Lachen ist gesund

30. Mai 2011

Neulich saßen wir gemütlich mit Freunden auf der neuen Terrasse, soweit satt und zufrieden, als Tanja mir eine just gekaufte Postkarte überreichte: “Hier, lies mal vor.” Was ich mit Vergnügen tat… wenn auch etwas stockend, denn:

Bei Punkt 2 musste ich grinsen.

Köhler-Liesel

Köhler-Liesel auf der Flucht?

Bei Punkt 3 begann ich zu kichern.

Das Kichern wurde lauter.

Bei Punkt 5 verbot ich den anderen, mitzulachen, weil ich mich ansonsten nicht mehr in der Lage sah, die Lesung zu Ende zu bringen.

Bei Punkt 6 brauchte ich eine Pause, um mir die Tränen abzuwischen.

Bei Punkt 8 hielten sich alle Anwesenden den Bauch vor Lachen, jammerten über Krämpfe in der Gesichtsmuskulatur und verlangten nach weiteren Taschentüchern.

Und jetzt kommen Sie – hier ist der Inhalt der Karte. Bitte, bitte, auf keinen Fall diese Art der Katzenwäsche im wahren Leben ausprobieren!

Katzenwäsche – Verfasser unbekannt

  1. Öffnen Sie den Toilettendeckel und füllen Sie 1/8 Tasse Tiershampoo ein.
  2. Nehmen Sie Ihre Katze auf den Arm und kraulen Sie sie, während Sie sich vorsichtig Richtung Badezimmer bewegen.
  3. In einem geeigneten Moment werfen Sie die Katze in die Toilettenschüssel und schließen den Deckel. Möglicherweise sollten Sie sich auf den Deckel stellen.
  4. Die Katze wird nun selbständig mit dem Reinigungsvorgang beginnen und ausreichend Schaum produzieren. Lassen Sie sich von lauten Geräuschen aus der Toilette nicht irritieren. Ihre Katze genießt es.
  5. Betätigen Sie nun mehrmals die Toilettenspülung, um den „Powerwash“-Vorgang und die anschließende Nachspülung einzuleiten
  6. Sofern Sie auf dem Toilettendeckel stehen, bitten Sie jemanden, die Haustüre zu öffnen. Stellen Sie sicher, dass sich keine Personen zwischen Haustür und Toilette befinden.
  7. Öffnen Sie dann aus gebührendem Abstand möglichst schnell den Toilettendeckel. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Katze wird deren Fell durch die Zugluft trocken geföhnt.
  8. Toilette und Katze sind damit beide wieder sauber.

Spider braucht eine gute Familie

23. Mai 2011

Von einer Bekannten bekam ich folgendes Mail und das Foto vom jungen Rüden Spider:

“Anbei ein paar Fotos von Spider, Schäferhundmischling, 1 Jahr und drei Monate alt, Rüde, nicht kastriert. Er mag gerne Kinder und ist sehr liebesbedüftig. Spider gehört meiner Nachbarin. Leider ist der Hund immer angebunden, weshalb er ein sehr nervöses Verhalten hat, was sich aber schnell legen würde, wenn er mal an vernünftige, ruhige Menschen kommt. Er ist sehr lernwillig und braucht einfach nur Aufmerksamkeit und Ruhe , die er in der jetzigen Familie nicht findet. Er kennt, glaube ich, nichts anderes als Herumgeschreie und Nervosität. Die Besitzerin geht zwar mit ihm spazieren, aber zu Hause muss er immer angebunden sein, weil ihr Mann das so möchte. Die Besitzerin hat mir gesagt, dass es ein Fehler war, diesen Hund aufzunehmen, denn ihr Mann möchte ihn nicht haben und manchmal soll er auch “schlecht” mit dem Hund umgehen, weshalb sie ein neues Zuhause für Spider sucht, wo er von der ganzen Familie akzeptiert wird und ein besseres Leben führen kann. Sie möchte ihn aber nicht an ein Tierheim abgeben, sondern direkt an eine neue Familie.

Ich habe diese Info bereits an mehrere Kontakte geschickt, bisher jedoch leider ohne Erfolg. Kannst Du ihm helfen?”

Es wäre toll, wenn jemand diesem schönen Hund ein besseres Zuhause geben könnte und wollte. Kontaktieren Sie mich bitte per email an info(@)pfotenpower.com, ich leite Ihr Mail umgehend an Dolores weiter.

