um Pancho geschehen...

Da war es um Gina und um Pancho geschehen...

Langer Rede, kurzer Sinn: schon am nächsten Tag kam die komplette Familie und packte Pancho ein. Da es der erste eigene Hund ist, haben wir eine Probezeit von rund 10 ‘Tagen vereinbart, um den Alltag mit einem Wackel-Welpen zu testen. Wenn alle miteinander glücklich sind, hat Pancho sozusagen eine Stellung auf Lebenszeit. Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt!

Lustig – knapp zwei Stunden nach Abreise schon der erste Anruf: “Hat er wirklich schon was zu Fressen bekommen heute? Pancho ist soooo hungrig!” Klare Antwort: Pancho ist immer hungrig. Und zwar sehr hungrig.

Mein Klotz am Bein

Donnerstag, 14. Mai 2009

So ein Welpe macht schon Spaß. Panchito hat, seinem Alter entsprechend, nichts als Flausen im Kopf. Und Pfeffer im Ar… Sobald sich eine Tür öffnet, ist Pancho durch geflitzt. Hinter jeder Tür vermutet er entweder etwas sehr Spannendes oder etwas Fressbares. Und die Gartenpforte verspricht Abenteuer – nur zu gern mogelt er sich durch, um einen Ausflug zu starten. Wir nehmen ihn jetzt gelegentlich mit auf Spaziergänge, das genießt er natürlich. Wenn unsere Strecke zu steil oder zu steinig ist, packen wir ihn kurzerhand in die Tasche und tragen ihn ein Stück. Aber er entwickelt sich weiter, rennt, spielt, schmust.

Mein Klotz am Bein

Spielzeug ist tabu - Pancho muss andere Beute machen

Mit seinen acht Monaten ist er natürlich auch vergnügungssüchtig ohne Ende. Glücklicherweise ist Charly wieder so fit, dass er den Kleinen bespielen kann. Einige Tage hatte ich nämlich einen ganz schönen Klotz am Bein – Pancho liebt es, in meine Hosen zu beißen und seine Kräfte zu messen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass er sehr gelehrig  ist. Ganz schnell hat er die Bedeutung der Wörter “Aus”, “Pfui” und “Aua” gelernt und läßt sofort los. Natürlich versucht er es immer wieder, aber welcher Junghund würde das nicht?

Nachhaltigsten Erfolg mit der Erziehung hat Naddel. Sie hat Pancho mehrmals angeknurrt, wenn er ein Spielzeug nehmen wollte. Jetzt verzichtet er komplett auf  Spielsachen – mit der Chefin legt er sich nicht mehr an.

Unten ohne, oben mit

Dienstag, 12. Mai 2009

Seit Freitag ist Charly “unten ohne”… Zum Glück hat er es sehr gut überstanden. Die erste Nacht war unruhig, er versuchte natürlich ständig, sich an der Narbe zu schlecken. Ohne Schutz, sprich Halskragen, geht da gar nichts. Interessant war, dass in den ersten zwei Tagen alle drei anderen Hunde und selbst die Miesekatze genau merkten, dass Charly nicht auf dem Damm war, und sich sehr rücksichtsvoll verhielten.

Auch Panchito merkte, dass Charly eine Pause brauchte, und war sehr lieb

Auch Panchito merkte, dass Charly eine Pause brauchte, und war sehr lieb

Inzwischen trägt Charly die neue Situation mit Fassung und spielt schon wieder ausgelassen mit Naddel. Das ist zwar nicht einfach mit dieser Dose um seinen Kopf, aber irgendwie arrangieren sie sich doch.  Wahrscheinlich finden sie es in einigen Tagen sehr seltsam, “oben ohne” zu spielen.

Charly macht “den Dicken”

Donnerstag, 7. Mai 2009
Charly auf der Flucht? Das hat aber nichts mit dem OP-Plan zu tun. Charly ist in leztter Zeit kamerascheu!

Charly auf der Flucht? Das hat aber nichts mit dem OP-Plan zu tun. Charly ist in letzter Zeit kamerascheu!

Morgen ist es soweit – Charly wird kastriert! Ich wollte es eigentlich rausschieben, oder vielleicht gar nicht machen lassen. Bisher war das einzige Problem, dass er gelegentlich markiert – auch im Haus. Aber das wurde schon besser. Aggressionen gegen andere Hunde haben wir bisher nie beobachtet, eher zog er sich vor fremden Rüden zurück.

Leider meinte er gestern, “den Dicken” machen zu müssen, und raunzte auf unserem Spaziergang einen anderen Rüden an. Das musste natürlich gleich eine Argentinische Dogge sein, also  fast dreimal so schwer wie er und bestimmt 20 Zentimeter größer. Zum Glück war dieser kastriert, sonst hätte Charly ein echtes Problem gehabt. Der andere Hund wehrte sich natürlich gegen Charlys Angriff, war aber nicht wirklich aggressiv. So ging die Angelegenheit mit einem Schrecken, aber glimpflich aus. Wären Naddel und Murphy nicht gerade auf Streife gewesen, hätten die sich möglicherweise eingemischt, au weia, ich denke lieber nicht weiter darüber nach. Von zu Hause aus habe ich dann gleich den OP-Termin vereinbart.