Umzugs-Nachlese

19. Mai 2011

Was lange währt, wird häufig gut – zumindest bei unserem Umzug stimmt dies Sprichwort. Bis auf  (viele) Kleinigkeiten sind wir jetzt fertig eingezogen. Unsere vierbeinigen Familienmitglieder hatten es da einfacher, da sie mit kleinem Gepäck umzogen. Im Prinzip reicht ihnen ein Futternapf und die für das Füllen zuständige Person.

Die vier Hunde waren ja schon in der Vorbereitungsphase häufig mit am neuen Haus und konnten den Garten ausgiebig einweihen. Dieser sollte nicht nur Hunde-, sondern sogar Dackelsicher eingezäunt sein. Naja. Schon beim zweiten Besuch in der neuen Villa Bunter Hund war plötzlich Dackel-Mix-Mädchen Naddel verschwunden. Stand dann aber schnell an der Straße vor dem Tor und wollte wieder rein. Alleine ausreißen ist ja nicht so ihr Ding. Ich legte mich auf die Lauer. Schon kurz darauf beobachtete ich, wie Naddel wieder den Zaun ansteuerte, diesmal die drei Jungs im Gefolge. Die Chefin hatte wohl wieder zum gemeinsamen Ausbruch geblasen. Dumm gelaufen – ich konnte nicht nur die Aktion verhindern, sondern gleich auch das Loch im Zaun stopfen. Jetzt ist das Grundstück wirklich Dackeldicht.

Sie genießen das Leben im neuen Haus, aber als noch Baustoffe auf dem Grundstück lagen, fanden Naddel und Campino es viel besser

Trotzdem wir die Bande damit wieder eingeknastet haben, sind sie hier sehr glücklich. Doch auch die Katzen haben mit der neuen Lokation keine Probleme. Nur am ersten Tag beaufsichtigten wir sie bei der Gartenpremiere. Danach zeigten wir ihnen, wo die Katzenklappe sitzt. Ein Novum für unsere Tiger, doch sie entpuppten sich als Intelligenzbestien und verstanden das System umgehend. Vor allem Momo und Köhler nutzen den Garten für wilde Verfolgrungsjagden, die häufig in drei Metern Höhe auf einem Baum endet, wo sie sich vergnügt ohrfeigen. Katze Köhler, die eh ständig Dummheiten ausheckt, beschäftigt sich auch gerne mit dem Nachbarshund, einem jungen Labrador.  Ich weiß nicht, was sie ihm erzählt, aber er findet es hörbar nicht witzig, dass sie durch den Zaun geschützt ist.

Und Campino? Seit beschlossen und verkündet wurde, dass er “unser” bleibt, hat er einen anderen Blick aufgesetzt. Und seine Körperhaltung verändert. Und wird noch mutiger bei Besuchern, riskiert immer mal die große Klappe. Und hat zugenommen… Passiert das nicht auch gelegentlich Menschen nach der Hochzeit? Motto – Jetzt ist er/sie mir fest versprochen, da kann ich mich gehen lassen ;-) . Nun, als nächstes lernt er, dass wir Futtermeister sehr gut portionieren können.

Ja. Wir sind Versager!

10. Mai 2011

Falls  jemand vor Neugierde nicht schlafen konnte nach meiner Campino-Neuigkeiten-Ankündigung – das war keine Absicht. Jedenfalls keine böse…

Manche ahnen schon, viele wünschen es sich schon lange. Sie wollen uns als Pflegestellen-Versager sehen. So nennt man Leute, die Tiere in Pflege nehmen, und sich dann nicht mehr von ihnen trennen können. Wir hier in der Villa Bunter Hund sind Wiederholungsversager. Murphy blieb ungeplant hängen, bei Charly erhöhten wir die Vermittlungsgebühr in einen hohen fünfstelligen Bereich, so dass keine Interessenten mehr zu befürchten waren. Letztes Jahr schließlich schliefen unsere Vermittlungsaktivitäten bezüglich diverser Katzen ein. Und jetzt kommt Campino.

Campino blickt fröhlich nach vorn in eine sichere Zukunft

Letzter Auslöser war der Vorschlag einer sehr lieben Freundin, dass wir uns den Hund teilen: Wir kümmern uns weiterhin um Haltung und Pflege, sie sich um die Kosten. Damit hat er eine lebenslange Patin gewonnen. Ein Traum für einen Hund, der so unvermittelbar ist wie unser Füchslein. Ich dachte dennoch eine Weile nach, denn der Wille, ihn nicht zu behalten, hatte ja weniger finanzielle Gründe. Wir wollten vielmehr weiterhin einen Platz für Pflegehunde frei halten. Die dringend für eine Weile ein stabiles Rudel und ein Dach über den Kopf benötigen. Andererseits kam ich zum Schluß, dass wir vermutlich kaum ein besseres Werk tun können, als diesem armen Kerl auf Dauer ein gutes Heim zu bieten. Ob und wie er mit einer neuen Lebenssituation zurecht käme, wissen wir schließlich auch nicht. Und er ist inzwischen so zuhause bei uns, man kann ihn sich kaum noch wegdenken.

Tage später, abends in der Küche, erzähle ich Christian vom Vorschlag meiner Freundin. Seine Reaktion: “Den Kleinen werden wir eh nicht mehr los, das ist mir doch schon lange klar”. Plötzlich setzt sich Campino vor uns und schaut uns ganz tief in die Augen. Und dann hockt sich auch noch sein allerbester Freund Charly daneben. Und der scheint uns mit seinen Bernsteinaugen hypnotisieren zu wollen: “Los, sagt endlich ja!!!”

Ja.

Good News Teil 1

9. Mai 2011

Jetzt gibt’s wieder was Schönes zu berichten: Mein Geldpreis für den Superblog-Wettbewerb (250 Euro für den 1. Platz… erwähnte ich das bereits?) ist eingetroffen. Schon vor einigen Tagen, aber durch den Umzug blieb viel Papier liegen. Während ich im neuen Haus die Wände schick machte, hatte ich aber im Oberstübchen die Muße, mir über die Verwendung des Geldsegens Gedanken zu machen.

Die Urkunde kam per Post, der Geldgewinn per Überweisung

Die Hälfte des Gewinns erhält  Baldea. Besonders die Basis-Arbeit dieses Vereines finde ich sehr unterstützenswert – Aufklärung der Bevölkerung, Politische Arbeit und natürlich auch aktiver Tierschutz. Ausserdem habe ich heute 125 Euro an die Sonnenhunde überwiesen. Das ist Campinos Verein und unter den verschiedenen Projekten, für die man spenden kann, habe ich mich für “Stopp das Ungeziefer” entschieden. Das ist im Sommer auf Mallorca besonders wichtig, weil die unheibare Mittelmeerkankheit Leishmaniose, mit der auch unser Pflegling infiziert ist, durch eine bestimmte Mückenart übertragen wird – und davor kann man Hunde mit Spot-On-Präparaten oder speziellen Halsbändern schützen.

Ja, bei mir läuft es mit dem Geld quasi sprichwörtlich – “Wie gewonnen, so zerronnen”. Wenn jemand weitere Wettbewerbe kennt, bei denen der Pfotenpower-Blog ein paar Euro abstauben kann – bitte Nachricht an mich!

Das war Good News Teil 1. Für morgen kündige ich schon mal eine weitere gute Nachricht an. Sie betrifft Campino – mehr wird nicht verraten.

Kollektives Leiden

6. Mai 2011

Ich hätte ja gerne diese Woche noch was Schönes geschrieben. Aber nach Termindruck und Umzugsstress musste ich dann auch ein Hospital unterhalten. 75 % der Hunde in der Villa Bunter Hund wurden vorgestern krank! Appetitlosigkeit und Apathie zeigten Murphy und Charly, bei Naddel kam sogar mehrmaliges Erbrechen dazu – eine

Armer Campino - alle seine Kumpels waren unpässlich, so musste er alleine spielen

unruhige Nacht für uns alle. Gestern mittag dann setzte ich ein Ultimatum: Wer abends nicht frißt, muss zum Tierarzt. Naddel drohte ich sogar mit der Spritze! Gemein, denn das Püppchen fängt auf dem Behandlungstisch schon an zu schreien, wenn sich ihr jemand mit Injektionsabsicht nähert! Aber siehe da – abends machten alle drei schon einen besseren Eindruck und heute morgen wurden die Töpfe zumindest schon halb geleert. Ich vermute, das lag weniger an meinen bösen Absichtserklärungen, sondern mehr an der Homöopathie und den Selbstheilungskräfen. Warum sich die Drei aufs Krankenlager zurückzogen, weiß ich nicht. Derzeit sieht es aber so aus, als hätten sie es überstanden.