Sorry Charly, da müssen wir morgen durch.

Pancho und die große Welt

Montag, 27. April 2009

Es war etwa 17 Uhr, als Christian von einigen Besorgungen zurück kam. “Ist Pancho bei dir?”, rief er ins Büro. “Nein”, antwortete ich verwundert.

“Die Gartenpforte war offen. Pancho ist weg.”

Alarm. Der Welpe ist verschwunden.

Regel Nummer eins: Keine Panik.

Regel Nummer zwei: Keine Panik.

Chris setzte sich gleich wieder auf den Motorroller und fuhr die Umgebung ab. Ich durchsuchte noch einmal Haus und Garten. Lief die nahe gelegenen Straßen ab. Nach einer Stunde unser gemeinsames Fazit: Der Welpe ist weg. Die Gartenpforte hatte offen gestanden, zum ersten Mal seit wir hier wohnen, seit über zwei Jahren. Die drei erwachsenen Hunde waren noch hier. Pancho nicht.

Regel Nummer drei: Bloß keine Panik.

Ich übernahm das Moped. Mit einer schnell zusammengeschusterten Suchanzeige Richtung Tierarzt. Noch im Wartezimmer rief ich “meine” Tierklinik zwei Orte weiter an: “Falls jemand mit Pancho kommt…”. Durch seine seltsame Gangart wirkt er immer wie frisch angefahren, vielleicht hatte ihn ja jemand auf der Straße aufgelesen und zum Veterinär gebracht. Ohnehin konnten wir uns nicht vorstellen, dass Pancho weit gelaufen war – so wie der läuft.

Der hiesige Tierarzt erkannte Pancho vom Foto sofort: “Ja, hier war eine Frau mit ihm. Sie ist hier in der Nähe…”

Wie, keine Telefonnummer?   “Suchen Sie weiter, der Kleine ist hier in den Straßen”. Ich wieder aufs Moped. Straße rauf, Gasse runter, einmal ums Rondell – DA! Unser Welpe steht am Straßenrand und schnuppert rum. Ich stoppe direkt neben ihm, rufe erfreut: “Panchito!!!!”

Der freut sich nicht einmal. Als wolle er sagen: “Alles okidoki, komm mal später wieder, ich kann gerade nicht”. Christian kommt mit dem Auto, ein kurzes Foto – und endlich ist Klein-Pancho verhaftet. Zum Glück…

Nicht dass Sie jetzt denken, der Kleine sei müde gewesen. Zu Hause tollte er erstmal locker zwei Stunden weiter mit Super-Nanny Charly und den Sozialarbeitern. Und das, nachdem er einen guten Kilometer durch die Gegend gewatschelt ist. Ich denke, ich kann ihn doch demnächst mitnehmen auf einen strammen 6-Kilometer-Walk.

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Verhaftet! Panchitos erster Ausflug in die große, weite Welt.

Zwergenaufstand

Samstag, 25. April 2009
Vor wenigen Tagen noch war er ein Baby (was Frauen lieben)...

Vor wenigen Tagen noch war er ein Baby (was Frauen lieben, siehe Verena)...

Es ist so weit! Irgendwann zwischen gestern und heute hat Panchito seinen letzten Milchzahn verloren. Endlich – das Ding war nadelspitz und er hielt es grundsätzlich für am besten platziert in meinem Daumen. Autsch! Jetzt hat er also sein Erwachsenen-Gebiß. Und schon wird er frech.

Nachmittags im Garten: Naddel sitzt in der Sonne, das Spielholz zu ihren Füßen. Kommt Pancho vorbei und denkt: “Meins!” Irrtum. Schon hat Naddel ihn auf den Rücken geworfen. Aber nicht, dass sich der Kleene gleich unterwirft. Pancho wird erstmal kiebig, knurrt, schnappt. Pech für ihn, falscher Gegner. Naddel (immer noch der Chef, jawohl) klärt ihn auf: Nicht jetzt. Nicht hier. Und nicht mit mir! Und schon gar nicht so ein kleiner Scheißer.

...aber kaum ist er die Milchzähne los, wird er frech

...aber kaum ist er die Milchzähne los, wird er frech

Das Zusammentreffen endet mit einem am Boden zerstörten Pancho, der – jetzt wieder ganz Welpe – mit hängendem Kopf das Weite sucht.

Ich bin gespannt, wie lange die Lektion wirkt. Aber Sorgen mache ich mir nicht: Pancho ist jung und muss seine Stellung im Rudel finden. Kleine Auseinandersetzungen gehören dazu, der Welpenschutz gilt nicht ewig. Naddel ist erfahren und gut ein gut sozialisierter Sozialarbeiter. Sie wird ihn in seine Schranken weisen, aber dass sie ihm ernsthaft zusetzt, ist nicht zu erwarten. Und umgekehrt schon gar nicht. Aktuell (23 Uhr) träumen sie nebeneinander auf der Couch…