Campino war zwar nicht krank, litt aber trotzdem – unter Langeweile. Keiner spielte mit ihm, keiner unterstützte ihn bei der Torwache. So sind wir jetzt alle erleichtert, dass wieder mehr Leben im Haus herrscht.  Wir wünschen Lesern allen Gesundheit und ein schönes Wochenende!

X müßte man sein!

2. Mai 2011

Fast scheint es, als stecke Momo mir die Zunge raus: "Ätsch, ihr müsst schuften bis zum Umfallen und wir haben Spiel-Spaß bis zum Umfallen!"

Während die Schufterei für uns Zweibeiner nach dem Umzug kein Ende zu nehmen scheint, genießen Hunde und Katzen die neue Villa Bunter Hund. Ich räume einen Karton aus – MieseKatze Luna liegt gemütlich auf dem Stuhl und pennt. Ich putze ein Fenster von innen – an der äußeren Scheibe scharrt Köhler vergnügt mit den dreckigen Pfoten. Ich hänge Wäsche auf – ein fröhlich-durchgeknallter Murphy bringt mich mit seinem Schuhfetisch fast zu Fall. Ich quäle mich mit Programmierarbeiten im Büro, keuche unter Termindruck – Campino und Charly tollen übermütigst durch den Garten.

Hund müsste man sein. Oder Katze. Zumindest unter den hier gegebenen Umständen. Das Leben genießen. Sich versorgen lassen…

Aber dann kommt der Moment, da zeige ich es allen: Ich gehe in die Küche. Öffne den Kühlschrank. Nehme ein Scheibchen Käse, stecke es mir langsam und genüßlich in den Mund. Genieße die großen Augen, die mich von unten her anhimmeln. Und ich weiß genau, was meine Lieblinge jetzt denken: Mensch müßte man sein!

Schon drin…

26. April 2011

…sind wir im neuen Haus. Wer schon selbst einmal umgezogen ist, weiß genau, wie anstrengend das ist. Jetzt sind wir froh, zu 80 Prozent fertig zu sein – wir können im neuen Zuhause essen, schlafen, arbeiten und unsere Vierbeiner sind super versorgt. Die Restarbeiten erledigen wir Stück für Stück. Erholen können wir uns später!

Als hätte sie selbst 40 Umzugskartons geschleppt: Naddel celebriert einen Erschöpfungs-zustand. Für die, die es noch nicht wußten - Naddel ist der Hund ;-)

Bei Pflege- und Angsthund Campino war die Frage, wie er eine derartig tiefgreifende Veränderung übersteht. Der Kleine ist schließlich der Prototyp eines Gewohnheitstieres: Wenn sein Napf nicht an der üblichen Stelle steht, frißt er nicht. Anleinen funktioniert nach wie vor nur im Rahmen eines Rituals, und wenn “seine” Couchecke besetzt ist, bleibt er lieber stehen, als sich ein anderes Plätzchen zu suchen.

Den Umzug aber überstand er mit Bravour. Er ging von Anfang an ohne Probleme ins Haus, akzeptierte Wasser- und Futterplätze und wußte sofort, wo “seine” Couchecke zu finden ist. Und auch die erste Nacht im neuen Heim verschlief er völlig unauffällig. Die Hunde waren aber sowieso alle zum Umfallen müse, nachdem sie den ganzen Tag Im Garten Fangen und Verstecken gespielt hatten.

Übrigens beginnt Campino, sein Rudel zu beschützen. Die Bauarbeiter, die noch außen am Haus aktiv sind, müssen sich ganz schön von ihm beschimpfen lassen. Das aber nur mit Sicherheitsabstand!

Gartenglück und Depressionen

25. April 2011

Große Veränderungen in der Villa Bunter Hund: Wir ziehen um! Seit vier anstrengenden Tagen verbringen wir Zweibeiner mit allen Hunden die Tage im neuen Haus, um es für den Einzug vorzubereiten. Das heißt, die Hunde vertreiben sich die Zeit im Garten, der mit einer großen Rasenfläche und Bepflanzungen rund ums Haus (unter anderem ein völlig ausser Kontrolle geratenes Labyrint aus Hecken) zum Fangenspielen und Relaxen einlädt.

Haltet die Couch fest! Köhler und Campino üben sich in Sitz- und Liegeblockade, um ihr Lieblingsmöbel vor dem Abtransport zu retten

Nach und nach machen sie sich aber merkbar Sorgen. Immer mehr Möbel verschwinden aus ihrem alten Haus, und der gewohnte Alltag will sich so gar nicht wieder einstellen. Gestern saß dann Naddelchen vorm neuen Haus im Auto und bedeutete, jetzt sofort nach Hause und dort ihren Büroschlaf  halten zu wollen. Zum Glück kam dann die Sonne durch, so dass sie sich gnädigerweise dazu herabließ, ihr Nickerchen hoch thronend auf einigen Zementsäcken zu erledigen.

Nun, die letzte Nacht in Bahia Grande ist verbracht. Wir packen jetzt die letzten Kartons, verteilen an die verwirrten Vierbeiner Bachblüten statt Antidepressiva und erwarten um die Mittagszeit den Kastenwagen für die restlichen Möbelstücke. Dann werden auch die Katzen in ihre Tragetaschen gesetzt und umgezogen. Wir sind uns sicher, dass sich alle im neuen Haus tierisch wohl fühlen werden.

EU-Verbot von Heilkräutern?

21. April 2011

Was im Internet so alles passiert. Bekomme ich heute ein e-mail. Inhalt:  “Die EU will Ende April Heilpflanzen verbieten. Bitte sieh Dir dieses an: LINK .  Ich finde es wichtig und dringend, die Petition zu unterschreiben und weiterzuleiten.”

So so. Der Link führt mich auf eine Seite, die ein Video zeigt. Ein langesVideo, aber immerhin informativ. Die Inhalte zu überprüfen, kostet ziemlich Arbeit – vor allem muss man beim Gucken entweder fleißig Notizen machen, oder das ganze Video noch einmal ansehen, denn es gibt weder Pausenklicker noch Anzeige, wieviel Zeit seit Anfang vergangen ist. Es gibt nicht einmal einen Hinweis darauf, wie lange das Filmchen eigentlich insgesamt läuft. Sowas ärgert mich.

Fenchel ist ein bekanntes natürliches Heilmittel. Soll auch dieses verboten werden?

Darüberhinaus erscheint auf der Seite kein Hinweis darauf, wer hinter dieser Aktion steckt. Irgendwann erscheint ein Button, auf den ich klicken möge, um meine Empörung auszudrücken. Ich klicke mal drauf, denn empört bin ich, einmal über die Aussage, dass Heilpflanzen verboten werden sollen, und dann über das Auftreten dieses Webauftritts. Immerhin, auf der Folgeseite gibt es einen Hinweis darauf, wer diese Petition verursacht und dass man sich der sensiblen Frage des Datenschutzes bewußt ist. Ich bin dann mal gnädig und unterstütze die Petition, sogar mit Angabe meiner echten Daten. Vorher guugel ich noch schnell “EU verbietet Heilpflanzen” und finde heraus, dass die geplante Richtlinie einerseits, wenn man es so möchte, einen Beitrag zum Verbraucherschutz leisten kann, andererseits aber vermutlich die mit vielen Euros und Dollars gesegnete Pharmalobby mit Verabschiedung der Richtlinie einen großen Erfolg verbuchen könnte, denn je weniger Kräuter als Heilmittel angepriesen werden können, desto besser klappert die Kasse beim Verkauf pharma-chemischer Produkte in den Apotheken.

Dass die Richtlinie, die im Übrigen nur den Handel mit Heilkräutern einschränken will, schon Ende April – also in 9 Tagen – beschlossen werden soll, finde ich auch mal wieder Klasse. Entweder die EU-Organe mauscheln rum und gehen erst an die Öffentlichkeit, wenn Drohungen von zu vielen Seiten kommen, oder die Aktivisten “dagegen” sind etwas später aufgestanden, wie so häufig. Schon schade. Nun hoffe ich, dass auf diesem Wege doch noch einige Interessierte die Petition unterstüzten werden. Denn ohne Heilkräuter geht es wirklich nicht, sage ich mit 15 Jahren Erfahrung als Tierheilpraktikerin.

Wer sich den Film sparen und gleich unterstützen will, hier ist der direkte Link zur Petition


Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis und Webkatalog Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis